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	<title>Smart Contracts Archive - Nerdwärts.de</title>
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		<title>Der Weg zur Roboterautonomie: wie KI und Blockchain die Maschinengesellschaft erschaffen könnten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Dec 2018 10:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KI und Blockchain sind derzeit vielleicht die am meisten diskutierten Themen der digitalen Transformation. Wäre eine Kombinationen dieser Schlüsselthemen sinnvoll? Anwendungsgebiete ergeben sich insbesondere in der autonomen Organisation des &#8222;Internet der Dinge&#8220;. Sind wir damit auf dem Weg zu einer weiteren industriellen Revolution? Künstliche Intelligenz (KI) und Blockchain sind derzeit womöglich die am intensivsten diskutierten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/12/der-weg-zur-roboterautonomie-wie-ki-und-blockchain-die-maschinengesellschaft-erschaffen-koennten/">Der Weg zur Roboterautonomie: wie KI und Blockchain die Maschinengesellschaft erschaffen könnten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>KI und Blockchain sind derzeit vielleicht die am meisten diskutierten Themen der digitalen Transformation. Wäre eine Kombinationen dieser Schlüsselthemen sinnvoll? Anwendungsgebiete ergeben sich insbesondere in der autonomen Organisation des &#8222;Internet der Dinge&#8220;. Sind wir damit auf dem Weg zu einer weiteren industriellen Revolution?</strong><br />
<span id="more-1416"></span></p>
<p>Künstliche Intelligenz (KI) und Blockchain sind derzeit womöglich die am intensivsten diskutierten Themen im Bereich der digitalen Transformation. Beiden wird immer wieder erhebliches Potenzial zugeschrieben, die Spielregeln auf den Märkten aufzubrechen und zu „disruptieren“. Unweigerlich stellt sich dann die Frage – jenseits allen „Buzz-Word-Bingos“ –, ob sich hierbei dann nicht Szenarien ergeben, die einen kombinierten Einsatz nahelegen. Diese finden sich vor allem im Bereich des (Industrial) Internet of Things sowie der dezentralen Koordinierung autonomer intelligenter Systeme.</p>
<h2>KI und Blockchain: ein Traumpaar?</h2>
<p>Tatsächlich stehen beide Technologien immer noch ziemlich am Anfang, wenngleich Künstliche Intelligenz in der Anwendung schon deutlich fortgeschrittener zu sein scheint als der Einsatz von Blockchain- bzw. besser: &#8211; „Distributed Ledger“-Verfahren. Das mag auch damit zusammenhängen, dass viele mit Blockchain vor allem immer noch Kryptowährungen sowie insbesondere die nervenaufreibende Achterbahnfahrt des Bitcoin-Kurses verbinden und die technischen Hintergründe hier oft noch weitaus komplexer und abstrakter erscheinen als dies (vermeintlich) beim maschinellen Lernen intelligenter Systeme der Fall ist. <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-ohne-mining-wie-der-blick-auf-bitcoin-blockchain-unnoetig-verkompliziert/" target="_blank" rel="noopener">Dabei muss es gar nicht so kompliziert sein, wenn man sich auf den Kern der Blockchain-Wirkungsweise konzentriert und das Ganze isoliert von den „Zusatztechnologien“, die Bitcoin zugrunde liegen – wie etwa das Miningverfahren und die Anonymisierungsaufwendungen – betrachtet.</a> Die Herausforderung besteht darin, die ursprünglich zentralen Funktionen bei der Transaktionsabwicklung nun auf die breite Masse der Netzteilnehmer zu übertragen, also zu „dezentralisieren“. Das muss längst nicht immer auf so komplizierte Weise funktionieren wie bei Bitcoin. Man braucht etwa kein zeitaufwändiges und Ressourcen verschwendendes Mining-Verfahren, das bei Bitcoin ja einerseits der „Geldschöpfung“ andererseits der Motivation der Nutzer, am System mitzuwirken, dient.</p>
<h2>NASA will Blockchain-Raumschiffe mit KI</h2>
<p>Natürlich gilt es, in diesem Kontext skeptisch und vorsichtig zu sein. Die Gefahr, einem Marketing-orientierten Bullshit-Bingo dabei auf den Leim zu gehen, ist nicht gerade gering. Entsprechend ist wohl in diesem frühen Stadium selbst die Ankündigung der NASA einzuordnen, für die im Jahre 2069 geplante Erforschung von Alpha Centauri „Blockchain-Raumschiffe“ einsetzen zu wollen. Einleuchtend erscheint zunächst, dass für die Navigation der unbemannten Sonde, wie eben auch im selbstfahrenden Auto, KI zum Einsatz kommt. Da unterscheiden sich die Anforderungen zwischen Straße und All vermutlich zumindest grundsätzlich nicht. Blockchain-Technologie wie etwa von Ethereum könne für die „massive Menge an hoch-dimensionalen Daten“, die dabei verarbeitet werden müssen, zum Einsatz kommen, wie uns die NASA wissen lässt. Ein Datenstrang, der resilient, manipulationssicher, schnell lesbar ist und das Ausführen von dezentralen Programmen erlaubt, wäre dabei angeblich hilfreich. Technische Details, wie das konkret funktionieren soll, gibt uns die US-Weltraumbehörde dazu jedoch vorerst nicht.</p>
<h2>Dezentrale Marktplätze: Blockhain und KI</h2>
<p>Erste „tatsächliche“ Ansätze KI und Blockchain zusammenführen, gab es im Bereich des Datenaustausches. Zumindest in der Theorie oder der frühen Praxisphase existieren bereits einige „dezentrale Marktplätze“ über die Daten, beispielsweise zu KI-Trainingszwecken, gehandelt werden können. Dabei handelt es sich grundsätzlich um ein spannendes Anwendungsgebiet von Blockchain, wäre damit doch in Zukunft eine „echte“ Datenidentität und eine dezentrale Verfügungsmacht Einzelner über ihre Daten denkbar – etwa könnten wir dann individuell die Bedingungen in Form eines Smart Contracts hinterlegen, wer zu welchem Preis und zu welchem Zweck auf unsere persönlichen Daten zugreifen darf.</p>
<h2>KI-Trainingsdaten dezentral vermarkten</h2>
<p>Analog dazu könnte man Fahrzeugdaten – in Echtzeit – einsammeln und anderen zugänglich machen, Systeme mit diesen Daten „füttern“ und auf diese Weise eine ausreichende Menge an Daten für das maschinelle Lernen beschaffen. Vor allem in den USA existieren bereits eine Menge solcher Geschäftsansätze. Viele der dahinterstehenden Unternehmen sind jedoch noch sehr jung, und weisen oft eine gewisse Schieflage hinsichtlich der personellen Verteilung zwischen dem „Executive Board“ und den Mitarbeitern, die diesen gegenüber in der Regel deutlich in der Unterzahl sind, auf. Als einer der vermutlich bekanntesten Vertreter kann hier SingularityNet als Beispiel angeführt werden.</p>
<h2>Von der Blockchain 1.0 zu DAG – Directed Acyclic Graph</h2>
<p>Eine andere Sicht ergibt sich durch die Weiterentwicklungen der Blockchain-Technologie. Während man von der Bitcoin-Blockchain manchmal als „Blockchain 1.0“ und von Ethereum, aufgrund des zugrundeliegenden, jedwede Art von Smart Contracts ermöglichenden „General Purpose“-Ansatzes, von „Blockchain 2.0“ spricht, hat sich mit der DAG-Technologie („Directed Acyclic Graph“) eine neue Entwicklungsstufe ergeben, gewissermaßen die „Blockchain 3.0“. Weniger formal streng als die vorangegangenen Ansätze, ermöglichen die „Gerichteten Azyklischen Graphen“, eine Blockchain-ähnliche Struktur, in der weiterhin die Transaktionen transparent, chronologisch und unveränderbar in einem Netzwerk gespeichert werden. Statt eines komplexen Mining-Verfahrens wird die Validierung der Transaktionen aber durch andere Maßnahmen incentiviert, etwa indem Teilnehmer nur dann auf Transaktionen selbst durchführen können, wenn sie zuvor selbst mehrere Transaktionen anderer Teilnehmer überprüft und freigegeben haben. Gleichzeitig eliminiert man damit typische Probleme der Distributed-Ledger-Technologie, wie etwa den hohen Verbrauch an Energie- und Zeitressourcen beim Mining sowie potenziell auch die Vermeidung des „51%-Problems“, wonach, sobald ein einzelner Akteur mehr als die Hälfte der „Mining-Macht“ im System erreicht hat, er dieses dominieren kann und damit die Dezentralität letztlich „aushebelt“.</p>
<h2>Blockchain im Internet der Dinge</h2>
<p>Derartige Ansätze, wie sie beispielsweise in unterschiedlicher Ausprägung von IOTA, IOTChain, Byteball oder DAGCOIN vertreten werden, zielen vor allem auf das „Internet der Dinge“, wo Transaktionen zwischen einzelnen Maschinen und Geräten dezentral abgebildet werden sollen. Für diese Vorgänge ist weder Zeit noch die notwendige Energie für ein aufwändiges Mining- und Validierungsverfahren vorhanden. Zudem sind die Anforderungen an die Manipulationssicherheit hier weit weniger kritisch als das bei einem digitalen Geldsystem wie Bitcoin der Fall ist. Damit kann es grundsätzlich gelingen, einige der Kinderkrankheiten der vorangegangenen Blockchain-Protokolle über Bord zu werfen.</p>
<h2>Smart Contracts und Micropayment in der Sharing-Industrie</h2>
<p>Auch wenn gleichwohl diese Ansätze derzeit ebenfalls noch mit einigen Problemen zu kämpfen haben, wäre sie perspektivisch jedoch durchaus geeignet, die Distributed-Ledger-Verfahren auf eine neue Ebene zu heben. Denkbar wäre eine Art „Micropayment“ für die Sharing-Industrie, indem man die „Dinge“ eigenständig miteinander kommunizieren und Verträge erfüllen lässt. Im Wege eines Smart Contracts könnte dann z.B. das eigene Smartphone einen „Hotspot“ erstellen, der anderen Geräten es automatisiert ermöglicht, diesen für WLAN-Zugriff zu nutzen. Dafür fiele dann eine Gebühr an, die dem Smartphone gutgeschrieben und dem zugreifenden Gerät belastet würde. Dies könnte dann dezentral und autonom auf Gerätebene erfolgen, ohne dass deren Besitzer hierzu eingreifen müssten.</p>
<h2>Eine autonome „Maschinenwirtschaft“?</h2>
<p>Das Szenario lässt sich auch auf die industrielle Produktion übertragen. Wenn Maschinen eigenständig miteinander kommunizieren und in der Lage sind dabei unabhängig vom menschlichen Eingriff Transaktionen untereinander auszuführen, führte dies zu erheblichen Veränderungspotenzial. Eine Maschine, welche zunächst für die angelieferten Rohstoffe autonom „belastet“ wird und im Anschluss daran dann das erstellte Produkt zur Weiterverarbeitung übergibt und dafür wiederum eine „Entgeltung“ erhält – alles entsprechend transparent vermerkt auf einem „Distributed Ledger“ – ermöglichte nicht nur eine Revolution in Buchführung und Controlling mit eigenen maschinenspezifischen Kosten- und Leistungsträgern sowie eigenen Profitcentern je Einheit. In letzter Konsequenz ergäbe sich daraus sogar eine autonome „Maschinenwirtschaft“, in der intelligente Industriesysteme untereinander Prozesse und Güterströme eigenständig organisieren und abwickeln.</p>
<h2>KI könnte Blockchain zur intelligenten Arbeitsteilung nutzen</h2>
<p>Die Systematik ließe sich auch insbesondere auf die Organisation und die Zusammenarbeit zwischen einzelnen intelligenten Systemen beziehen. Im Moment wird oft davon ausgegangen, dass wir eine „generelle Künstliche Intelligenz“, die dem Menschen auch seiner Vielfältigkeit gleichkommt, nur schwer erzeugen können. Die meisten Künstlichen Intelligenzen sind auf sehr spezifische Probleme trainiert und daher auch entsprechend in ihrer Leistungsfähigkeit darauf beschränkt. Der Rückgriff auf Blockchain als Element Prozessorganisation könnte dann jedoch die Grundlagen für eine arbeitsteilige Ökonomie der Künstlichen Intelligenzen liefern. Stellt eine KI ihren spezifischen Arbeitsschritt fertig, so wäre es dann möglich, die Übergabe der jeweiligen Teilleistung zur Weiterarbeitung in einem Distributed Ledger zu vermerken und über einen Smart Contract an die nächste zuständige Einheit zu übergeben. Indem die entsprechenden Arbeitsprozesse lückenlos abgebildet und übergeben würden, ließe sich auf diese Weise eine intelligente Arbeitsteilung zwischen autonomen Dienstleistungen und Maschinen/Geräten organisieren.</p>
<h2>Eine dezentrale Version von Uber, mit selbstfahrenden Autos, geleitet von KI?</h2>
<p>Im Zusammenhang mit Smart Contracts wir oft die Frage diskutiert, ob sich aus diesen rigorosen „wenn-dann“-Verknüpfungen auch ganze Organisationen sogenannte DAOs („Decentralized Autonomus Organizations“) errichten lassen. Diesen würden dann verbindliche Regeln verordnet, was bei Eintritt bestimmter Ereignisse zwingend „zu tun“ ist. Diese Regeln müssen jedoch bislang von Menschen vorgegeben werden. Kombiniert man dies nun mit den Entscheidungsverfahren Künstlicher Intelligenz, zum Beispiel über Mustererkennung oder auch über „Reinforcement Learning“, bei dem die KI entlang definierter Erfolgsmerkmale &#8211; zum Beispiel Gewinnmaximierung &#8211; trainiert wird und darauf aufbauend letztlich eigenständige Entscheidung trifft, könnten irgendwann tatsächlich komplett autonome Unternehmen entstehen, die unabhängig vom menschlichen Eingriff am allgemeinen Wirtschaftsgeschehen teilnehmen. An ersten entsprechenden Anwendungen arbeiten bereits Anbieter wie etwa Fetch. Gibt es also vielleicht irgendwann eine dezentrale Version vom Taxi-Dienst Uber, der dann womöglich ausschließlich auf selbstfahrende Autos setzt, dessen Prozesse über Blockchain-Technologie organisiert werden und der auf Grundlage von Entscheidungen durch KI geführt wird?</p>
<h2>Blockchain &amp; KI als „Framework“ der Maschinenautonomie</h2>
<p>Natürlich ist vieles davon jetzt noch „Science Fiction“. Aber wenn man bedenkt, welche Energie derzeit in fragwürdige Projekte zur Abbildung der Supply-Chain auf der Blockchain oder in „private Blockchain“ investiert wird, ist es vielleicht schon angebracht, darüber nachzudenken, wie das große Potenzial dieser Technologie wirklich sinnstiftend gehoben werden kann. Smart Contracts und Blockchain könnten das Fundament das „Framework“ einer Roboter-Autonomie bilden: KI sorgte dann für die Findung von Entscheidungen, die „Distributed Ledger“-Technologie für die Koordination der daraus resultierenden Handlungen.</p>
<h2>Schaffung eines eigenen Wirtschaftssektors autonomer Maschinen: die Industrie 5.0</h2>
<p>Intelligente maschinelle Systeme wären auf diese Weise in der Lage, ein Einkommen zu erzielen, sich ins „Krankenhaus“ (Werkstatt) einzuweisen und Rechnungen mit dem „verdienten“ Geld zu bezahlen. Aufgaben, für die eine KI oder Maschine nicht ausgelegt ist, können von dieser an andere „intelligente Organismen“ in dem Blockchain-Netzwerk abgegeben werden – und zwar selbstständig, ohne dass sie ein Mensch dazu anhält. In letzter Konsequenz würde dies zu einem „arbeitsteiligen autonomen Maschinensystem“ führen, einem neuen autonomen Wirtschaftssektor. Die Ideen, die man mit dem Begriff der „Industrie 4.0“ bislang verband – der digitalen Automatisierung – würden übertroffen und womöglich in eine neue, fünfte industrielle Revolution münden – der digitalen Autonomisierung.</p>
<h2>Neue Aktualität für alte Ideen: Maschinensteuer &amp; Co.</h2>
<p>Die damit verbundenen Auswirkungen wären sehr weitreichend. Unabhängig von ihrer Bewertung gewännen viele in der Vergangenheit diskutierte – und oft verworfene – Konzepte und Ideenansätze eine neue Relevanz. Denn auf einmal würden Themen wie die „Besteuerung von Maschinen“ und auch das „Bedingungslose Grundeinkommen“ eine ganz andere Aktualität und womöglich auch Plausibilität besitzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:</p>
<p><strong>Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof am 17.10.2018:<br />
&#8222;Willkommen in der Matrix! Wie KI und Blockchain in der Industrie 4.0 zusammenwachsen&#8220;</strong><br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/aAg44C6-oWo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof am 22.10.2016 Industrie 4.0, Datenökonomie und Künstliche Intelligenz: Wie Daten und Algorithmen Wirtschaft und Gesellschaft verändern:</strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/_kfXmqJevFs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><img decoding="async" src="https://ad1.adfarm1.adition.com/tagging?type=image&amp;network=196&amp;tag[nerdwaerts.nerdwaerts]=markiert" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/12/der-weg-zur-roboterautonomie-wie-ki-und-blockchain-die-maschinengesellschaft-erschaffen-koennten/">Der Weg zur Roboterautonomie: wie KI und Blockchain die Maschinengesellschaft erschaffen könnten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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		<title>Blockchain ohne Mining. Wie der Blick auf Bitcoin Blockchain unnötig verkompliziert</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-ohne-mining-wie-der-blick-auf-bitcoin-blockchain-unnoetig-verkompliziert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Nov 2018 08:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diskussionen über Blockchain kreisen vorwiegend um Kryptowährungen, die damit verbundenen Risiken und Nachteile, wie der hohe Energieverbrauch beim &#8222;Mining&#8220;. Andere Anwendungsfälle werden &#8211; fragwürdigerweise &#8211; vor allem im Supply-Chain-Bereich gesehen. Für viele Anwendungen wäre eine klassische &#8222;Client-Server&#8220;-Architektur hingegen besser geeignet. Die oft konfuse Diskussion engt den Blick auf die Technologie ein und verkompliziert die Auseinandersetzung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-ohne-mining-wie-der-blick-auf-bitcoin-blockchain-unnoetig-verkompliziert/">Blockchain ohne Mining. Wie der Blick auf Bitcoin Blockchain unnötig verkompliziert</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diskussionen über Blockchain kreisen vorwiegend um Kryptowährungen, die damit verbundenen Risiken und Nachteile, wie der hohe Energieverbrauch beim &#8222;Mining&#8220;. Andere Anwendungsfälle werden &#8211; fragwürdigerweise &#8211; vor allem im Supply-Chain-Bereich gesehen. Für viele Anwendungen wäre eine klassische &#8222;Client-Server&#8220;-Architektur hingegen besser geeignet. Die oft konfuse Diskussion engt den Blick auf die Technologie ein und verkompliziert die Auseinandersetzung mit dem Thema unnötig. Es geht auch einfacher.</strong><br />
<span id="more-1411"></span></p>
<p>Blockchain ist derzeit in aller Munde. Die Technologie, die oft auch präziser als „Distributed Ledger“-Verfahren bezeichnet wird, soll großes „Disruptionspotenzial“ besitzen. Immer noch sprechen wir jedoch in diesem Kontext vorwiegend über Kryptowährungen, wie Bitcoin, die auf diese Ansätze maßgeblich zurückgreifen und deren Probleme und davon ausgehende Gefahren. Dazu zählen insbesondere die teils erheblichen Kursschwankungen an den Märkten, die zahlreichen Betrugsversuche sowie der extrem hohe Energieverbrauch, der mit dem „Mining-Prozess“, welcher der Verifizierung der Transaktionen und der „Geldschöpfung“ dient, in diesen Systemen oft einhergeht.</p>
<h2>Blockchain ist nicht so kompliziert, wie wir es mit der Betrachtung von Bitcoin machen</h2>
<p>Dabei schränkt die konzentrierte Betrachtung der Bitcoin-Blockchain den Blick auf die Potenziale der Distributed-Ledger-Ansätze erheblich ein und verkompliziert die Darstellung der Wirkungsweisen und Potenziale. Bitcoin funktioniert eigentlich über eine Kombination verschiedener, jeweils für sich bereits hoch komplexer Einzeltechnologien. Neben der eigentlichen „Blockchain“, in die die Transaktionsdaten gespeichert werden und deren „distribuierter Verteilung“, umfasst dies verschiedene kryptographische Ansätze sowie die Bestrebungen, den Teilnehmern einen möglichst hohen Grad an Anonymität zu gewährleisten und zusätzlich das komplizierte „Mining“-Verfahren, das einerseits der „Geldschöpfung“ dient, andererseits aber auch die Netzwerkteilnehmer motivieren soll, überhaupt zur Funktionsfähigkeit des Systems aktiv beizutragen. Darunter sind jedoch viele Elemente, die zwar unentbehrlich zur Errichtung eines dezentralen Geldsystems sein mögen, allerdings für andere Anwendungen, die sich mittels „Distributed Ledger“ realisieren lassen, unter Umständen weitgehend irrelevant sind. Mit anderen Worten: Blockchain muss nicht so kompliziert sein, wie wir es mit der Betrachtung von Bitcoin oft machen.</p>
<h2>Vorteile zentraler Speicherung</h2>
<p>Bei Blockchain-Ansätzen geht es fast immer um die Verbuchung von Transaktionen und die Speicherung der entsprechenden Daten. Dies erfolgt in einem „Distributed Ledger“, einem „dezentralen“, genauer einem „verteilten“ oder „verbreiteten Kontobuch“. Nun gibt es eigentlich zunächst mal gute Gründe, Daten stets an zentraler Stelle zu speichern. Denn damit schafft man einen eindeutigen, einheitlichen und für alle sichtbaren Zugang, der einen schnellen Zugriff ermöglicht. Wir kennen dies von vielen Anwendungen im Alltag – sei es der Katalog einer Bibliothek oder ein zentrales Katasteramt, in dem alle Grundstückseigentumsverhältnisse zusammengeführt werden – sowie auch von der klassischen Client-Server-Struktur aus der IT. Änderungen und Neuanlagen werden stets an einer zentralen Stelle vorgenommen. Dies sorgt für eine hohe Effizienz.</p>
<h2>Blockchain: dezentral und distribuiert anstatt eines Gatekeepers</h2>
<p>Eine dezentrale oder distribuierte Speicherung von Daten bedeutet hingegen, dass diese eben nicht nur an einer Stelle abgelegt, sondern an mehrere oder alle Teilnehmer eines Netzwerkes „verteilt“ werden. Jeder Teilnehmer erhält (meistens) also ein komplettes und identisches Abbild der Daten. Wird hier eine Ergänzung vorgenommen, so muss diese dann über das gesamte Netzwerk ausgebreitet werden, damit im Anschluss wieder alle auf dem gleichen Stand sind. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, dass einerseits somit ein höherer Schutz gegen Datenverlust errichtet wird. Denn wenn einer der Netzwerkteilnehmer ausfällt und die Daten verliert, können diese ja immer noch über die übrigen Teilnehmer wiederhergestellt werden. Dies ist ein Vorteil gegenüber der Zentralisierung: Fällt hier die zentrale Stelle aus – etwa aufgrund einer Naturkatastrophe – sind die Daten unwiederbringlich vernichtet, sofern nicht zuvor ein sicheres „Update“ erstellt wurde.</p>
<h2>Keine Machtkonzentration durch Disintermediation</h2>
<p>Andererseits bedeutet eine derartige Netzstruktur auch, dass die Verfügungsgewalt verschoben wird. Die zentrale Stelle hat nicht mehr die alleinige Macht im System, sie wird als „Gatekeeper“ sogar eliminiert. Stattdessen können nun die einzelnen Netzteilnehmer gleichberechtigt den Zugang verwalten. Bei der Errichtung des Bitcoin-Systems ging es vor allem um dieses Aufbrechen der Konzentration von Macht an nur einer Stelle. Unter der Einwirkung der Finanzkrise 2008 wollte man sich nicht mehr dem als „Macht missbrauchend“ empfundenem zentralen Bankensystem unterwerfen, sondern dessen Aufgaben „demokratisieren“, diesem Verständnis nach also „dezentralisieren“. Wenn wir heute vom „disruptiven Charakter“ der Blockchain-Technologie sprechen, so ist damit vor allem gemeint, auf diese Weise die Verhältnisse auf den Märkten zu sprengen und „von unten“ neu zu ordnen.</p>
<h2>Problem: wie kann man zentrale Aufgaben effizient dezentral abarbeiten?</h2>
<p>Will man zentrale Institutionen durch eine dezentrale Organisation ersetzen, so stellt sich die Frage, wie dann deren ursprüngliche Aufgaben in Zukunft bewältigt werden sollen. Da es bei Blockchain immer um die Abwicklung von Transaktionen geht, steht man dann vor dem Problem, wie die Rechtmäßigkeit und Validität der Transaktionen gewährleistet werden soll und wie sicherzustellen ist, dass ein einzigartiges Gut nicht zweimal übertragen beziehungsweise bezahlt wird. Wer soll dabei die Funktion der „Clearing-Stelle“ übernehmen, wenn es keinen zentralen Akteur mehr gibt, dem man diese Aufgaben „vertrauensvoll“ übertragen kann?</p>
<h2>Anreize für das Netzwerk</h2>
<p>Die Lösung liegt eben in einer konsequenten dezentralisierten Übertragung und Verpflichtung der Netzwerkteilnehmer, eigenständig diese Leistung für das Netzwerk zu erbringen. Damit ist es nun deren Aufgabe, die einzelnen Transaktionen zu überprüfen sowie sicherzustellen, dass die Vertragsbedingungen erfüllt und die Vorgänge „formal“ korrekt und lückenlos verbucht wurden.<br />
Damit stellt sich die Frage, warum die einzelnen dezentral Beteiligten diese Aufgabe übernehmen sollten bzw. wie man diese dazu motivieren könnte. Bei Bitcoin wird dies mit der Geldschöpfung verknüpft. Alle, die an der Verifizierung der Transaktionen teilnehmen, habe die Chance dadurch Bitcoins zu gewinnen. Dazu muss die entsprechende Überprüfungsaufgabe vollumfänglich erledigt sein, im Anschluss daran beginnt der Rechenprozess für das Mining. Dazu muss ein kryptografisches Rätsel gelöst werden, was nur mittels hoher Computerrechenleistung erfolgen kann. Nur derjenige „Miner“, dem dies als erstes gelingt, erhält seine „Belohnung“ in Form von neuen Bitcoins.</p>
<h2>Blockchain geht auch ohne „Mining“</h2>
<p>Dieses – doch sehr abstrakte Verfahren – muss aber nicht grundsätzlich Bestandteil einer Blockchain-Lösung sein, insbesondere dann, wenn es, im Gegensatz zu Bitcoin, nicht auch zum Ziel hat, neues „Geld“ in Umlauf zu bringen. Sofern es nur um die Überprüfung der Validität einer Transaktion geht, etwa für die sogenannten „Smart Contracts“, kann hierfür auch ein deutlich vereinfachtes Vorgehen genügen. Letztlich geht es ja dann nur um die Motivation der Teilnehmer, an der Verifizierung mitzuwirken. Theoretisch denkbar wäre etwa auch, Belohnungen an alle gleichmäßig zu verteilen oder, wenn dies nicht Anreiz genug ist, zufällig einen am Verifizierungsprozess beteiligten auszuwählen, also einen Preis gewissermaßen zu „verlosen“. Die Aussicht auf einen möglichen Gewinn würde dann unter Umständen bereits genügen, um genügend Interessenten zu finden.</p>
<h2>Motivation durch Teilnahmerechte statt Kryptogeld</h2>
<p>Tatsächlich gibt es heute bereits Ansätze, die völlig auf das, in dieser Form ja sehr energieintensive und letztlich damit Ressourcen verschwendende, Mining komplett verzichten. Anreize, sich an der Funktionsweise des Systems zu beteiligen, könnten auch schlichtweg dadurch gegeben werden, dass eine eigene Partizipation nur dann möglich ist, wenn man sich zuvor an der Verifizierung vorangegangener Transaktionen beteiligt hat. Es geht also auch durchaus ohne herkömmliches „Mining“, das letztlich nur eine Besonderheit der existierenden Blockchain-basierten Kryptowährungen ist.</p>
<h2>Blockchain: wie ein Reisverschluss</h2>
<p>Sind die Transaktionen verifiziert, werden sie schließlich in die Blockchain geschrieben. Diese muss man sich dabei wie einen Reisverschluss vorstellen: Ist ein Zahn beschädigt, lässt sich dieser nicht mehr öffnen oder schließen. Genauso ist es mit den Transaktionen, die in Blöcke zusammengefasst in die Kette „geschrieben“ werden, dabei muss jedes Glied exakt an das vorangegangene Glied „passen“. Die erweiterte Blockchain wird dann im System an das Netzwerk verteilt. Eine Änderung oder Manipulation ist dann nicht mehr möglich. Im Gegensatz zur zentralen Speicherung reicht es nicht, nur eine Datenquelle zu „hacken“, eine Änderung muss auf jeder verteilten Version der Blockchain gleichzeitig erfolgen. Somit sind die Transaktionen weitgehend geschützt vor nachträglichen Anpassungen sicher und verlässlich dokumentiert.</p>
<h2>Blockchain &amp; Smart Contracts</h2>
<p>Anwendungsgebiete jenseits von Bitcoin &amp; Co ergeben sich vor allem bei den „Smart Contracts“. Darunter versteht man technische Transaktionsprotokolle, welche die Einhaltung zuvor definierter Vertragsbestimmungen überwachen sowie autonom und mechanisiert die vereinbarten Konsequenzen ausführen. Menschliches Eingreifen etwa bei Verletzungen der Vertragsrechte durch eine Partei ist damit nicht mehr notwendig. Mit der Verwendung der Blockchain-Technologie wird gewährleistet, dass Smart Contracts auf dezentral verifizierte Daten zugreifen können, um den Eintritt von Vertragsereignissen zu überprüfen und auf dieser Grundlage dann die festgeschriebenen Handlungen zu exekutieren. Anwendung findet dieses Konzept bereits heute im Bereich der Finanztransaktionen und bei der Abbildung von Copyright-Lizenzen. Ein typisches Einsatzszenario könnte auch ein dezentralisierter Energiemarkt sein, bei dem einzelne Haushalte ihre überschüssige Energie, beispielsweise produziert durch die eigene Solaranlage auf dem Dach, in einem dezentral organisierten Netzwerk anböten. Andere Teilnehmer könnten bei Bedarf diesen Strom direkt und ohne Vermittler einkaufen, die Transaktionsbedingungen sowie dann auch die Transaktion selbst würde auf einem dezentralen Distributed Ledger vermerkt und wäre damit unveränderbar und transparent verbucht. Die Lieferung des Stroms und die entsprechende Bezahlung erfolgen dann komplett automatisiert.</p>
<h2>Blockchain &amp; Distributed Ledger – keine Neuerfindung der Digitalisierung</h2>
<p>Wichtig ist es, um das Potenzial der Technologie einzuschätzen zu können, zu erkennen, dass Blockchain und Distributed Ledger keine bahnbrechende Neuerfindung der Digitalisierung sind. „Distribuiert“ ist nicht per se „besser“ als zentral, sondern nur in bestimmten Anwendungsfällen eine geeignete Option. Grundsätzlich muss man immer die Frage stellen: Wieso brauche ich zur Lösung eines bestimmten Problems eine Blockchain, und warum kann man dieses Ziel nicht über eine herkömmliche zentrale Datenbanklösung erreichen?</p>
<h2>Fragwürdige Sinnhaftigkeit von dezentralisierten Supply-Chain-Projekten und Private Blockchains</h2>
<p>Viele der derzeitigen Blockchainanwendungen zielen auf den Supply-Chain-Bereich und versuchen die Lieferkette und die jeweiligen Übergabepunkte von Produkten abzubilden. Wer schon Mal eine Sendungsnachverfolgung eines Logistikunternehmens online genutzt hat, weiß, dass dies auch sehr gut ohne Blockchain auf dem zentralen Portal des Spediteurs erfolgen kann. Ist das Misstrauen diesem gegenüber wirklich so hoch, dass es dafür einer stets deutlich aufwändigeren Blockchain-Lösung bedarf? Auch bei sogenannten „private Blockchains“, die meist durch einen wiederum zentralen Anbieter bereitgestellt und dominiert werden, stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit, war doch ein entscheidendes Ziel der Entwicklung, gerade Machtkonzentration zu verhindern. Selbst wenn eine vermeintlich dezentrale Softwarelösung zum Einsatz kommt, bedeutet das dann eben gerade nicht, dass in diesem Fall auch der Gatekeeper ausgeschaltet wird.</p>
<h2>Die meisten Blockchain-Projekte sind vermutlich völlig überflüssig und unsinnig</h2>
<p>Es ist bezeichnend, dass gerade diese beiden Ansätze, oft in Kombination, vermutlich an die 90% der aktuellen Blockchain-Projekte ausmachen. Vielleicht ist es aber auch ein Hinweis darauf, dass wir einen unverstellten Blick auf die Technologie benötigen, der die Notwendigkeit einzelner technischer Bestandteile kritisch beäugt und sich nicht hinter Wortblasen und Digitalisierungs-Blabla versteckt. Erst dann erscheint es möglich, das wirkliche Potenzial von Blockchain und Distributed Ledger richtig zu erfassen. Eine Reduzierung überflüssiger technischer Komplexität in der Diskussion kann dabei nur helfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Informationen zu Blockchain finden Sie hier:</p>
<p><strong>Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof am 17.10.2018:</strong><br />
<strong>&#8222;Willkommen in der Matrix! Wie KI und Blockchain in der Industrie 4.0 zusammenwachsen&#8220;</strong><br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/aAg44C6-oWo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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<p><strong>Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof am 22.10.2016 Industrie 4.0, Datenökonomie und Künstliche Intelligenz: Wie Daten und Algorithmen Wirtschaft und Gesellschaft verändern:</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/_kfXmqJevFs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Blockchain, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-ohne-mining-wie-der-blick-auf-bitcoin-blockchain-unnoetig-verkompliziert/">Blockchain ohne Mining. Wie der Blick auf Bitcoin Blockchain unnötig verkompliziert</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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		<title>Blockchain im politischen System: ein libertärer Gegenentwurf?</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-im-politischen-system-ein-libertaerer-gegenentwurf/</link>
					<comments>https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-im-politischen-system-ein-libertaerer-gegenentwurf/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2018 07:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet of Things]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Weird & Strange]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Distributed Ledger]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Disruption]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blockchain-Technologie kann nicht auf den Märkten für die dezentrale Transaktionsabwicklung genutzt werden. Auch der Rückgriff als Gestaltungselement im politischen System wird diskutiert. Damit verbunden ist aber auch eine Ideologisierung politischer Prozesse. Wir hatten bereits in den vorangegangenen Teilen dieser Reihe über die Möglichkeiten Politischer Disruption sowie das disruptive Potenzial der Blockchain-Technologie im politischen System gesprochen. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-im-politischen-system-ein-libertaerer-gegenentwurf/">Blockchain im politischen System: ein libertärer Gegenentwurf?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blockchain-Technologie kann nicht auf den Märkten für die dezentrale Transaktionsabwicklung genutzt werden. Auch der Rückgriff als Gestaltungselement im politischen System wird diskutiert. Damit verbunden ist aber auch eine Ideologisierung politischer Prozesse.</strong><br />
<span id="more-1404"></span><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/ba155677c96849beac9e5a7e5dd3c36d" alt="" width="1" height="1" /><br />
Wir hatten bereits in den vorangegangenen Teilen dieser Reihe über die Möglichkeiten <a href="https://nerdwaerts.de/2018/10/politische-disruption-wenn-technologie-gesellschaft-und-politisches-system-revolutioniert/" target="_blank" rel="noopener">Politischer Disruption</a> sowie das <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/die-blockchain-als-disruptive-innovation-in-der-politik/" target="_blank" rel="noopener">disruptive Potenzial der Blockchain-Technologie im politischen System</a> gesprochen. Jenseits der möglichen Neugestaltungen und Erweiterungen politischer und demokratischer Prozesse steht Blockhain in der Politik auch für ein eigenes Demokratieverständnis und für ein bestimmtes Werteraster.</p>
<h2>Blockchain und Smart Contracts in der Politik bewirken Neuverteilung von Macht</h2>
<p>Unzweifelhaft bewirkt der Einsatz von Blockchain und Smart Contracts in der Politik eine Neuverteilung von Macht, weg von zentralen Autoritäten hin zu einer technisch induzierten Dezentralität. Richtung und Art politischer Interaktion und Einflussnahme lassen sich durch diese Instrumente völlig neu gestalten. In aller Regel ginge dies einher mit dem konsequenten Ausschluss etablierter Instanzen im System, einer beispiellosen politischen „Disintermediation“. Letztlich stellt dies die Grundfesten existierender politischer Systeme und auch die traditionelle Rolle des Staates generell in Frage. Die Blockchain steht für manche damit am Ende einer Entwicklung der Erosion institutioneller Regierungssysteme und herkömmlicher repräsentativer Demokratie, in deren Zuge immer mehr Macht von politischen Institutionen auf dezentrale Strukturen, auf Individuen und Märkte, verlagert wurde. Neu ist dabei jedoch die technologische Dimension, die Digitalisierung zum politischen Gestaltungsmittel erhebt.</p>
<h2>Politische Disruption von &#8222;links&#8220; und &#8222;rechts&#8220;</h2>
<p>Die Advokaten dieser „politischen Disruption“ finden sich sowohl in klassisch „linken“ wie auch „rechten“ Milieus. Während etwa die in Deutschland erst langsam aufkeimende Diskussion derzeit noch von einem eher links-anarchistisch beeinflussten Skeptizismus gegenüber staatlichen Institutionen geprägt wird, sind international, insbesondere in den USA, wo längst eine breite Debatte über das Thema existiert, vor allem libertäre Motive maßgebend. Die Blockchain wird als bewusst technokratisches Instrument betrachtet, das den staatlichen und überstaatlichen Institutionen, die ohnehin dazu tendieren würden, ihre Befugnisse zu überschreiten, entgegengesetzt werden kann. Viele dieser „Techno-Libertarians“ sind der Meinung, dass zentrale Koordination und der Staat Produkte einer überkommenen patriarchalen und hierarchisch-autoritären Grundeinstellung sind, die es zu überwinden gilt.</p>
<h2>Politik als Markt?</h2>
<p>Charakteristisch ist die Übertragung von marktwirtschaftlichen Funktionsweisen auf politische Leistungsprozesse. Der Staat als Organisationsform wird wie ein Unternehmen betrachtet, das funktionieren und liefern muss, wenn es weiter die Gunst seiner „Kunden“, den Bürgern, genießen will. Geschieht das aus Sicht des Einzelnen nicht, so wird es als logische Konsequenz angesehen, dass dieser in höchster Flexibilität seine Loyalität aufkündigt und sich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=owrXnfEGzhs" target="_blank" rel="noopener">„Alternativangeboten“ zuwendet</a>. Möglichst freie und ungezügelte Marktwirtschaft gilt als H<a href="https://www.wsj.com/articles/the- capitalist-cure-for-terrorism-1412973796" target="_blank" rel="noopener">auptgarant politischer Stabilität</a>. Es sei keine Option, Menschen „qua Geburt“ in ein politisches System zu „zwingen“, ihnen damit bereits „von Beginn an“ ihre Freiheit zu entziehen. Stattdessen müsse man das Prinzip auf den Kopf stellen und größtmöglicher Selbstbestimmung den Weg ebnen. Die Gestaltungsprinzipien der Blockchain, welche die politische Macht auf ihren eigentlichen Ausgangspunkt direkt zurückübertragen, werden hierfür als perfektes Vehikel identifiziert.</p>
<h2>Digitalisierung und Automatisierung der Politik</h2>
<p>Die damit ebenfalls einhergehende Technisierung politischer Systeme zielt auf eine ganz bewusste „Entmenschlichung” der Politik. Menschliche Schwächen ließen sich nicht durch Checks&amp;Balances allein auffangen. Die durch die Blockchain-Technologie geschaffene Entscheidungstransparenz in Verbindung mit dem durch die Smart Contracts induzierten Exekutiv-Automatismus würden Korruption und Vetternwirtschaft hingegen unmöglich machen. Grundsätzlich ist es nicht so, dass man sich gegen Demokratie als solche wendet. Typisch ist jedoch ein archaisches, teilweise auch äußerst schlichtes Demokratieverständnis. Entscheidungen werden als absolut begriffen und in schwarz und weiß, in ein binäres System von Einsen und Nullen, gegliedert. Mehrheitsentscheidungen sind dabei stets verbindlich, unabhängig von den Inhalten und ihrer Legitimität.</p>
<h2>libertärer Gegenentwurf einer Algorithmus basierten Gesellschaft</h2>
<p>Der skizzierte libertäre Gegenentwurf einer weitestgehend staatsfreien und Algorithmus basierten Gesellschaft kann sicherlich nicht als etablierte Ideologie begriffen werden. Die Diskussion darum hat jedoch in den vergangenen Jahren stark an Fahrt aufgenommen und zumindest in den USA, wo sich auch prominente Befürworter, vor allem aus der Tech-Szene im Silicon Valley zu Wort melden, die Nische inzwischen verlassen. In Deutschland ist das Thema hingegen wenig präsent. Allerdings macht sich selbst im gemäßigten Umfeld der digitalen Bourgeoisie hierzulande bisweilen ein Ohnmachtsgefühl gegenüber Staat und Politik bemerkbar, ausgelöst durch Themen wie NSA-Skandal oder Vorratsdatenspeicherung sowie einem generell wahrgenommenen staatlichen Versagen in der Netzpolitik. Auch daraus könnte ein Nährboden für eine entsprechende politische Disruption entstehen.</p>
<h2>Regieren ist mehr als Stimmen zu sammeln</h2>
<p>Auch wenn aus demokratischer Perspektive das Versprechen der Blockchain, dem Wähler mehr Gestaltungsmacht einzuräumen, seinen Willen besser und direkter zur Geltung zu bringen sowie dies innerhalb eines manipulationsfreien Systems zu ermöglichen, zunächst vielversprechend und plausibel erscheint, ist doch offensichtlich Skepsis angebracht. Politik und Regierungstätigkeit umfassen natürlich deutlich mehr als Stimmen zu aggregieren, Datenbanken zu pflegen oder Transaktionen durch Algorithmen auszulösen. Schuldig bleiben die Blockchain-Adepten eine klare Antwort, wie eine digital gesteuerte Gesellschaft Konflikte und gesellschaftliche Insuffizienzen reguliert, und zwar jenseits von Marktkriterien, die letztlich nichts anderes als das Recht des Stärkeren propagieren. Die Welt ist komplex, und eine angemessene Politik muss situativ abwägend und mit ethischer Erdung erfolgen, sie bedarf einer im doppelten Sinne „menschlichen“ Partizipation. In diesem Verständnis ist der traditionelle demokratische Staat eben mehr als ein störender Mittelsmann, er ist die Summe seiner Teile, ein Abbild der Gesellschaft und seiner Bürger.</p>
<h2>Positive Kraft der Blockchain</h2>
<p>Wie sich die Kraft der Blockchain positiv entfalten könnte, zeigt sich gerade in Entwicklungsländern. Angefangen bei der Herkunftszertifizierung von Konfliktrohstoffen, etwa der Identifizierung von „Blood Diamonds“, über die korruptionsresistente Protokollierung von Eigentumsübergängen bis hin zur Errichtung komplett distribuierter Finanzsysteme kann die Technologie einen einzigartigen Beitrag zur politischen Stabilisierung liefern – gerade weil herkömmliche staatliche Monopolstrukturen dabei umgangen werden. Die hiermit einhergehende Entmachtung der „Gatekeeper“ und die Dezentralisierung der Verfügungsrechte bergen gerade dort, wo demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien derzeit nicht gewährleistet sind, eine echte Chance, Gleichberechtigung und Volkssouveränität zu etablieren.</p>
<h2>Politische Disruption durch die Blockchain?</h2>
<p>Die Blockchain ist ein mächtiges Instrument mit hohem disruptiven Potenzial. Wie jede technische Entwicklung kann sie zum Guten wie zum Schlechten verwendet werden. Kritikloses Technikvertrauen ist ebenso wenig angebracht wie ein abwehrender Technologiepessimismus. Beurteilungsvermögen setzt Verständnis und Begreifen voraus. Dazu müssen wir uns mit der technischen Entwicklung und ihren gesellschaftlichen Implikationen fundiert auseinandersetzen. Viel zu oft verstellt gerade eine vorauseilende, kaum sachliche Technikreaktanz besonders in der akademischen Diskussion hierzulande den Blick auf die wirklich wichtigen Aspekte. Politische Disruption durch die Blockchain oder andere digitale Technologien mag zumindest hierzulande in der praktischen Erprobung noch nicht akut sein, aber das Fundament für das Zusammenspiel von Technik und Gesellschaft wird jetzt gelegt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Text ist ein Auszug aus:</p>
<p><strong>Wagener, Andreas (2018): Politische Disruption: Die Digitalisierung der Politik und die libertäre Technologie der Blockchain</strong>. In: Liebold, Sebastian / Mannewitz, Tom / Petschke, Madeleine / Thieme, Tom (Hrsg.): Demokratie in unruhigen Zeiten, Baden Baden, 2018, S. 387 &#8211; 398</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:</p>
<p><strong>Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof am 17.10.2018:<br />
&#8222;Willkommen in der Matrix! Wie KI und Blockchain in der Industrie 4.0 zusammenwachsen&#8220;</strong><br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/aAg44C6-oWo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof am 22.10.2016 Industrie 4.0, Datenökonomie und Künstliche Intelligenz: Wie Daten und Algorithmen Wirtschaft und Gesellschaft verändern:</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/_kfXmqJevFs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ad1.adfarm1.adition.com/tagging?type=image&amp;network=196&amp;tag[nerdwaerts.nerdwaerts]=markiert" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-im-politischen-system-ein-libertaerer-gegenentwurf/">Blockchain im politischen System: ein libertärer Gegenentwurf?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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		<title>Die Blockchain als disruptive Innovation in der Politik</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2018/11/die-blockchain-als-disruptive-innovation-in-der-politik/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Nov 2018 14:57:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Politik & Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Disruption]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diskussionen über Blockchain kreisen oft um deren &#8222;disruptives Potenzial&#8220; im Bereich der Transaktionsabwicklung etwa bei Kryptowährungen wie Bitcoin oder bei Smart Contracts. Jenseits dieser ökonomischen Belange könnte die Technologie jedoch auch die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten auf den Kopf stellen &#8211; im Wege einer &#8222;Politischen Disruption&#8220;. Ähnlich wie im wirtschaftlichen Kontext können Innovationen &#8222;disruptive&#8220; Auswirkungen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/die-blockchain-als-disruptive-innovation-in-der-politik/">Die Blockchain als disruptive Innovation in der Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diskussionen über Blockchain kreisen oft um deren &#8222;disruptives Potenzial&#8220; im Bereich der Transaktionsabwicklung etwa bei Kryptowährungen wie Bitcoin oder bei Smart Contracts. Jenseits dieser ökonomischen Belange könnte die Technologie jedoch auch die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten auf den Kopf stellen &#8211; im Wege einer &#8222;Politischen Disruption&#8220;.</strong><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/ba155677c96849beac9e5a7e5dd3c36d" alt="" width="1" height="1" /><br />
<span id="more-1394"></span><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/ba155677c96849beac9e5a7e5dd3c36d" alt="" width="1" height="1" />Ähnlich wie im wirtschaftlichen Kontext können Innovationen &#8222;disruptive&#8220; Auswirkungen nicht nur auf die Märkte, sondern auch auf gesellschaftliche und politische Belange haben. &#8222;<a href="https://nerdwaerts.de/2018/10/politische-disruption-wenn-technologie-gesellschaft-und-politisches-system-revolutioniert/" target="_blank" rel="noopener">Politische Disruption</a>&#8220; beschreibt diese &#8222;zersprengende&#8220; Kraft von Technologie auch im gesellschaftlichen Kontext. Neben Ansätzen in Gebieten wie der Künstlichen Intelligenz rückt dabei vor allem das &#8222;Distributed Ledger&#8220;- oder Blockchain-Verfahren in den Fokus.</p>
<h2>Politische Disruption &amp; Blockchain</h2>
<p>Auch wenn das Thema in Deutschland bislang eher unterrepräsentiert ist, wird international, insbesondere in den USA schon seit längerem intensiv über die politische Disruptionskraft der Blockchain-Technologie diskutiert. Sie gilt vielen als die wichtigste und revolutionärste digitale Innovation seit Aufkommen des „World Wide Web“, mit enormem Veränderungspotenzial, weit über ökonomische Belange hinaus. Bereits in zahlreichen wirtschaftlichen Umfeldern, etwa im Bereich der Finanztransaktionen, auch in Deutschland, etabliert, kreist die akademische Debatte um die möglichen Auswirkungen einer Adaption in der Politik auf die Funktionsweise staatlicher und überstaatlicher Systeme. Als Alternative zur Abbildung herkömmlicher demokratischer Prozesse steht der Rückgriff auf die Blockchain in vielerlei Hinsicht konträr zu traditionellen Demokratieverständnissen.</p>
<h2>Das Blockchain-Prinzip</h2>
<p>Das technische Prinzip der Blockchain lässt sich näherungsweise als „dezentrale Datenbank“ umschreiben. Im Englischen wird es auch oft als „distributed Ledger“ bezeichnet, was sich in etwa als „dezentral verteiltes Kontenbuch“ übersetzen lässt. Bekannteste und vermutlich erste Anwendung fand das Blockchain-Prinzip bei der digitalen Währung „Bitcoin“. Auf diese Weise werden dort die Transaktionen zwischen den An- und Verkäufern festgehalten. Dabei erfolgen die Pflege, die inhaltliche Befüllung und Kontrolle der Rechtmäßigkeit der in der Blockchain gespeicherten Informationen und registrierten Transaktionen nicht durch eine zentrale Stelle, sondern durch die Nutzer des Systems selbst. Somit ist es möglich, dass eine Währung dezentral organisiert werden kann, ohne dass es einer überwachenden staatlichen Institution wie einer Zentral- und Notenbank oder eines zentralen Finanzsystems bedarf. Eine Transaktion muss immer durch die anderen Netzwerkteilnehmer bestätigt werden. Das Ergebnis wird in der Blockchain gespeichert und die somit „neue“ Blockchain im System an die Teilnehmer verteilt.</p>
<h2>Reißverschlussprinzip sorgt für Manipulationssicherheit</h2>
<p>Dadurch, dass die Information nicht zentral an einer, sondern an vielen unterschiedlichen Stellen „verwahrt“, wird, ist es sehr schwierig, die Inhalte zu manipulieren &#8211; etwa in Form einer plötzlichen Guthabenvermehrung auf einem Konto ohne dagegen gehandelten Gegenwert -, denn eine Änderung von Einträgen in der Blockchain müsste gleichzeitig bei jedem einzelnen Nutzer erfolgen. Das Verfahren muss man sich dabei wie einen „Reißverschluss“ vorstellen: ist einer der Zähne beschädigt, lässt sich dieser nicht mehr schließen oder öffnen. Ebenso verhält es sich mit der Blockchain: Wenn die Rechtmäßigkeit der Änderung eines Eintrages nicht durch die „Peers“ im Netz bestätigt wird, also ein „Block“ nicht in die „Kette“ passt, gilt diese Änderung als nicht rechtmäßig und wird nicht vollzogen.</p>
<h2>Demokratisierung der Märkte?</h2>
<p>Ganz wesentlich ist dabei, dass die Dezentralität der Organisation zur Ausschaltung der vermittelnden zentralen Stelle, des „Intermediärs“, führt. Das ist nicht nur effizient und kostenrelevant – schließlich „verdient“ der Mittelsmann nun nicht mehr an einer Transaktion und die Blockchain-Peers können diesen Kostenvorteil unter sich aufteilen –, sondern verändert auch das Machtgefüge. Nicht selten wird sogar von einer „Demokratisierung“ gesprochen. „Legitimation“ von Transaktionen erfolgt dann nicht mehr durch eine zentrale Autorität, die womöglich ihre eigenen Interessen verfolgt. Stattdessen wird diese Aufgabe, technisch koordiniert, direkt durch die Nutzer übernommen.</p>
<h2>Blockchain und staatliche Beteiligung an Geschäften</h2>
<p>Insbesondere typische staatliche Beteiligungen an Geschäften lassen sich somit durch die Blockchain abbilden. Bitcoin als „post-staatliche“ Währung, die ohne Zentralbank auskommt, ist sicherlich ein markanter Beleg hierfür. Ebenfalls bereits breit erprobt ist die Nutzung der Technologie im Bereich der Eigentumsrechte an Grund und Boden. Die Blockchain übernimmt hier die Funktion von Grundbuch und Katasteramt. Auch in jenen Teilen der Welt, die nicht über ein uneingeschränkt funktionierendes Rechtssystem sowie über kein verlässliches Katasterwesen verfügen, lässt sich damit eine einfache und lückenlose Protokollierung von Landtiteln und Eigentumsübergängen sicherstellen.</p>
<h2>Blockchain im eGovernment</h2>
<p>Die Funktionalitäten der Blockchain sind natürlich nicht nur für die Transaktion von Geld, Waren und Eigentumsrechten relevant. Die Notwendigkeit, verlässliche Informationsquellen zu schaffen und Verhandlungsergebnisse festzuhalten, besteht auch in anderen Bereichen. So setzte die UNO die Technologie bei der Erfassung und Versorgung syrischer Flüchtlinge in Jordanien ein. Estland, allgemein anerkannt als weltweiter Vorreiter bei der Digitalisierung , nutzt die Blockchain für das eGovernment, unter anderem im Einwohnermeldewesen , und auch in Deutschland wird bereits eine Anwendung auf Verwaltungsprozesse diskutiert.</p>
<h2>Blockchain als Teil des Wahlsystems</h2>
<p>Vor allem aber lässt sich das Prinzip der digitalen Dezentralisierung natürlich ebenso auf den Kern des demokratischen Systems beziehen. Abstimmungen und Wahlprozesse können entsprechend durch eine Blockchain abgebildet und abgesichert werden. Dies wäre dann möglich ohne menschliches Zutun in der Auszählung und „in voller Selbstregulation“ durch die Technologie. Wahlbetrug, so wird argumentiert, wäre dann nicht mehr möglich. Zum Einsatz käme dabei eine „geschlossene Blockchain“, die eine nur einmalige Stimmabgabe je Wahlberechtigten sicherstellt. Diese wird dabei wie eine „Transaktion“ in der oben beschriebenen Logik behandelt, d.h. der Wähler „überträgt“ seine Stimme auf einen zur Wahl stehenden Kandidaten oder eine Entscheidungsoption. Während gewöhnlich eine zentrale Autorität die Stimmen auszählt und auf formale Richtigkeit prüft, würde dies in diesem Fall dezentral über die Wähler erfolgen. Jeder Wahlteilnehmer erhält eine aktualisierte Version der Blockchain und ist damit in der Lage, diese einzusehen und zu überprüfen. Somit ließe sich die Stimmabgabe betrugssicher speichern, da eine Wahlmanipulation ebenso dezentral, auf dem digitalen Endgerät eines jeden einzelnen Wählers, vollzogen werden müsste. Ein Problem bei der Blockchain-Wahl wird oft hinsichtlich der Transparenz der Stimmabgaben gesehen, die zwar wesentlich zum Schutz vor Wahlbetrug beiträgt, aber beispielsweise dem Grundsatz der geheimen Wahl entgegensteht. Dies ließe sich allerdings ähnlich der Anonymisierung beim Bitcoin-Handel lösen, wo Teilnehmer zwar eindeutig und als „unique“ identifiziert werden können, jedoch trotzdem durch eine Codierung („Hashing“) nach außen hin nicht namentlich demaskiert werden. Gleichwohl bleibt damit jede Stimmabgabe einzeln zurechenbar.</p>
<h2>Smart Contracts im politischen System</h2>
<p>Das eigentliche Disruptionspotenzial der Blockchain-Technologie für den demokratischen Prozess liegt jedoch im Zusammenspiel mit den sogenannten „Smart Contracts“. Darunter versteht man technische Transaktionsprotokolle, welche die Einhaltung zuvor definierter Vertragsbestimmungen überwachen sowie autonom und mechanisiert die vereinbarten Konsequenzen ausführen. Menschliches Eingreifen, etwa bei Verletzungen der Vertragsrechte durch eine Partei, ist damit nicht mehr notwendig. Anwendung findet dieses Konzept bereits heute im Bereich der Finanztransaktionen und bei der Abbildung von Copyright-Lizenzen. In der Kombination mit der Blockchain-Technologie wird gewährleistet, dass Smart Contracts auf dezentral verifizierte Daten zugreifen können, um den Eintritt von Vertragsereignissen zu überprüfen und auf dieser Grundlage dann die festgeschriebenen Handlungen zu exekutieren. Durch ein System einer Vielzahl von Blockchain-basierter Smart Contracts ist es sogar denkbar, ganze institutionelle Organisationen mit autonomen Entscheidungswegen abzubilden, sogenannte „Decentralized Autonomous Organizations“ (DAOs), die bereits im Finanzbereich etabliert wurden und deren Steuerung automatisiert auf Basis von Bedingungen erfolgt, welche die Mitglieder durch ein Abstimmungsverfahren im Voraus festlegen.</p>
<h2>Automatismen in der Durchsetzung des Wählerwillens</h2>
<p>Bezogen auf den demokratischen Prozess wäre es damit möglich, Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse der politischen Repräsentanten nicht nur lückenlos und transparent aufzuzeigen, sondern auch einen Automatismus der Exekution des Wählerwillens zu implementieren. Zum einen, wird argumentiert, ließe sich so die „Integrität politischer Entscheidungen“ überwachen, indem die Entscheidungsgrundlagen der politischen Repräsentanten – wie E-Mails, erhaltene Dokumente, etc. – und auch die Geldflüsse im Zusammenhang mit den politischen Entscheidungen lückenlos und unveränderbar dokumentiert werden würden. Dies folgt auch der Überzeugung, dass Transparenz grundlegend ist für die Verhaltensänderung von oft als „träge“ empfundenen staatlichen Institutionen. Zum anderen ließe sich damit eine unverfälschte und konsequente Ausführung der herbeigeführten demokratischen Entscheidungen sicherstellen, frei von nicht legitimierten Filtern, herbeigeführt durch justierend eingreifende Volksvertreter im Nachgang der Abstimmungen. Der sich bereits in der Ökonomie oft als unnötig oder ineffizient erwiesene „Mittelsmann“ wäre damit auch im Bereich des Politischen eliminiert &#8211; die letztliche Konsequenz für die repräsentative Demokratie also ein „Parlament ohne Parlamentarier“.</p>
<h2>Liquid Democracy &amp; Blockchain</h2>
<p>Besondere Relevanz entfaltet die Anwendung von Blockchain und Smart Contracts für den Themenkomplex der „Liquid Democracy“. In Deutschland werden damit vor allem die Bestrebungen der „Piratenpartei“ verbunden, mittels der Verschränkung von direkten und repräsentativen Elementen demokratische Leistungsdefizite zu beheben. Im internationalen Kontext und in einer breiteren, allgemeineren Diskussion beschreibt dieser Ansatz unterschiedliche Ausprägungen der Mandatsgebundenheit, meist mit dem Fokus auf einer stärkeren individuellen Partizipation. Kleinster gemeinsamer Nenner der unter dem Etikett der „Liquid Democracy“ kursierenden Konzepte ist das „Delegated Voting“. Nach diesem Prinzip können die Wahlberechtigten flexibel bestimmen, ob sie ihr Stimmrecht in einer spezifischen Entscheidungssituation selbst ausüben oder an einen Delegierten übertragen, etwa weil jener über die in diesem Fall notwendige Expertise verfügt.</p>
<h2>Smart Contracts für den aggregierten Wählerwillen</h2>
<p>Um auch in großen Wahlsystemen mit vielen Stimmberechtigten effizient zu bleiben, bedarf Liquid Democracy eines leistungsfähigen technischen Verfahrens, das die Stimmdelegation sowie mögliche Inhaltsvereinbarungen speichert und für die Wahlberechtigten transparent hält. Für diese Funktionen ist die Blockchain prädestiniert, zumal sie aufgrund ihrer dezentralen Beschaffenheit auch für ausreichende Wahlsicherheit sorgen kann. Darüber hinaus besteht damit die Möglichkeit, das tatsächliche Wahlverhalten der Delegierten zu verdeutlichen und für alle sichtbar zu machen, indem in der Blockchain archiviert wird, ob diese sich an die Wünsche oder auch Vorgaben der einzelnen Wähler gehalten haben. Auch können auf diese Weise imperative Mandate kreiert und überwacht werden. In der Kombination mit Smart Contracts ist es schließlich sogar denkbar, einen Automatismus zu erzeugen, der den aggregierten Wählerwillen zwingend zur Umsetzung bringt, indem die eigentliche Ausübung des Mandats gar nicht mehr im Verfügungsbereich des Delegierten liegt, sondern die in der Blockchain festgehaltene inhaltliche Bindung zu einer nicht beeinflussbaren Mechanisierung der Abstimmung führt.</p>
<h2>Grenzen von Liquid Democracy</h2>
<p>Das Konzept der Liquid Democracy wurde vielfach kritisiert. Hierzulande bemängelte man vor allem – auch beim vergleichsweise weniger radikalen Vorstoß der Piratenpartei – die Unvereinbarkeit mit dem Prinzip des freien Mandats. Der Ansatz erfuhr aber auch Ablehnung als wenig effizient und praxisnah, da es kaum möglich sei, die Vielzahl an Themen und unterschiedlichen Delegierten zu überblicken und zu koordinieren. Als problematisch erachtet wurde auch die Einbindung der durch Stimmkumulation entstehenden „Superdelegierten“ in ein System von Checks&amp;Balances sowie deren Verantwortlichkeit gegenüber den Wählern. In diesen letzten beiden Fällen zumindest wäre die Blockchain als technische Grundlage und „Vertrauensprotokoll“ geeignet, Abhilfe zu schaffen.</p>
<p>Die Rezeption des Blockchain-Ansatzes darüber hinaus ist in Deutschland eher noch unterentwickelt. Anders in den USA wo die Adaption in der praktischen Diskussion bereits deutlich weiter reicht. Dies soll Gegenstand des <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-im-politischen-system-ein-libertaerer-gegenentwurf/" target="_blank" rel="noopener">nächsten Teils</a> der Artikelreihe sein.</p>
<p>Der Text ist ein Auszug aus:</p>
<p><strong>Wagener, Andreas (2018): Politische Disruption: Die Digitalisierung der Politik und die libertäre Technologie der Blockchain</strong>. In: Liebold, Sebastian / Mannewitz, Tom / Petschke, Madeleine / Thieme, Tom (Hrsg.): Demokratie in unruhigen Zeiten, Baden Baden, 2018, S. 387 &#8211; 398</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:</p>
<p><strong>Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof am 17.10.2018:<br />
&#8222;Willkommen in der Matrix! Wie KI und Blockchain in der Industrie 4.0 zusammenwachsen&#8220;</strong><br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/aAg44C6-oWo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof am 22.10.2016 Industrie 4.0, Datenökonomie und Künstliche </strong><strong>Intelligenz: Wie Daten und Algorithmen Wirtschaft und Gesellschaft verändern:</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/_kfXmqJevFs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ad1.adfarm1.adition.com/tagging?type=image&amp;network=196&amp;tag[nerdwaerts.nerdwaerts]=markiert" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/die-blockchain-als-disruptive-innovation-in-der-politik/">Die Blockchain als disruptive Innovation in der Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Künstliche Intelligenz &#038; Blockchain: Chance für die Medienbranche?</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2018/01/kuenstliche-intelligenz-blockchain-ein-chance-fuer-die-medienbranche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2018 07:20:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blockchain und Künstliche Intelligenz sind derzeit die &#8222;Buzzwords&#8220; schlechthin, wenn es um Gegenwart und Zukunft der Digitalisierung geht. Das Zusammenspiel dieser beiden Technologien dürfte jedoch für eine völlig neue Qualität in der Digitalen Transformation sorgen &#8211; zum Beispiel in der Medienbranche. Künstliche Intelligenz in aller Munde Kaum eine Diskussion um die Zukunft der Digitalisierung kommt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blockchain und Künstliche Intelligenz sind derzeit die &#8222;Buzzwords&#8220; schlechthin, wenn es um Gegenwart und Zukunft der Digitalisierung geht. Das Zusammenspiel dieser beiden Technologien dürfte jedoch für eine völlig neue Qualität in der Digitalen Transformation sorgen &#8211; zum Beispiel in der Medienbranche.</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/c23cfa42eea44a489d1bdafee01ab4bd" alt="" width="1" height="1" /><br />
<span id="more-1267"></span></p>
<h2>Künstliche Intelligenz in aller Munde</h2>
<p>Kaum eine Diskussion um die Zukunft der Digitalisierung kommt in jüngster Zeit ohne den Begriff der „<a href="https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&amp;v=_kfXmqJevFs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Künstlichen Intelligenz</a>“ („KI“) aus. Dahinter verbirgt sich in der Regel die Fähigkeit autonomer digitaler Systeme, Muster und Logiken zu erkennen (etwa in Texten oder Bildern), auf dieser Basis eigenständig Entscheidungen zu treffen und aus den daraus resultierenden Aktionen selbsttätig Verbesserungen abzuleiten, also de facto – zu lernen.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/c23cfa42eea44a489d1bdafee01ab4bd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h2>Medienunternehmen und Künstliche Intelligenz</h2>
<p>Gerade auch für Medienunternehmen ergeben sich daraus neue Szenarien: sei es, dass Inhalte per lernendem Algorithmus personalisiert und maßgeschneidert an den Nutzer ausgeliefert werden oder dass <a href="http://nerdwaerts.de/2017/12/amazon-als-hueter-des-datenschutzes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chatbots </a>&#8211; oder deren Hardware-gewordene Version in Form von Amazons „Echo“ und dem Sprachassistenten „Google Home“ – die bisherige meist eher einseitige mediale Informationsvermittlung in einen Dialog wandeln. Die branchenspezifischen Spielregeln könnten sich jedenfalls – wieder mal – nachhaltig ändern. In erster Linie dürfte es dabei um eine Verbesserung oder Erweiterung des medialen Angebots gehen. Aber Künstliche Intelligenz wird auch zunehmend die Prozesse in Herstellung und Vertrieb beeinflussen, indem entsprechende Systeme immer mehr Tätigkeiten automatisiert übernehmen. Auch bei der Preisgestaltung – Stichwort „Dynamic Pricing“ – kommt KI zunehmend zum Einsatz und reduziert damit den menschlichen Anteil an der Entscheidungsfindung.</p>
<h2>&#8222;Buzzword-Hochzeit&#8220;? Blockchain &amp; Künstliche Intelligenz</h2>
<p>Besonders spannend wird es jedoch, wenn Künstliche Intelligenz mit einem anderen „Buzzword-Thema“ zusammenwächst – der <a href="http://nerdwaerts.de/2017/11/1248/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blockchain</a>. Der Technologie, die der lückenfreien Abbildung der Transaktionen etwa bei der Kryptowährung Bitcoin dient, wird ja nun seit geraumer Zeit ein erhebliches „Disruptionspotenzial“ zugesprochen. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Datenbank, die Informationen an einer zentralen Stelle verwaltet, werden die Daten über die <a href="http://nerdwaerts.de/2017/11/1248/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blockchain </a>„distribuiert“, also das Abbild der vorgenommenen Transaktionen an alle Netzwerkteilnehmer verteilt. Damit sind sämtliche Vorgänge lückenlos gespeichert und für jeden einsehbar.</p>
<h2>Blockchain im Programmatic Advertising</h2>
<p>In den USA findet dies bereits im Daten getriebenen Marketing, beim „Programmatic Advertising“, Anwendung. Hier versuchen erste Anbieter dezentral und automatisiert Werbeflächen zu vermarkten. Damit ist es grundsätzlich möglich, das bisher zentralistisch organisierte Marktsystem aufzubrechen: Die Transaktionsinformationen werden in einer Blockchain gespeichert und Pricing und Bietverhalten autonom über lernende digitale Systeme abgewickelt.</p>
<h2>Digitale Medien und Blockchain</h2>
<p>Analog lässt sich dieses Prinzip auf „Paid Content“-Strategien übertragen. Vorreiter ist hier aktuell die Musikbranche. Einzelne Musikdateien oder sogar bloß Teile davon, etwa ein Gitarren-Riff oder eine „bassline“, werden dezentral für verschiedene Zielgruppen – Endverbraucher, Rechteverwerter, kommerzielle Nutzer – feilgeboten. Die Blockchain ermöglicht auch hier die Transaktionsdokumentation und erlaubt sogar ein dezentrales Rechtemanagement. Über lernende Algorithmen kann man die Angebotsanalyse und den Marktmechanismus abbilden. Diese Prinzipien ließen sich sicherlich auch auf weitere Segmente der Medienbranche übertragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Thema im Detail: Blockchain in der Musik- und Medienindustrie</strong><br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/wMZ3bw4eKeE?start=2346" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2></h2>
<h2>Blockchain, Smart Contracts und Künstliche Intelligenz als &#8222;Game Changer&#8220;</h2>
<p>Die Blockchain und die damit verbundene automatische Exekutierung von Verträgen via &#8222;Smart Contracts&#8220; &#8211; könnte im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz tatsächlich zum &#8222;Game Changer&#8220; werden &#8211; nicht nur im Bereich der Medien. Vielleicht bedarf es gerade dieser Kombination, um den einzelnen Technologie tatsächlich im ökonomischen Alltag zu verankern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/01/kuenstliche-intelligenz-blockchain-ein-chance-fuer-die-medienbranche/">Künstliche Intelligenz &#038; Blockchain: Chance für die Medienbranche?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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		<title>Blockchain &#038; KI: auf dem Weg zur Industrie 5.0?</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2018/01/industrie-5-0/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jan 2018 12:43:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie 4.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die digitalen Schlüsseltechnologien „Künstliche Intelligenz“ (KI) und „Blockchain“ sind derzeit in aller Munde. Spannend wird es aber, wenn diese beiden Felder zusammenwachsen. Daraus ergeben sich insbesondere für das Internet der Dinge interessante Perspektiven. Sind wir auf dem Weg zu einer weiteren industriellen Revolution &#8211; der Industrie 5.0? KI &#38; Blockchain Über Künstliche Intelligenz (KI) wie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/01/industrie-5-0/">Blockchain &#038; KI: auf dem Weg zur Industrie 5.0?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die digitalen Schlüsseltechnologien „Künstliche Intelligenz“ (KI) und „Blockchain“ sind derzeit in aller Munde. Spannend wird es aber, wenn diese beiden Felder zusammenwachsen. Daraus ergeben sich insbesondere für das Internet der Dinge interessante Perspektiven. Sind wir auf dem Weg zu einer weiteren industriellen Revolution &#8211; der Industrie 5.0?</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/c23cfa42eea44a489d1bdafee01ab4bd" alt="" width="1" height="1" /><br />
<span id="more-1274"></span></p>
<h2>KI &amp; Blockchain</h2>
<p>Über <a href="http://nerdwaerts.de/2016/11/industrie-4-0-datenoekonomie-und-kuenstliche-intelligenz-wie-daten-und-algorithmen-wirtschaft-und-gesellschaft-veraendern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Künstliche Intelligenz</a> (KI) wie auch über <a href="http://nerdwaerts.de/2017/11/1248/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blockchain </a>und die damit verbundenen Smart Contracts wird derzeit viel gesprochen. Während KI die Nutzung von Daten und die automatisierte Entscheidungsfindung mittels lernender Systeme beschreibt, findet die Blockchain Anwendung bei der lückenfreien Abbildung von Transaktionen &#8211; etwa bei der Kryptowährung Bitcoin. Dabei werden im Gegensatz zu einer herkömmlichen Datenbank, welche die Informationen an einer zentralen Stelle verwaltet, die Daten dezentral „distribuiert“, also das Abbild der vorgenommenen Transaktionen an alle Netzwerkteilnehmer verteilt. Damit sind sämtliche Vorgänge lückenlos gespeichert und für jeden einsehbar.</p>
<h2>Private Blockchain für die Supply Chain &#8211; meist wenig sinnvoll</h2>
<p>Besonders vielversprechend erscheint die Verwendung der Blockchain für industrielle Prozesse etwa im Rahmen der &#8222;<a href="http://nerdwaerts.de/2015/11/standort-deutschland-industrie-4-0-und-die-digitalisierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Industrie 4.0</a>&#8222;. Damit geht es bei einer sinnvollen Anwendung dieser Technologie allerdings gerade eben nicht um die leidigen Versuche, eine Supply-Chain &#8211; sinnfreier Weise &#8211; mit der Hilfe einer „Private Blockchain“ statt einer hier meist viel besser geeigneten zentralen Datenbank abzubilden – auch wenn uns das viele große Tech-Unternehmen als die goldene Zukunft verkaufen wollen. Vielmehr liegt die Chance in der Dezentralisierung des (Industrial) Internet of Things und der Ermöglichung dezentraler, direkter Transaktionen zwischen den einzelnen vernetzten „Dingen“, Geräten und Maschinen. Als eigenständig lernende, intelligente Mechanismen werden diese mit der Kombination von KI und Blockchain in die Lage versetzt, ihre eigene Wertschöpfung zu verwalten.</p>
<h2>M2M Payment im Internet der Dinge</h2>
<p>Im Wege von Machine-to-Machine-Payment (M2M) könnte eine Maschine die notwendigen Vorprodukte autonom im „Internet der Dinge“ einkaufen und erhielte bei Übergabe des durch sie erstellten fertigen Produktes eine entsprechende Gutschrift. So entsteht eine dezentrale, unabhängige Konto- und Transaktionsverwaltung der einzelnen „Dinge“ untereinander. Dies könnte etwa für die Dezentralisierung des Strommarktes den entscheidenden Impuls setzen – wenn die technische <a href="http://nerdwaerts.de/2017/11/die-akzeptanz-von-smart-meter-als-voraussetzung-fuer-energie-4-0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Smart-Energy-Infrastruktur</a> im Eigenheim eigenständig und ohne Mittelsmann an den Märkten Strom an- und verkauft und sich dabei selbsttätig permanent „optimiert“.</p>
<h2>Autonome Maschinen: der &#8222;Roboter auf der Walz&#8220;?</h2>
<p>Auch völlig neue Anwendungen im Micropayment sind denkbar. So ließe sich das eigene Smartphone als kommerzieller Hotspot feilbieten, indem dieses automatisiert WLAN-Zugang für andere Nutzer bereitstellt und die Geräte wechselseitig die entstehenden Kosten selbst verrechnen. In letzter Konsequenz erscheint dann sogar eine Vision von sich selbst verwaltenden Maschinen und Geräten plausibel, die durch die Lande ziehen, um sich und ihre Leistungen anzudienen und dabei ein autonomes Eigenleben führen – gewissermaßen wie ein „Roboter auf der Walz“.</p>
<h2>Industrie 5.0: autonome Maschinen als Wirtschaftsteilnehmer</h2>
<p>Damit wären wir der Vision völlig eigenständiger künstlicher Intelligenzen ein entscheidenden Schritt näher. Diese würden nicht nur unabhängige Entscheidungen treffen, sondern wären auch in der Lage, die daraus resultierenden Handlungen durch eigene Transaktionen zu begleiten. Ausgestattet mit einem eigenen Budget könnten einzelne Geräte und Maschinen selbsttätig am Wirtschaftskreislauf teilnehmen. Das käme sicherlich einer weiteren industriellen Revolution gleich &#8211; der Automatisierung der Automation oder der &#8222;Industrie 5.0&#8220;.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/c23cfa42eea44a489d1bdafee01ab4bd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong>Zum Thema im Detail: Blockchain, Industrie 5.0 &amp; das Internet der Dinge </strong><br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/wMZ3bw4eKeE?start=2346" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2018/01/industrie-5-0/">Blockchain &#038; KI: auf dem Weg zur Industrie 5.0?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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