Wie der Staat mit Daten umgeht

Unsere “Datenängste”, die Furcht online zuviel preiszugeben, projizieren wir oft auf Facebook, Google & Co. Dabei gerät in den Hintergrund, welche – nicht selten auch zweifelhafte – Rolle dabei der Staat spielt, und zwar nicht nur in China mit seinem “Social Credit System”, sondern durchaus zunehmend auch hier bei uns, in Deutschland. Meist werden Zugeständnisse zu mehr staatlicher Kontrolle und behördlichem Eingriff mit der Notwendigkeit der Strafverfolgung und Verbrechensprävention begründet. Aber wiegt der Wunsch nach Sicherheit tatsächlich Einschränkungen der bürgerlichen Selbstbestimmung auf? Oder gefährdet der Datenhunger der Politik nicht in Wahrheit die Demokratie?

Immer noch nicht totzukriegen ist das Mantra von den Daten als dem “neuen Gold” oder dem “Öl des 21. Jahrhunderts”. Meist auf ökonomische Zusammenhänge bezogen, stellt sich die Frage, ob dies nicht genauso auch für unsere persönlichen Daten gelten muss. Und ohne Zweifel kann man diesem Ausspruch dann die Frage entgegen, warum wir uns dann eigentlich nicht auch so verhalten?.

Gerade der besondere Wert, der heute Daten zukommt, und die Möglichkeiten, die heute durch die Digitalisierung und dadurch hervorgebrachte Technologien und Ansätze wie Künstliche Intelligenz, Data Mining und Predictive Analytics geschaffen werden, um tiefgreifende Erkenntnisse und Muster abzuleiten, sind – bei allen positiven Errungenschaften, die damit ebenfalls einhergehen – potenziell geeignet, das bürgerliche Selbstbestimmungsrecht in seinem Kern erheblich einzuschränken.

In Teil 1 eines zweiteiligen Vortrags an der Hochschule Hof im Rahmen der jährlichen Vortragsreihe zur “Digitalisierung, Industrie 4.0 & das Internet der Dinge” spricht Prof. Dr. Andreas Wagener über die Relevanz von Daten aus gesellschaftlicher und bürgerlicher Perspektive. Im folgenden 2. Teil spricht Prof. Dr. jur. Wachovius über die rechtliche Betrachtungsweise der Problematik.

 

Vortrag am 05.12.2018 von Prof. Dr. Andreas Wagener im Rahmen der Vortragsreihe “Digitalisierung, Industrie 4.0 & das Internet der Dinge” der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Hof:

“Wir der Staat mit Daten umgeht – was ist gesellschaftlich akzeptabel?”

 

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