<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DLT Archive - Nerdwärts.de</title>
	<atom:link href="https://nerdwaerts.de/tag/dlt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://nerdwaerts.de/tag/dlt/</link>
	<description>Digitaler Wandel &#38; Digitale Bildung</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Mar 2026 08:13:25 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/01/cropped-ASCII-Kompass_AW-32x32.gif</url>
	<title>DLT Archive - Nerdwärts.de</title>
	<link>https://nerdwaerts.de/tag/dlt/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Plattformökonomie ohne Plattform: Wie DAOs die Industrie 4.0 effizienter gestalten könnten.</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2025/12/plattformoekonomie-ohne-plattform-wie-daos-die-industrie-4-0-effizienter-gestalten-koennten/</link>
					<comments>https://nerdwaerts.de/2025/12/plattformoekonomie-ohne-plattform-wie-daos-die-industrie-4-0-effizienter-gestalten-koennten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2025 10:42:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie 4.0]]></category>
		<category><![CDATA[Internet of Things]]></category>
		<category><![CDATA[#profwag]]></category>
		<category><![CDATA[AI]]></category>
		<category><![CDATA[DAO]]></category>
		<category><![CDATA[Datenökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[DLT]]></category>
		<category><![CDATA[Internet der Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nerdwaerts.de/?p=2100</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Einsatz von Blockchain und Smart Contracts ermöglicht auch den Aufbau und Betrieb dezentraler autonomer Organisationen, sogenannter DAOs, die auf Grundlage eines zuvor fixierten Regelsystems automatisiert Entscheidungen treffen und an den Märkten als eigenständige Institution agieren können. Während DAOs in anderen Bereichen – in der Finanzwirtschaft und in der Creator-Economy – bereits regelmäßig zum Einsatz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2025/12/plattformoekonomie-ohne-plattform-wie-daos-die-industrie-4-0-effizienter-gestalten-koennten/">Plattformökonomie ohne Plattform: Wie DAOs die Industrie 4.0 effizienter gestalten könnten.</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Der Einsatz von Blockchain und Smart Contracts ermöglicht auch den Aufbau und Betrieb dezentraler autonomer Organisationen, sogenannter DAOs, die auf Grundlage eines zuvor fixierten Regelsystems automatisiert Entscheidungen treffen und an den Märkten als eigenständige Institution agieren können. Während DAOs in anderen Bereichen – in der Finanzwirtschaft und in der Creator-Economy – bereits regelmäßig zum Einsatz kommen, ist im industriellen Umfeld eine entsprechende Nutzbarmachung bislang kaum zu verzeichnen. Dabei bietet gerade die Vernetzung durch das „Internet der Dinge“ hierfür sinnvolle Anknüpfungspunkte. Der Beitrag befasst sich mit den möglichen wirtschaftlichen Adaptionsansätzen und lotet potenzielle Geschäftsmodelle aus, die sich aus der Errichtung von DAOs in der „Industrie 4.0“ ergeben könnten.</strong></p>



<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/10fdfd32dff24b8980301c8690d600d9" width="1" height="1" alt="">



<span id="more-2100"></span>



<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/10fdfd32dff24b8980301c8690d600d9" width="1" height="1" alt="">



<p>Die vermutlich erstmalig bei der Kryptowährung Bitcoin – mit dem Rückgriff auf die <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-ohne-mining-wie-der-blick-auf-bitcoin-blockchain-unnoetig-verkompliziert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blockchain</a>-basierten Verfahren zur Verifzierung von Transaktionen &#8211; zum Einsatz gekommene „Distributed-Ledger-Technology“ („DLT“) hat sich heute auch jenseits finanzwirtschaftlicher Szenarien etabliert – etwa bei der Fixierung von „Eigentumsrechten“ an digitalen Gütern (NFTs) oder auch im Rahmen der Diskussion um ein zu errichtendes dezentrales „Web3“. Besonders vielversprechend erscheint der Rückgriff auf DLT im Rahmen industrieller Prozesse im Rahmen der „<a href="https://nerdwaerts.de/?s=Industrie+4&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Industrie 4.0</a>“. Eine große Zahl an entsprechenden „Blockchain-Projekten“ wurde in den vergangenen Jahren losgetreten. Häufig geschah dies allerdings mit der Umsetzung in Form von „Private Blockchains“, eigentlich einer Negierung des auf Dezentralisierung beruhenden DLT-Prinzips, welches ja eben gerade auf die Ausschaltung mächtiger Gatekeeper im System zielt. Andere Ansätze, beispielsweise im Supply-Chain-Bereich, nutzten die Technologie zur „fixierten“ Dokumentierung von Übergabepunkten, wobei hier in den allermeisten Fällen eine herkömmliche zentrale Datenbank vermutlich die bessere und effizientere Lösung gewesen wäre. Man kann wohl behaupten, dass das Potenzial der DLT bislang im Industrieumfeld noch nicht voll ausgeschöpft worden ist. Und womöglich bedarf es hier weiterführender Denkansätze und Strategien, die den aktuellen Entwicklungsstand aufnehmen und gezielt auf neue Anwendungsszenarien übertragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Automatische Exekution von Verträgen: Smart Contracts</h2>



<p>Im Rahmen von industriellen und ökonomischen Prozessen wird seit geraumer Zeit bereits auf sogenannte „<a href="https://nerdwaerts.de/?s=Smart+Contracts&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Smart Contracts</a>“ zurückgegriffen: Darunter versteht man technische Transaktionsprotokolle, welche die Einhaltung zuvor definierter Vertragsbestimmungen überwachen sowie autonom und mechanisiert die vereinbarten Konsequenzen ausführen. Die Anwendung des hier zugrundeliegenden, der Computerprogrammierung entlehnten IFTTT-Prinzips („if this … then that…“, „Wenn-Dann-Kausalität“) basiert auf der Annahme, dass sich zuvor definierte – und legitimierte – Entscheidungsmuster auf spätere Situationen anwenden lassen (vgl. „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Code_and_Other_Laws_of_Cyberspace" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Code is Law</a>“). Die nachfolgende Exekution anstehender Entscheidungen kann dann idealerweise autonom erfolgen, ohne dass es eines weiteren menschlichen Eingreifens zwingend bedürfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">DAOs als institutionalisierte Smart Contracts</h2>



<p>Durch ein integriertes System aus einer Vielzahl dieser Smart Contracts ist es möglich, ganze Organisationen mit autonomen,<a href="http://: https://blog.ethereum.org/2015/12/04/ethereum-in-practice-part-2-how-to-build-a-better-democracy-in-under-a-100-lines-of-code/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> vollständig mechanisierten, dezentralen Entscheidungsstrukturen abzubilden</a>, sogenannte „Decentralized Autonomous Organisations“ (DAOs). Während auf diese Organisationsformen in der Vergangenheit vor allem in der Finanzwirtschaft, für Fonds und für die Tätigung von Investitionen zurückgegriffen wurde, haben sich inzwischen auch weitere Einsatzfelder für DAOs <a href="https://www.alchemy.com/blog/types-of-daos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">entwickelt</a>. Zum Teil weisen diese eher einen genossenschaftlichen Charakter auf, wie etwa die „Creator-DAOs“, beispielsweise „Friends-With-Benefits“, eine DAO, die im Wesentlichen verschiedene Freelancer aus dem Digitalumfeld zusammenführt und deren Talente gebündelt auf die Märkte bringt. Aber auch die Verfolgung und Finanzierung politischer Ziele können Zweck einer DAO sein, wie etwa die „Assange-DAO“, die US-$ 53 Mio. für die Freilassung von Wikileaks-Gründer Julian Assange <a href="https://de.cointelegraph.com/news/53-million-raised-for-assange-showed-the-power-of-daos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einsammelte</a>.</p>



<p>Die Steuerung von DAOs erfolgt automatisiert auf Basis von Bedingungen, welche die Mitglieder bzw. Teilhaber durch ein <a href="http://dx.doi.org/10.2139/ssrn.3082055" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Abstimmungsverfahren</a> im Vorfeld von Entscheidungssituationen festlegen. Meist wird über eingebrachte Vorschläge mittels &nbsp;nach kumulierten Eigentumsrechten und Kapitaleinlagen gewichteten Stimmen und unter der Maßgabe der Einhaltung eines bestimmten Quorums entschieden, wenngleich auch <a href="https://medium.com/daostack/voting-options-in-daos-b86e5c69a3e3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">andere Stimmrechtsprinzipien (z.B. nach erworbener Reputation) denkbar sind</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">DAOs in der Industrie 4.0</h2>



<p>Das Prinzip der DAOs ließe sich gut auf die Anforderungen der Industrie 4.0 übertragen. Wenn DAOs Organisationsformen zur mechanisierten Abwicklung von standardisierten Abläufen repräsentieren, so läge eine Chance in der Institutionalisierung der Prozesse des (Industrial) Internet of Things und der Ermöglichung dezentraler, direkter Transaktionen zwischen den einzelnen vernetzten „Dingen“, Geräten und Maschinen. Die DAO könnte hier gewissermaßen als Klammer und strukturgebender Rahmen dienen, der, auf Basis eines Systems ineinandergreifender Smart Contracts, eine „autonome Ordnung der Maschinen“ sicherstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Blockchain 3.0: Gerichtete Azyklische Graphen</h2>



<p>Schon seit längerem wird an der dafür notwendigen technischen Basis gearbeitet: Während man von der Bitcoin-Blockchain manchmal als „Blockchain 1.0“ und von Ethereum, aufgrund des zugrundeliegenden, jedwede Art von Smart Contracts ermöglichenden „General Purpose“-Ansatzes, von „Blockchain 2.0“ spricht, hat sich mit der DAG-Technologie („Directed Acyclic Graph“) eine neue Stufe der Weiterentwicklung etabliert, die in der Vergangenheit auch mit „Blockchain 3.0“ <a href="https://ieeexplore.ieee.org/document/8758979" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bezeichnet wurde</a>. Derartige Ansätze, wie sie beispielsweise in unterschiedlicher Ausprägung von IOTA, IOTChain, Byteball oder DAGCOIN vertreten werden, zielen vor allem auf das „Internet der Dinge“, um dort Transaktionen zwischen einzelnen Maschinen und Geräten dezentral abzubilden. Für diese Vorgänge ist weder die Zeit noch die notwendige Energie für ein aufwändiges Mining- und Validierungsverfahren vorhanden. Zudem gestalten sich die Anforderungen an die Manipulationssicherheit hier weit weniger kritisch als dies bei einem digitalen Geldsystem wie Bitcoin der Fall ist. Damit kann es grundsätzlich gelingen, einige der Kinderkrankheiten der vorangegangenen Blockchain-Protokolle über Bord zu werfen.</p>



<p>Weniger formal streng als die vorangegangenen Ansätze, ermöglichen die „Gerichteten Azyklischen Graphen“, eine Blockchain-ähnliche Struktur, in der weiterhin die Transaktionen transparent, chronologisch und unveränderbar in einem Netzwerk gespeichert werden. Statt eines komplexen Mining-Verfahrens wird die Validierung der Transaktionen aber durch andere Maßnahmen incentiviert, etwa indem Teilnehmer nur dann Transaktionen selbst durchführen können, wenn sie zuvor selbst mehrere Transaktionen anderer Teilnehmer überprüft und freigegeben haben. Gleichzeitig eliminiert man damit typische Probleme der Distributed-Ledger-Technologie, wie etwa den hohen Verbrauch an Energie- und Zeitressourcen beim Mining, und man umgeht gleichzeitig auch das „51%-Problem“, wonach, sobald ein einzelner Akteur mehr als die Hälfte der „Mining-Macht“ im System erreicht hat, er dieses dominieren kann und damit die Dezentralität letztlich „aushebelt“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">M2M-Austausch im Internet der Dinge</h2>



<p>Wenn Maschinen eigenständig miteinander kommunizieren und in der Lage sind, dabei unabhängig vom menschlichen Eingriff Transaktionen untereinander auszuführen, birgt dies erhebliches Veränderungspotenzial. Im Wege von Machine-to-Machine-Payment (M2M) könnte eine Maschine die notwendigen Vorprodukte autonom im „Internet der Dinge“ einkaufen und erhielte bei Übergabe des durch sie erstellten fertigen Produktes eine entsprechende Gutschrift. Auf diese Weise entstünde eine dezentrale, unabhängige Konto- und Transaktionsverwaltung der einzelnen „Dinge“ untereinander.</p>



<p>Eine Industrie-DAO, die verschiedene maschinelle Systeme unter einem institutionellen Dach vereint, würde die heutige betriebliche Organisation auf den Kopf stellen. Im Binnenverhältnis führte dies zu einer deutlich fortgeschritteneren Automatisierung. Fertigung und Logistik wären keine losgelösten Einheiten mehr, sondern würden zu integrierten Abläufen verschmolzen – bestehende fixierte Strukturen würden zu interdependenten Prozessen. Das alte Versprechen des „Internets der Dinge“, von den sich selbst wartenden und eigenständig Nachschub beschaffenden Maschinen könnte damit endlich auch organisatorisch eingelöst werden. Buchführung und Controlling stünden nun eigene maschinenspezifischen Kosten- und Leistungsträger sowie eigene Profitcenter je Einheit zur Verfügung. Management und betriebliche Steuerung hätten damit direkten und ungefilterten Zugriff auf die internen Wertschöpfungsprozesse. Nach außen verkörperte eine entsprechende DAO eine eigene, „souveräne“ Instanz, die prinzipiell als unabhängige Schnittstelle fungiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Organisation von Industriekooperation durch DAOs</h2>



<p>Aber auch eine Kooperation bei Fertigung und Logistik verschiedener Teilhaber ließe sich damit realisieren, indem die jeweiligen Beteiligten auf Grundlage eines zuvor abgestimmten Regelwerkes ihren individuellen Beitrag am Gesamtprozess – maschinelle Ressourcen und arbeitsteilige Leistungen – einbringen. Dadurch entstünden neue Organisationsformen, die auch neue Geschäftsmodelle, innerhalb und außerhalb dieser dezentralen Organisationen ermöglichten. Ab einer kritischen Größe der DAO – also ausreichend eingebrachter und verfügbarer Kapazitäten – führt die Dezentralität zu einer hohen Flexibilität in der Ressourcenplanung auf der Seite potenzieller Nachfrager. Verschiedene in einer DAO organisierte Anbieter dieser maschinellen Ressourcen könnten über Smart Contracts und entsprechende Regelwerke ihre Kapazitäten dem Markt institutionalisiert zur Verfügung stellen. Denkbar wäre dabei auch die Einführung automatisierter Auktionen, wie sie aus dem Werbeflächenhandel im <a href="https://nerdwaerts.de/2016/01/targeting-big-data-programmatic-advertising-als-antwort-auf-die-fragmentierung-der-zielgruppen-zielgruppenfragmentierung-und-mediaplanung-im-digitalen-zeitalter-57/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Programmatic Advertising</a>, insbesondere bei Google oder auch bei Facebook, bekannt sind. Dabei werden die Preise maschinell, eigenständig auf Basis der erhobenen Marktdaten und Kapazitätsauslastungen, und <a href="https://nerdwaerts.de/2020/11/media-planung-programmatic-advertising-und-ki/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dynamisch ermittelt</a>. Die auf dieser Grundlage zustande gekommenen Transaktionen würden in einem Distributed Ledger fixiert und das entsprechende Entgelt dann nach Vertragserfüllung automatisch dem „Kontobuch“ der jeweiligen Leistungseinheit gutgeschrieben. Ohne Rückgriff auf einen Intermediär, der für seine Tätigkeit der Marktorganisation ein Entgelt beanspruchen könnte, hätte man damit eine Wertschöpfungsorganisation für die Industrie geschaffen – eine Plattformökonomie ohne Plattform.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein neuer Wirtschaftssektor autonomer Maschinen?</h2>



<p>Ausgestattet mit einem eigenen Budget und einer autonomen Kapazitätserfassung wären einzelne Geräte und Maschinen damit zudem in der Lage, selbsttätig am Wirtschaftskreislauf teilzunehmen. Diese „Automatisierung der Automation“ könnte in letzter Konsequenz sogar in einer autonomen „Maschinenwirtschaft“ münden, in der intelligente Industriesysteme untereinander Prozesse und Güterströme eigenständig organisieren und abwickeln. Ein neuer, eigener Wirtschaftssektor wäre geboren.</p>



<p>Die damit verbundenen Auswirkungen wären sehr weitreichend. Unabhängig von ihrer Bewertung gewännen viele in der Vergangenheit diskutierte – und oft verworfene – Konzepte und Ideenansätze eine neue Relevanz. Denn auf einmal würden Themen wie die „Besteuerung von Maschinen“ und auch das „Bedingungslose Grundeinkommen“ eine ganz andere Aktualität und womöglich auch Plausibilität besitzen.</p>



<p>Dies setzt allerdings voraus, dass „Blockchain“ und das DLT-Konzept breiter gedacht werden als bisher. Die Chancen und neue Geschäftsmodelle in diesem Kontext liegen in der effizienten Kooperation der Marktteilnehmer – und nicht in betrieblichen Insellösungen.&nbsp;</p>



<p></p>



<p><strong>Mehr zum Thema: Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Willkommen in der Matrix! Wie KI und Blockchain in der Industrie 4.0 zusammenwachsen&#8220;:    </strong></p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/aAg44C6-oWo" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe>
<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/10fdfd32dff24b8980301c8690d600d9" width="1" height="1" alt="">



<p><strong>Der neueste Vortrag von Andreas Wagener: &#8222;Von Cyborgs und Digitalen Lebewesen: Wie generative KI&amp;VR menschliches Leben (und Sterben) verändern&#8220;:  </strong></p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/2tjGPVbKElM?si=tVOpJ9AERWG_MVk3" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>

<!-- nerdwaerts-affiliate-block -->

<hr/><h3>Weiterfuehrende Literatur</h3><table style="width:100%;border-collapse:collapse;"><tr><td style="padding:10px;vertical-align:top;width:33%;"><a href="https://www.amazon.de/dp/3868816739/?tag=nerdwaerts-21" target="_blank" rel="nofollow"><strong>Das Zeitalter des Ueberwachungskapitalismus</strong></a><br/><em>Shoshana Zuboff</em><br/><small>Pflichtlektuere fuer alle, die die politische Oekonomie von Google, Meta und Co. verstehen wollen.</small></td><td style="padding:10px;vertical-align:top;width:33%;"><a href="https://www.amazon.de/dp/3499632942/?tag=nerdwaerts-21" target="_blank" rel="nofollow"><strong>Technofeudalism</strong></a><br/><em>Yanis Varoufakis</em><br/><small>Hat der Kapitalismus dem Cloud-Feudalismus Platz gemacht? Eine provokante und erhellende Analyse.</small></td><td style="padding:10px;vertical-align:top;width:33%;"><a href="https://www.amazon.de/dp/3446479228/?tag=nerdwaerts-21" target="_blank" rel="nofollow"><strong>KI 2041</strong></a><br/><em>Kai-Fu Lee, Chen Qiufan</em><br/><small>Szenarien fuer die KI-Gesellschaft der Zukunft.</small></td></tr></table>
<div style="background:#f8f7f2;border-left:3px solid #b8972a;padding:10px 15px;margin:20px 0;font-size:0.88em;color:#555;"><strong>Hinweis:</strong> Dieser Artikel enthaelt Affiliate-Links zu Amazon. Wenn Sie ueber diese Links kaufen, erhalte ich eine kleine Provision &#8211; fuer Sie entstehen keine Mehrkosten.</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2025/12/plattformoekonomie-ohne-plattform-wie-daos-die-industrie-4-0-effizienter-gestalten-koennten/">Plattformökonomie ohne Plattform: Wie DAOs die Industrie 4.0 effizienter gestalten könnten.</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nerdwaerts.de/2025/12/plattformoekonomie-ohne-plattform-wie-daos-die-industrie-4-0-effizienter-gestalten-koennten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zeit für Utopien: Solarpunk – eine erstrebenswerte Zukunft mit KI und Nachhaltigkeit</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2025/09/zeit-fuer-utopien-solarpunk-eine-erstrebenswerte-zukunft-mit-ki-und-nachhaltigkeit/</link>
					<comments>https://nerdwaerts.de/2025/09/zeit-fuer-utopien-solarpunk-eine-erstrebenswerte-zukunft-mit-ki-und-nachhaltigkeit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 07:16:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie 4.0]]></category>
		<category><![CDATA[Internet of Things]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[#profwag]]></category>
		<category><![CDATA[AI]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberpunk]]></category>
		<category><![CDATA[Datenökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Distributed Ledger]]></category>
		<category><![CDATA[DLT]]></category>
		<category><![CDATA[Internet der Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Solar]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpunk]]></category>
		<category><![CDATA[Steampunk]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nerdwaerts.de/?p=2424</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es scheint so, als sei Optimismus angesichts der aktuellen Weltlage unangebracht. Aber vielleicht brauchen wir gerade deshalb wieder mehr positive Narrative?&#160;Jenseits aller politischen Sichtweisen ist unbestreitbar, dass die technischen Entwicklungen der letzten Jahre, insbesondere auch im Kontext der Digitalisierung, in der Lage sind, die gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen maßgeblich zu beeinflussen. Neben den vielen diskutierten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2025/09/zeit-fuer-utopien-solarpunk-eine-erstrebenswerte-zukunft-mit-ki-und-nachhaltigkeit/">Zeit für Utopien: Solarpunk – eine erstrebenswerte Zukunft mit KI und Nachhaltigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Es scheint so, als sei Optimismus angesichts der aktuellen Weltlage unangebracht. Aber vielleicht brauchen wir gerade deshalb wieder mehr positive Narrative?&nbsp;Jenseits aller politischen Sichtweisen ist unbestreitbar, dass die technischen Entwicklungen der letzten Jahre, insbesondere auch im Kontext der Digitalisierung, in der Lage sind, die gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen maßgeblich zu beeinflussen. Neben den vielen diskutierten dystopischen Szenarien gibt es aber auch positive, ausdrücklich lebensbejahende Ansätze. Als zunehmend prominent werdendes Beispiel sticht dabei die Vision des Solarpunk heraus. KI kann dabei eine wichtige Rolle spielen.</strong></p>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/623b636f509a4d969e038e774683fbc8" width="1" height="1" alt="">



<span id="more-2424"></span>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/623b636f509a4d969e038e774683fbc8" width="1" height="1" alt="">



<p>Solarpunk kann als positives Zukunftsszenario begriffen werden, das sich konstruktiv mit dem ökologischen und ökonomischen Status Quo auseinandersetzt und der Überzeugung folgt, dass technologischer Fortschritt und ökologische Regeneration miteinander vereinbar sind. Anstatt angesichts düsterer Entwicklungsprojektionen in Schockstarre zu verfallen, wird versucht, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie eine lebenswerte Post-Carbon-Gesellschaft tatsächlich aussehen könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Steampunk, Cyperpunk – Solarpunk</strong></h2>



<p>Der Begriff des Solarpunk <a href="https://republicofthebees.blogspot.com/2008/04/from-steampunk-to-solarpunk.html">orientiert sich an dem ähnlich gelagerten Phänomen des Steampunks</a>, welches wiederum seinen Ursprung in den dystopischen Narrativen des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cyberpunk">Cyberpunks</a> hat. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steampunk">Steampunk</a> steht für eine alternative Zukunft (oder Welt), in der Dampftechnologie wie auch andere Entwicklungen aus der „Viktorianischen Ära“ – viele Steampunk-Szenarien sind im angelsächsischen Kulturraum im zeitlichen Kontext des 19. Jahrhunderts angesiedelt – nicht durch ölbasierte Technologien verdrängt wurden. Elektrizität spielt hier meist allenfalls als aufkommende, aber noch nicht realisierte Technikvision eine Rolle.</p>



<p>Der Wortteil „punk“ kann dabei verschiedene Bedeutungen haben. Einerseits wird auf die dem Erzählkosmos oft zugrundeliegenden „do-it-yourself“-Ansätze angespielt, andererseits – und hier lassen sich Überschneidungen mit dem Cyberpunk ausmachen – betont dies einen gewissen disruptiven Charakter, nämlich eine Haltung, welche der jeweils vorherrschenden Gesellschaftsform tendenziell kritisch gegenübersteht oder diese gänzlich ablehnt.</p>



<p>Wie beim Cyberpunk, der vor allem auf die Science-Fiction-Werke von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/William_Gibson">William Gibson</a> (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neuromancer-Trilogie">Neuromancer</a>,&#8230;) zurückzuführen ist und in der Regel eine symbiotische Verbindung von Mensch und digitalen Systemen umschreibt, werden die sozialen Rahmenbedingungen als zumindest beengend, aber mitunter auch als autoritär oder sogar totalitär skizziert. Ebenfalls lässt sich bei beiden Genres regelmäßig Kapitalismuskritik als Leitthema ausmachen – die Ressourcen sind in den Narrativen meist in wenigen Händen gebündelt, wodurch Machtungleichgewichte entstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Solarpunk als eigenständiges Phänomen</strong></h2>



<p>Während Cyberpunk eigentlich immer dystopische Züge trägt und Steampunk oft als eskapistische und „<a href="https://www.re-des.org/es/ein-solarpunk-manifest-deutsch/">retro-futuristische</a>“ Gegen- bzw. Alternativkultur betrachtet wird, setzt Solarpunk mit seinem ausdrücklich positiven und aktiv gestaltenden Selbstverständnis einen Kontrapunkt als hoffnungsvolle Vision für eine nachhaltige Zukunft. Solarpunk ist dabei gleichzeitig ästhetische Bewegung, literarisches Genre wie auch soziale Philosophie, die an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft angesiedelt ist. Im Kern steht die Überzeugung, dass eine nachhaltige, gerechte und lebenswerte Zukunft nicht nur möglich, sondern bereits im Entstehen begriffen ist. Trotz des Bestandteils &#8222;Solar&#8220;, umfasst der Begriff Solarpunk weit mehr als nur Photovoltaik. Es geht dabei vielmehr um ein ganzes Ökosystem nachhaltiger Ansätze.</p>



<p>Kern des Solarpunk-Denkens ist das Prinzip der&nbsp;<strong>regenerativen Kultur</strong>, das auf drei Säulen ruht:</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><strong>Technologische Souveränität</strong>: Dezentrale erneuerbare Energiesysteme ersetzen fossile Infrastrukturen, wobei Solarenergie aufgrund ihrer potenziellen Dezentralität als Symbol für Autarkie und Partizipation dient.</li>



<li><strong>Ökosoziale Gerechtigkeit</strong>: <a href="https://utopia.de/ratgeber/solarpunk-science-fiction-zukunft-und-utopische-bewegung_445579/">Gefordert</a> wird der Abbau hierarchischer Machtstrukturen zugunsten gemeinschaftlicher Entscheidungsprozesse und als fair empfundener Ressourcenverteilung.</li>



<li><strong>Ästhetische Transformation</strong>: Sterile Ästhetik „kapitalistischer Urbanität“ soll durch „grüne“ Architektur abgelöst werden, dabei werden oft Kombinationen von <a href="https://www.re-des.org/es/ein-solarpunk-manifest-deutsch/">Elementen des Art-Nouveau </a>mit <a href="https://utopia.de/ratgeber/solarpunk-science-fiction-zukunft-und-utopische-bewegung_445579/">sichtbar </a><a href="https://solar-punk.org/2024/11/22/wie-sieht-der-wandel-aus/">ausufernder Vegetation</a> an den Häuserfronten als stilprägend postuliert.</li>
</ol>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-3-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-3-1.jpg" alt="" class="wp-image-2439" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-3-1.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-3-1-300x225.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-3-1-768x576.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-3-1-624x468.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Solarpunk-Siedlung (erstellt mit Grok)</em></figcaption></figure>



<p>Die Existenz von Solarpunk in der Lebenswirklichkeit beginnt somit bereits mit dem „Solar-Balkonkraftwerk“. Sie zeigt sich ferner in einschlägigen innovativen Architekturprojekten. Sie weist aber auch einen klaren Technik- und Digitalisierungsbezug auf, einerseits in Bezug auf dezentrale und kollektive Aspekte, wie der Verwendung von Open-Source-Hardware und -Software oder auch <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/blockchain-ohne-mining-wie-der-blick-auf-bitcoin-blockchain-unnoetig-verkompliziert/">Blockchain</a> als <a href="https://nerdwaerts.de/2025/03/governance-of-things-ki-und-daos-in-der-politik/">„demokratischer“ Technologie</a>, die schon lange als Instrument der Organisation dezentraler Energiemärkte <a href="https://nerdwaerts.de/2018/11/willkommen-in-der-matrix-wie-ki-und-blockchain-in-der-industrie-4-0-zusammenwachsen/">diskutiert</a> wird. Andererseits dürfte gerade in jüngerer Zeit <a href="https://nerdwaerts.de/?s=KI">Künstliche Intelligenz</a> (KI) und insbesondere <a href="https://nerdwaerts.de/2024/10/von-cyborgs-und-digitalen-lebewesen-wie-generative-kivr-menschliches-leben-und-sterben-veraendern/">generative KI</a> als „Ermächtigungstechnik“ in diesem Kontext an Bedeutung gewinnen.</p>



<p>Im Mittelpunkt steht meist die Überzeugung, dass Technologie nicht zwangsläufig umweltschädlich oder entfremdend sein muss, sondern als Werkzeug ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit dienen kann. Insbesondere den potenziellen Fähigkeiten „digitaler“ Technologien, bürgerliche Ermächtigung und Unabhängigkeit von zentralen kommerziellen Akteuren zu ermöglichen, kommt dabei eine große Bedeutung zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>KI und Solarpunk</strong></h2>



<p>Anwendungsbeispiele von KI mit Bezug zu <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Solarpunk">Solarpunk</a> finden sich vor allem bei der Aufbereitung und Verwertung lokal gesammelter Daten. Durch Sensoren lassen sich etwa dezentral relevante Informationen zu Mikroklimata erfassen, wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bodenbeschaffenheit. Daraus könnten dann mittels KI standortspezifische Pflanzempfehlungen generiert werden. Flankiert durch personalisierte Apps, wäre somit auch Gartenbau nicht nur entlang lokaler Gegebenheiten, sondern auch entsprechend individueller Ernährungsgewohnheiten und Geschmacksprofilen denkbar.</p>



<p>Aus der Verknüpfung der gesammelten Daten mit den individuellen Profilen können Musterabgleiche erfolgen, anhand derer Vorschläge für die Bepflanzung unterbreitet werden. Analog sind Handreichungen für die individualisierte Optimierung der Ausrichtung von Solarpaneelen oder bei der Steuerung und Verwaltung von Miniwindkraftwerken denkbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Blockchain und Solarpunk</strong></h2>



<p>Wichtig ist dabei, dass diese Daten an verschiedenen Stellen dezentral gesammelt, verarbeitet und verwaltet werden. Dafür gibt es bereits, oft <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Blockchain">Blockchain</a>-basiert,<a href="https://nerdwaerts.de/2018/12/der-weg-zur-roboterautonomie-wie-ki-und-blockchain-die-maschinengesellschaft-erschaffen-koennten/"> erste Anwendungen</a>. Diese soll es ermöglichen, via <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Distributed+Ledger">Distributed-Ledger-Technologie</a> eigene KI-Assistenten für derartige <a href="https://nerdwaerts.de/2018/01/industrie-5-0/">Anwendungsfälle </a>aufzusetzen (z.B. <a href="https://www.virtuals.io/about">Virtuals</a>) oder verschiedene Machine-Learning-Ansätze dezentral miteinander zu verknüpfen (<a href="https://bittensor.com/about">Bittensor/TAO</a>).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Intelligente Ressourcennutzung</strong></h2>



<p>Schon länger sind Konzepte derartiger dezentraler Netzwerke bei der Energieerzeugung und -distribution bekannt. Dabei speisen die lokalen, „privaten“ Erzeuger ihren selbsterzeugten Strom nicht einfach bei Ihrem Versorger gegen die festgelegte staatliche Vergütung ein, sondern würden damit in die Lage versetzt, den Strom direkt auf den Märkten anzubieten oder intelligent, über <a href="https://www.bmwk-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2019/05/Meldung/direkt-erklaert.html">Smart Grids</a> zu „parken“.</p>



<p>Die Administration der eingesetzten Technik dürfte zunehmend komplexer werden. Um Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen zu erzielen, bietet sich eine Vernetzung der einzelnen dezentralen Stellen an. Dabei besteht die Gefahr eines Trade-Offs zwischen der Zentralisierung von Verfügungsmacht, die der Solarpunk-Idee zugrundeliegenden Idee autonomer Dezentralität entgegensteht, und der Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit der Systeme.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Solarpunk mit eigenem Betriebssystem</strong></h2>



<p>Um diesen Widerspruch aufzulösen und dennoch lokale wie globale Vernetzung zwischen einzelnen „Solarpunk“-Ansätzen zu ermöglichen, gibt es inzwischen erste technische Lösungsansätze, die ebenfalls auf KI und maschinelles Lernen zurückgreifen. Das Projekt der <a href="https://www.regenvillages.com/">ReGen-Villages</a> hat die Errichtung ökologisch nachhaltiger und energieautarker Siedlungen zum Ziel. Ein „<a href="https://www.uni-weimar.de/uploads/tx_showcase/05_ReGen_Villages.pdf">Betriebssystem</a>“, das sogenannte VillageOS, dient dazu, auf lokale Vorgänge reagieren zu können und entsprechend optimierte, automatisierte Anpassungen vorzunehmen. Somit soll es beispielsweise Wasserzyklen und Stromnutzung koordinieren, um auf diese Weise die bestmögliche Bewirtschaftung sicherzustellen. Dabei werden permanent Daten <a href="https://www.uni-weimar.de/uploads/tx_showcase/05_ReGen_Villages.pdf">gesammelt</a>, um sie für das Training von KI-Modellen nutzbar zu machen. Ziel ist es, dass das Betriebssystem somit in die Lage versetzt wird, Muster als Planungsgrundlagen abzuleiten und daraus Entscheidungen für die weitere städtebauliche und architektonische Entwicklung treffen können.</p>



<p>Das Konzept soll global ausgerollt werden, wobei die Vernetzung der einzelnen Standorte als wichtiges Erfolgskriterium betrachtet wird. Das „Betriebssystem“ braucht entsprechend für neue Siedlungen nur „installiert“ zu werden. Gleichzeitigt vergrößert sich damit sukzessive die Datenbasis, was zu verbesserten Musterprognosen führen sollte, die für das lokale Ressourcenmanagement der Standorte herangezogen werden. <a href="https://www.regenvillages.com/">Ziel ist eine KI-basierte, autonome Steuerung sämtlicher technischer Prozesse</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Generative KI und 3D-Technik für Solarpunk-Anwendungen</strong></h2>



<p>Neben der Ausführung dieser operativen Maßnahmen, soll KI auch bei der Planung und Weiterentwicklung des Systems <a href="https://singularityhub.com/2024/12/29/inside-villageos-a-simcity-like-tool-for-regenerative-living-spaces/">Verwendung finden</a>. Dabei greift man auf KI-gestütztes <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Generative_Gestaltung">Generatives Design</a> mittels sprachgestützter Dateneingabe und erstellter 3D-Karten  (via <a href="https://www.unrealengine.com/de">Unreal Engine</a> und <a href="https://cesium.com/">Cesium</a>) zurück. Ein Bewohner oder „Anwender“, der beispielsweise die Wasserversorgung verbessern möchte, kann per „Prompting“ Ziele wie „Maximierung der Regenwasserspeicherung“ oder „Verringerung des Abflusses“ vorgeben. Die Software soll dann durch die Verknüpfung mit den angelegten Datenbanken den besten Standort für ein Wasserreservoir auf einem realen Grundstück ermitteln. Das Gleiche gilt für die Planung von Wohn- und Energiesystemen oder die Auswahl geeigneter klimaresistenter Pflanzen und deren Anbauorte.</p>



<p>Aktuell befindet <a href="https://www.regenvillages.com/">ReGen</a> laut Website mit seinem VillageOS in der praktischen Pilotphase und erprobt die Anwendungen an ersten Standorten. Auch wenn es sich hier um ein Investmentprojekt handelt, zeigt es ganz gut, wohin die Entwicklung gehen könnte. Die Realisierung der Solarpunk-Ideen wird in der Praxis auf derartige Technik zurückgreifen müssen, wenn eine großflächige Bewegung initialisiert werden soll. Der immer niedrigschwelligere Rückgriff auf KI und andere „digitale“ Technologien könnte hier für eine neue Dynamik sorgen.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/generated-image-1744451167709-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="2436" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/generated-image-1744451167709-1.jpg" alt="" class="wp-image-2436" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/generated-image-1744451167709-1.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/generated-image-1744451167709-1-300x300.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/generated-image-1744451167709-1-150x150.jpg 150w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/generated-image-1744451167709-1-768x768.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/generated-image-1744451167709-1-624x624.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-5-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2435" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-5-1.jpg" alt="" class="wp-image-2435" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-5-1.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-5-1-300x225.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-5-1-768x576.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-5-1-624x468.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-4-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2440" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-4-1.jpg" alt="" class="wp-image-2440" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-4-1.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-4-1-300x225.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-4-1-768x576.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-4-1-624x468.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-2-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2438" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-2-1.jpg" alt="" class="wp-image-2438" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-2-1.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-2-1-300x225.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-2-1-768x576.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-2-1-624x468.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2437" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1-1.jpg" alt="" class="wp-image-2437" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1-1.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1-1-300x225.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1-1-768x576.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2025/04/image-1-1-624x468.jpg 624w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</figure>
</div></div>



<p>                        </p>



<p><strong>Mehr zum Thema: Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Von Cyborgs und Digitalen Lebewesen: Wie generative KI&amp;VR menschliches Leben (und Sterben) verändern&#8220;:    </strong></p>



<iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/2tjGPVbKElM?si=tVOpJ9AERWG_MVk3" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3LEYA68C1IHK9&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&amp;dib_tag=se&amp;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&amp;qid=1728994048&amp;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&amp;sr=8-1&amp;linkCode=ll1&amp;tag=nerdwaerts-21&amp;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl"><img loading="lazy" decoding="async" width="345" height="466" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2024/10/Kuenstliche-Intelligenz-im-Marketing-2023.jpg" alt="" class="wp-image-2211" style="width:248px;height:auto" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2024/10/Kuenstliche-Intelligenz-im-Marketing-2023.jpg 345w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2024/10/Kuenstliche-Intelligenz-im-Marketing-2023-222x300.jpg 222w" sizes="auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px" /></a></figure>



<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2025/09/zeit-fuer-utopien-solarpunk-eine-erstrebenswerte-zukunft-mit-ki-und-nachhaltigkeit/">Zeit für Utopien: Solarpunk – eine erstrebenswerte Zukunft mit KI und Nachhaltigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nerdwaerts.de/2025/09/zeit-fuer-utopien-solarpunk-eine-erstrebenswerte-zukunft-mit-ki-und-nachhaltigkeit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dimensionen des Metaverse: eine Begriffsbestimmung</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2022/11/dimensionen-des-metaverse-eine-begriffsbestimmung/</link>
					<comments>https://nerdwaerts.de/2022/11/dimensionen-des-metaverse-eine-begriffsbestimmung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2022 17:25:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Cyborgs]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[eCommerce]]></category>
		<category><![CDATA[Internet of Things]]></category>
		<category><![CDATA[Metaverse]]></category>
		<category><![CDATA[#profwag]]></category>
		<category><![CDATA[AI]]></category>
		<category><![CDATA[AR]]></category>
		<category><![CDATA[Augmented Reality]]></category>
		<category><![CDATA[Avatar]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Distributed Ledger]]></category>
		<category><![CDATA[DLT]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[metaverse]]></category>
		<category><![CDATA[NFT]]></category>
		<category><![CDATA[NFts]]></category>
		<category><![CDATA[Virtual Beings]]></category>
		<category><![CDATA[Virtual Reality]]></category>
		<category><![CDATA[virtuelle Güter]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelle Realität]]></category>
		<category><![CDATA[VR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nerdwaerts.de/?p=2085</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kaum eine Begrifflichkeit im Kontext des digitalen Marketings dürfte in jüngerer Zeit so viel Aufmerksamkeit erhalten haben, wie der Terminus des „Metaverse“. Das damit beschriebene Zusammenwachsen von virtueller und physischer Welt ermöglicht neue Geschäftsmodelle und &#8211; so glauben viele &#8211; wird die Bedingungen an den digitalen Märkten auf den Kopf stellen. Noch immer ist allerdings [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2022/11/dimensionen-des-metaverse-eine-begriffsbestimmung/">Dimensionen des Metaverse: eine Begriffsbestimmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Kaum eine Begrifflichkeit im Kontext des digitalen Marketings dürfte in jüngerer Zeit so viel Aufmerksamkeit erhalten haben, wie der Terminus des „Metaverse“. Das damit beschriebene Zusammenwachsen von virtueller und physischer Welt ermöglicht neue Geschäftsmodelle und &#8211; so glauben viele &#8211; wird die Bedingungen an den digitalen Märkten auf den Kopf stellen. Noch immer ist allerdings nicht klar, was genau unter diesem Buzzword nun eigentlich zu verstehen ist &#8211; was zur Folge hat, dass vielen der Themenkomplex noch als sehr abstrakt erscheint. Dabei sind viele der damit verbundenen Visionen bereits Realität. Dieser Beitrag versucht sich in einer &#8222;entmystifizierenden&#8220; Begriffsbestimmung und -abgrenzung.</strong></p>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/223cb8681bce4b1fa355d5dbc9954e60" width="1" height="1" alt="">



<span id="more-2085"></span>



<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/223cb8681bce4b1fa355d5dbc9954e60" width="1" height="1" alt="">



<p>Der Begriff „Metaverse“ geht, ebenso wie die heute einschlägige Verwendung der Bezeichnung „Avatar“ für ein menschliches Abbild im digitalen Raum, auf den Autor <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neal_Stephenson">Neal Stephenson</a> und dessen Science-Fiction-Roman „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Snow_Crash" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Snow Crash</a>“ zurück. Damals, im Jahr 1992, deutlich dystopisch angelegt, prägte Mark Zuckerberg den Begriff auf ein neues weltumspannendes, virtuelles Netzwerk um, in welchem &#8211; das nun in „Meta“ umbenannte – Facebook, in Verbindung mit den eigenen VR-Brillen von Oculus Rift, als soziales Netzwerk auch in der virtuellen Sphäre eine weiterhin gewichtige Rolle einnehmen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Metaverse: bisher keine eindeutige Definition</h2>



<p>Eine eindeutige, allgemein anerkannte Definition für den Terminus „Metaverse“ existiert allerdings bislang nicht. Viele Unternehmen, die in dieser frühen Phase in eigene virtuelle Plattformen investieren, versuchen hier eine eigene Deutungshoheit zu erlangen &#8211; die Firma NVIDIA spricht etwa vom „<a href="https://www.nvidia.com/de-de/omniverse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Omniverse</a>“. Eine gewisse Stilbildung erfolgte durch die theoretischen <a href="https://tinyurl.com/ymfkkhkc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vorarbeiten Matthew Balls</a>, auf den sich auch Mark Zuckerberg bezogen hatte, und die entsprechend häufig in diesem Kontext zitiert werden. Zusammenfassend ließe sich das Metaverse demnach als eine komplett funktionsfähige Parallelwelt im virtuellen „Raum“ beschreiben: Diese kann nicht beliebig an- oder ausgeschaltet werden, sie ist „persistent“, wie die „echte“ Welt. Auch wenn man nicht aktiv oder anwesend &#8211; „online“ &#8211; ist, läuft das Geschehen für alle weiter – in „Echtzeit“. Dieses Metaversum würde über ein eigenes Wirtschaftssystem verfügen, in dem man kaufen, verkaufen, arbeiten und investieren kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Es bedarf einer weitergefassten Definition für das Metaverse</h2>



<p>In diesem Verständnis spiegelt sich jedoch eine – nicht zuletzt technisch – aktuell noch nicht realisierbare Zielvision wider, die nah an der skizzierten Welt aus Stephensons Science-Fiction-Roman liegt und eine enge Verflechtung von physischer Welt und virtueller Dreidimensionalität suggeriert. Gleichwohl wird der aktuelle Stand digitaler Entwicklungen bereits ebenfalls unter dem Begriff des Metaverse diskutiert. Das „immersive“ Eintauchen in virtuelle Welten mit entsprechenden <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Virtual+Reality&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">VR</a>-Brillen, aber auch bereits 2D-Erfahrungen in digitalen „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Open-World-Spiel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Multiplayer-Open-World</a>“-Spielen oder auf Plattformen wie Roblox, Minecraft, Decentraland und Sandbox zählen genauso zu diesem Kosmos wie die schon seit längerem praktizierte Handelbarkeit virtueller Güter. Selbst wenn damit bislang kein ubiquitäres und standardübergreifendes Gesamtgebilde geschaffen wurde – wie es einer engen Metaverse-Definition entspräche, so lassen sich als gemeinsamer Nenner dieser Entwicklungen eine tiefergehende Digitalisierung ausmachen. Diese erlaubt potenziell all das, was im Analogen möglich ist, ebenso im Digitalen. Sie ist in der Lage, Erlebnisse im digitalen Raum als zunehmend eigenständig und losgelöst von den physischen Gegebenheiten zu inszenieren. Angestrebt wird die Ebenbürtigkeit des Digitalen. Zumindest hierin besteht Deckungsgleichheit mit der Endvision der enger gefassten Definition vom Metaverse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die 4 Dimensionen des Metaverse</h2>



<p>Dennoch werden in der Diskussion sehr unterschiedliche Aspekte miteinander verwoben, Technologien – wie <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Virtual+Reality&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">VR </a>oder <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Blockchain&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blockchain</a>/NFTs – auf der einen Seite und weiter fortschreitende Immersion auf der anderen. In der Tat lassen sich verschiedene Dimensionen in der Metaverse-Entwicklung als Kategorien erfassen, die gleichfalls die Handlungsfelder von Unternehmen entsprechend abstecken:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Gaming und digitale Umgebungen in 2D</strong></li>



<li><strong>Digitale Realitäten in 3D</strong></li>



<li><strong>Virtuelle Güter und NFTs</strong></li>



<li><strong>Web3</strong></li>
</ul>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2022/11/Metaverse-JPG-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="582" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2022/11/Metaverse-JPG-1-1024x582.jpg" alt="Dimensionen des Metaverse" class="wp-image-2134" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2022/11/Metaverse-JPG-1-1024x582.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2022/11/Metaverse-JPG-1-300x170.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2022/11/Metaverse-JPG-1-768x436.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2022/11/Metaverse-JPG-1.jpg 1301w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dimensionen des Metaverse</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Auch schon Metaverse: Gaming und digitale Umgebungen in 2D </h2>



<p>Die 2003 gegründete virtuelle Community SecondLife gilt inzwischen als früher Vorläufer der heutigen Metaverse-Ansätze. Sie ist als ein Paradebeispiel einer zweidimensionalen, also am herkömmlichen Bildschirm erlebbare, in sich geschlossene Welt zu betrachten und ermöglichte bereits damals Alltagstätigkeiten – kommunikativer Austausch, Events, Spiele, Shopping – im digitalen Raum. Dieses Konzept findet heute seine Fortsetzung etwa auf der Plattform Decentraland, welche sich ebenfalls am 2D-Bildschirm erfahren lässt, die aber auch ermöglicht, das Erlebnis durch den Einsatz von VR-Brillen dreidimensional zu erweitern (s.u.). Auch der Multiplayer-Shooter Fortnite wird als Entwurf eines eigenen Metaversums verstanden. Neben dem eigentlichen Spielmodus führt Fortnite regelmäßig Events, insbesondere Live-Konzerte und -Performances durch. Mittels einer eigenen Währung, den „V-Bucks“, kann die Modifizierung der Erscheinung des eigenen Avatars bezahlt werden. Ohnehin dürften Spiele unter den bereits realisierten Anwendungen derzeit der Idealvorstellung eines Metaverses am nächsten kommen. Die Gaming-Plattform Roblox ermöglicht nicht nur ihren Nutzern, selbst eigene Spiele zu entwickeln und mittels der virtuellen Währung Robux zu monetarisieren, sondern bietet zudem Unternehmen Rahmenbedingungen, sich und ihre Marke zu präsentieren, etwa durch den Aufbau eigener Teilwelten und die Bereitstellung einschlägiger Inhalte und Angebote – wie das <a href="https://www.reuters.com/technology/into-metaverse-nike-creates-nikeland-roblox-2021-11-18/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beispiel „Nikeland“</a> zeigt (Reuters, 2021). Doch im Prinzip schließt der Aspekt der digitalen Umgebung als Erfassungsmerkmal für das Metaverse auch weitere virtuelle Plattformen und Dienstleistungen mit ein, die ein entsprechend hohes Maß an Immersion aufweisen. So können ebenso <a href="https://www.govtech.com/education/higher-ed/universities-partner-with-bodyswaps-to-study-uses-for-vr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in sich geschlossene Bildungsangebote</a> hier angeführt werden). Selbst Zoom, als digital-autarkes Instrument der Wissensvermittlung und virtuelles Eventtool, ließe sich damit dem Metaverse-Kosmos zurechnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Digitale Realitäten in 3D als Zielvorstellung des Metaverse</h2>



<p>Der Einsatz von VR-Endgeräten, um „echte“ virtuelle Erlebnisse zu ermöglichen, ist schon seit längerem im Gamingumfeld erprobt. Unzweifelhaft verstärkt Dreidimensionalität die realitätsnahe Wahrnehmung in der digitalen Sphäre und erhöht die Immersion. Verschiedenste kommerzielle Anbieter &#8211; nicht zuletzt die von Meta vor einigen Jahren erworbene Firma Oculus Rift &#8211; stehen aktuell im Wettbewerb um diesen als <a href="https://www.emerald.com/insight/content/doi/10.1108/IJEBR-12-2021-0984/full/html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vielversprechend empfundenen Zukunftsmarkt</a>. Wie erwähnt, setzen auch verschiedene Metaverse-<a href="https://nerdwaerts.de/?s=Plattform&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Plattformen</a>, wie Decentraland, darauf, ihre Inhalte mit diesen Endgeräten erlebbar zu machen. Die dreidimensionale Teilhabe mag einen wichtigen Schritt hin zur Entwicklung eines „echten“ Metaverses markieren, aber erscheint – zumindest heute –&nbsp; noch nicht zwingend als ein konstituierendes Merkmal. Die bereits erwähnten zweidimensionalen Umgebungen eröffnen ebenfalls immersives Potenzial. Aber ebenso kann der Mix aus virtueller und physischer Realität als „Augmented Reality“ (AR) zu einer Anreicherung medialer Erfahrungen führen. Indem der Blick durch ein digitales Display – etwa durch eine Smartphone-Kamera – ein Bild aus der analogen Realität um ein virtuelles Element erweitert, kann ebenfalls bereits von einer Verschmelzung beider Sphären gesprochen werden. Anwendungsfälle hierfür finden sich etwa bei der Verwendung virtueller Güter, wenn rein virtuell existierende Kleidungstücke oder Schmuck auf ein „reales“ Foto projizierbar werden und das physische Tragen dieser Utensilien sich damit digital simulieren lässt.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Virtuelle Güter und NFTs im Metaverse</h2>



<p>Der Gamingsektor ist auch hinsichtlich virtueller Güter als prägend zu betrachten. Schon seit geraumer Zeit ist es möglich, die Ausstattung von Avataren, deren Erscheinungsbild oder bestimmte virtuelle Gegenstände, die im Spiel einen Vorteil verschaffen, in Spielen gegen Geld zu erwerben. Die Geschäftsmodelle der Branche basieren immer öfter auf diesem Aspekt – entweder als Haupteinnahmequelle bei einer ansonsten frei nutzbaren Software (z.B. bei Fortnite) oder als Zusatzverdienst zu einem zu entrichtenden Grundentgelt (als „Paidmium“). In einer virtuellen Welt, die versucht, physische Bedingungen nachzubilden, kommt dem Aspekt der Handelbarkeit von „virtuellen Sachgütern“ und Dienstleistungen eine besondere Bedeutung zu. Die Motivation der Nutzer, diese zu erwerben, besteht nicht zuletzt darin, eine „Online-Identität“ zu schaffen, mit der man sich gegenüber anderen abgrenzt. Aber auch für Unternehmen kann es interessant sein, Anknüpfungspunkte in den entstehenden virtuellen Welten zu errichten – <a href="https://arxiv.org/abs/2110.05352" target="_blank" rel="noreferrer noopener">etwa indem man „Immobilien“ erwirbt oder „mietet“, die zur Kundenkommunikation oder als Verkaufsfläche genutzt werden</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">NFTs vs. Virtuelle Güter</h2>



<p>In diesem Kontext fällt häufig &#8211; der allerdings nicht immer trennscharf verwendete – Begriff „NFT“ („non fungible token“). „Nicht-fungibel“ bedeutet „nicht austauschbar“ und bezieht sich auf den Umstand, dass digitale Güter, im Gegensatz zu physischen Gütern, eigentlich nicht rivalisierend im Konsum sind, weil sie sich unendlich vervielfältigen lassen und eine Übertragbarkeit nicht an den Verzicht des Gutes durch den „Abgebenden“ gebunden ist. In einer virtuellen Welt, in der es „unique“ virtuelle Sach- und Investitionsgüter gibt – wie etwa eine virtuelle Veranstaltungslocation in einer Premiumlage – besteht jedoch die Notwendigkeit, genau diesen originär physischen Übertragungsprozess auch in der virtuellen Welt sicherzustellen, also zu gewährleisten, dass bestimmte Güter nur einmal verkauft werden. Dieses Problem ist bereits von digitalen Zahlungsmitteln wie Bitcoin bekannt, und auch wird entsprechend versucht, dieses durch den Rückgriff auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT, „<a href="https://nerdwaerts.de/?s=Blockchain&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blockchain</a>“) zu lösen. Indem die Transaktion auf der anschließend dezentral verteilten Blockchain fixiert wird und grundsätzlich für jeden Marktteilnehmer einsehbar ist, wird sichergestellt, dass es keine „doppelte“ Übertragung gibt. Ferner kann damit die Einzigartigkeit des virtuellen Gutes dokumentiert werden. Greifen die Betreiber verschiedener Welten auf das selbe DLT-Verfahren zurück, ließe sich damit eine Interoperabilität zwischen den Plattformen schaffen, d.h. digitale Güter, die in einer virtuellen Umgebung erworben würden, könnten grundsätzlich ebenso in einer anderen genutzt werden. Auf diese Weise käme man der Zielvision eines umspannenden, allgemeinen, ubiquitären Metaverses deutlich näher. Allerdings zeichnet sich eine solche Entwicklung bestenfalls nur in Ansätzen ab, nicht zuletzt aufgrund von Kompatibilitätsproblemen und den kollidierenden Interessen der verschiedenen Betreiber der aktuellen virtuellen Plattformen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Grenzen von NFTs: wie sie wirklich funktionieren</h2>



<p>NFTs sind Gegenstand intensiver Berichterstattung in den Medien, nicht zuletzt weil für digitale Kunst – z.B. Cryptopunks, <a href="https://www.nft-stats.com/collection/boredapeyachtclub" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bored Aped Yacht Club</a> &#8211; oder virtuelle Immobilien – z.B. <a href="https://nonfungible.com/market-tracker/decentraland" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auf Decentraland.com oder Sandbox</a> &#8211; teilweise schwindelerregende Preise bezahlt werden. Neben ihrer Eigenschaft als Anlage- oder Spekulationsobjekt lassen sich NFTs aber auch in der Live-Kommunikation einsetzen, etwa zur <a href="https://www.forbes.com/sites/cathyhackl/2021/11/23/value-creation-in-the-metaverse-a-utility-framework-for-nfts/?sh=301f8c651233" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kundenbindung und zur „Emotionalisierung“ von Event-Teilnahmen, o.ä</a>. Zu beachten ist allerdings: In der Regel enthält ein NFT nur einen Link auf einen digitalen Inhalt, der auf einem Server gespeichert ist, nicht das „Gut“ selbst. Insofern werden nur bestimmte Rechte, nicht aber das eigentliche Eigentum transferiert. Ebenso ist wichtig zu verstehen, dass diese Rechte immer nur auf ein Protokoll-System beschränkt sind. Theoretisch ließe sich ein digitales Kunstwerk auf verschiedenen Blockchains mehrfach vertreiben (und dort jeweils als „einzigartig“). Auch Plagiarismus ist damit nicht aus der Welt geschafft, denn die Urheberschaft wird beim „Minten“ (dem „Upload“ des NFTs auf die Blockchain) in aller Regel <a href="https://www.wired.com/story/nfts-dont-work-the-way-you-think-they-do/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nicht geprüft</a>. Und schließlich bedarf es für den Handel mit virtuellen Gütern auch grundsätzlich nicht eines aufwändigen und derzeit immer noch wenig nachhaltigen DLT-Systems. Die Verwaltung kann alternativ zentral, durch die jeweilige Plattform erfolgen, die dann für die Rechtmäßigkeit der Transaktionen verantwortlich ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Metaverse als Web3?</h2>



<p>Im Kontext des Metaverses wird immer wieder auf die Entstehung des „Web3“ <a href="https://www.bennettinstitute.cam.ac.uk/wp-content/uploads/2022/03/Policy-brief-Crypto-web3-and-the-metaverse.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">verwiesen</a>. Darunter wird allgemein eine Gegenbewegung zur Zentralisierung der aktuellen Netzorganisation, insbesondere der Bündelung der Markt- und Gestaltungsmacht bei den großen Plattformen erfasst. Die Diskussion um das Metaverse gibt dieser schon länger geführten <a href="https://nerdwaerts.de/2017/11/1248/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Diskussion</a> einen zusätzlichen Schub. Denn natürlich stellt sich die Frage, nach welchen Regeln ein derart tiefgreifender Neustart, wie es die Errichtung eines allgegenwärtigen Metaverses erfordern würde, erfolgen soll. Wäre es dann überhaupt legitim, dass ein einzelnes, marktwirtschaftlich agierendes Unternehmen als alleiniger Betreiber auftritt? Oder würden damit die heute bereits von den großen Plattformen verursachten Probleme, potenziert &#8211; bis hin zu dystopischen Ausprägungen? Die Idee des Web3 setzt diesen potenziellen, negativen Entwicklungen eine Dezentralisierung der Verfügungsrechte auf der Nutzerebene, basierend auf dem Einsatz von DLT-Verfahren, entgegen. Die Idee eines dezentralisierten Web3 ist aktuell noch weit von einer operativen Umsetzung entfernt &#8211;&nbsp; und zudem ebenfalls in ihren möglichen Auswirkungen nicht unumstritten. Auch wenn in Bezug auf die Ausgestaltung des Metaversums dieser Diskussion potenziell eine wichtige Bedeutung zukommt, spielt dieser Aspekt in der Marketing-Praxis aktuell noch keine große Rolle. Daher soll in diesem Beitrag das Thema nicht weiter vertieft werden.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<p><strong>Mehr zum Thema: Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Künstliche Intelligenz im Marketing: Künstliche Kreativität, VR &amp; DNA-Targeting.&#8220;:    </strong></p>



<iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/SSeDo6Lt85c" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe>
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/223cb8681bce4b1fa355d5dbc9954e60" width="1" height="1" alt="">



<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2022/11/dimensionen-des-metaverse-eine-begriffsbestimmung/">Dimensionen des Metaverse: eine Begriffsbestimmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nerdwaerts.de/2022/11/dimensionen-des-metaverse-eine-begriffsbestimmung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
