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	<title>Vorratsdatenspeicherung Archive - Nerdwärts.de</title>
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	<description>Digitaler Wandel &#38; Digitale Bildung</description>
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		<title>Die Corona-App und der Datenschutz als Sündenbock</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 06:04:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuell wird oft behauptet, der Datenschutz sei schuld daran, dass eine Nachverfolgung der Covid19-Infektionen nicht möglich ist &#8211; ein Irrglauben, der eher auf das Fehlen digitaler Kompetenzen und ein gestörtes Verhältnis zu individuellen Persönlichkeitsrechten hinweist. Neben der ständigen präsenten körperlichen Bedrohung durch das Virus ist das Schlimme an der Corona-Zeit vermutlich die eigene Hilflosigkeit. Nicht [&#8230;]</p>
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<p><strong>Aktuell wird oft behauptet, der Datenschutz sei schuld daran, dass eine Nachverfolgung der Covid19-Infektionen nicht möglich ist &#8211; ein Irrglauben, der eher auf das Fehlen digitaler Kompetenzen und ein gestörtes Verhältnis zu individuellen Persönlichkeitsrechten hinweist</strong>.</p>



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<span id="more-1908"></span>



<p>Neben der ständigen präsenten körperlichen Bedrohung durch das Virus ist das Schlimme an der Corona-Zeit vermutlich die eigene Hilflosigkeit. Nicht selten mündet das in Aggression, Negierung der Realitäten und Schuldzuweisungen. Irgendjemand muss ja schließlich verantwortlich sein für den Schlamassel. Das gilt übrigens nicht nur für einschlägig verschwörungstheoretisch vorgebildete Corona-Leugner (vulgo &#8222;Covidioten&#8220;), auch diejenigen, die sich auf der aufgeklärten, guten Seite der Gesellschaft wähnen, sind davor offenbar nicht gefeit. Und wenn schon das Virus als gewissermaßen Gott gegeben akzeptiert werden muss, dann sind neben den Maskenverweigerern doch wenigstens die staatlichen Maßnahmen unbedingt als ungeeignet einzuordnen, wahlweise als viel zu weitgehend (&#8222;die Wirtschaft!&#8220;) oder als viel zu lasch (&#8222;härteres Durchgreifen!&#8220;). Und, nur um das an der Stelle klar zu machen: ich nehme mich da selbst nicht aus, auch bei mir (und meinem offensichtlich trügerischen rational-aufgeklärten Selbstbild) greift immer öfter ein sofortiger emotionaler Beißreflex bei diesen Themen. </p>



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<p><strong>Folgt man in jüngerer Zeit ein wenig dem Geschehen in den sozialen und traditionellen Medien, so gewinnt man den Eindruck, dass die Suche nach möglichen Schuldigen an der Krise abermals einen neuen Verantwortlichen ausgemacht hat, nämlich: den Datenschutz.</strong> </p>



<p>Die Argumentation verläuft dabei dann in etwa entlang folgenden Musters: </p>



<h2 class="wp-block-heading"> </h2>



<p><strong><em>&#8222;Als Anti-Covid19-Instrument haben wir diese App, und die funktioniert ja offensichtlich nicht. Warum nicht? Wegen des Datenschutzes! Die Leute lügen, geben ihre Daten, wenn sie ein positives Testergebnis erhalten, nicht ein oder installieren die Anwendung schon gleich gar nicht. Wenn das &#8222;Datenschutz-Bohei&#8220; nicht wäre, hätten wir ein vollständiges Bild des Infektionsgeschehens, könnten nachverfolgen. In anderen Ländern ist man da nicht so zimperlich. China! Bei uns hingegen werden Menschen auf dem Altar des Datenschutzes geopfert. Für was brauchen wir den überhaupt? Ich habe nichts zu verbergen. Und außerdem Südkorea.&#8220;</em> </strong>(oder so ähnlich)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Datenschutz in der Corona-App auf hohem Niveau</h2>



<p>Nun, zunächst muss man wohl wirklich konstatieren &#8211; auch als vehementer Apologet eines wirksamen Datenschutzes, zu denen ich mich selbst zähle -, dass die App die anfänglich beschworenen Datenschutzsorgen in der Tat entkräftet hat. Selten hat man in Deutschland von staatlicher Seite in digitalen Dingen soviel Sorgfalt walten lassen, wie hier. Eine absolute Datensicherheit gibt es nie, aber abgesehen von einigen Schnittstellenproblematiken (dann, wenn die Erfassung nicht mehr allein digital, in der App, möglich ist), ist, gemessen am Ziel der Anwendung, der größtmögliche Schutz der individuellen Daten gewährt worden. Sollte es tatsächlich Menschen geben, die die App aus Angst um ihre informationellen Persönlichkeitsrechte nicht nutzen &#8211; in meiner Filterblase habe ich diese bisher vergeblich gesucht -, so müssten diese wohl wirklich konsequenterweise jeglichen digitalen und elektronischen Anwendungen komplett entsagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Falsches Verständnis der Aufgabe der Corona-App</h2>



<p>Ob dieser hohe Anspruch der App an den Datenschutz tatsächlich hinderlich für den Schutz vor Covid19 ist oder die Verbreitung des Virus&#8216; sogar befeuert, sollte dennoch differenziert betrachtet werden. Ein großes Missverständnis scheint hier bei der eigentlichen Aufgabe der App zu liegen. Deren vollständiger und korrekter Name lautet übrigens &#8222;<a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=de.rki.coronawarnapp&amp;hl=de&amp;gl=US">Corona-Warn-App</a>&#8222;. Das beschreibt die Funktion recht gut: Ziel der Anwendung ist es, individuelle (!) Risiken einer Ansteckung aufzuzeigen, die durch mögliche Begegnungen mit Infizierten entstehen. Sie dient damit als &#8222;digitale Ergänzung zu Abstandhalten, Hygiene und Alltagsmaske&#8220;. Auf diese Weise kann sie zu einer Identifizierung von Infektionssituationen beitragen. <strong>Aber: die lückenlose Erfassung von Infektionsketten gehört definitiv nicht zu ihren Aufgaben.</strong></p>



<p>Man kann darüber streiten, ob die App auf diesem Gebiet hilfreich ist und ob sie nicht gegebenenfalls mit mehr Funktionen ausgestattet werden sollte. Aber sie wäre auch mit weniger Datenschutz nicht erfolgreicher.  Natürlich ist die lückenlose Nachverfolgung des Infektionsgeschehens eine immens wichtige Waffe im Kampf gegen das Virus. Dies sicherzustellen ist vor allem Aufgabe der Gesundheitsämter. Die Nutzung einer Handy-App wäre dafür aber reichlich ungeeignet &#8211; und schlichtweg unfassbar unprofessionell. Denn dann würden all die, die kein Smartphone besitzen &#8211; z.B. meine Kinder oder all jene die alte, mit der App nicht kompatible Betriebssysteme auf ihren Endgeräten haben &#8211; niemals erfasst und nachverfolgt. <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/585883/umfrage/anteil-der-smartphone-nutzer-in-deutschland/">In Deutschland sind das immer noch mehr als 30% der Bevölkerung</a>. <strong>Die App KANN also gar nicht für die Nachvollziehung der Infektionsketten herangezogen werden &#8211; völlig unabhängig vom Datenschutz.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Das eigentliche Problem: Digitale Inkompetenz</h2>



<p>Das Problem der Infektionsketten und dass die Nachverfolgung so schwierig ist, hat aber eine ganz andere Ursache: es geht dabei um die mangelhafte Digitalisierung der Erhebungsprozesse. Wie so oft in Deutschland ist die digitale Transformation längst nicht in alle Bereiche in der Art vorgestoßen, wie wir uns das vielleicht ausmalen. Das hat nichts mit Datenschutz und der Corona-Warn-App zu tun, sondern beruht auf der Tatsache, dass die Behörden offensichtlich kein zentrales digitales Melderegister betreiben (können) &#8211; weil die technischen Voraussetzungen fehlen. Jeder der Corona-bedingt schon mal mit dem Gesundheitsamt zu tun hatte, dürfte das am eigenen Leib erfahren haben. Informationen, so sie denn überhaupt gespeichert werden, sind offensichtlich nicht zentral verfügbar. Es gibt keine einheitliche zentrale Datenbank, zumindest keine, die entsprechend gepflegt wird. Covid19 ist eine meldepflichtige Krankheit. Der Datenschutz ist hier ohnehin schon eingeschränkt, natürlich kennen die Gesundheitsämter die Klarnamen der Infizierten, wie sollte denn sonst auch eine Nachverfolgung möglich sein. <strong>Nicht der Datenschutz, ist also das Problem, sondern stattdessen der Umstand, dass hier nach so vielen Monaten, seit diese Pandemie über uns gekommen ist, die Arbeitsweise an der Schaltstelle der Infektionsbekämpfung offensichtlich immer noch im Faxzeitalter verharrt.</strong> <strong>Das allerdings ist in der Tat nun mal etwas, worüber es sich zu echauffieren lohnen würde.</strong></p>



<p>Das alles wundert um so mehr, wenn man weiß, welche Instrumente hier die Wissenschaft schon seit Jahrzehnten besitzt. In der Soziologie etwa werden schon seit langem Anwendungen zur &#8222;Sozialen Netzwerk Analyse&#8220; eingesetzt, die einfach nur mit den bereits vorliegenden Informationen gefüttert werden müssten. <a href="https://nerdwaerts.de/2017/12/1146/">Auch im digitalen Marketing kann man über diese Systeme die virale (!) Verbreitung von Botschaften messen, nachvollziehen und optimieren</a> (oder gezielt unterbinden). Man hätte die Zeit zwischen den Corona-Wellen aber eben für die Digitalisierung der Verwaltung nutzen müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Musterland Südkorea</h2>



<p>Regelmäßig wird in diesem Kontext das Musterbeispiel Südkorea angeführt, das ja angeblich aufgrund der geringeren Betonung des Datenschutzes so viel erfolgreicher in der Pandemiebekämpfung war. In der Tat hat Südkorea einiges anders gemacht. Erstens ist die &#8222;Maskenkultur&#8220; aufgrund der einschlägigen Vorerfahrungen mit der Vogelgrippe und anderen Infektionskrankheiten deutlich ausgeprägter. Während also hierzulande anfangs selbst Virologen und Ärzte noch <a href="https://www.wz.de/panorama/atemschutzmasken-werden-nicht-als-schutz-vor-coronavirus-empfohlen_aid-49146245">skeptisch</a> waren, griff der inzwischen <a href="https://www.spektrum.de/news/masken-schuetzen-vor-covid-19/1781798">wissenschaftlich vielfach bestätigte</a> Maskenschutz in Südkorea von Beginn an. </p>



<p>Zum anderen weist Südkorea einen völlig anderen Digitalisierungsgrad auf als wir hier in Deutschland. Und natürlich verfügt man dann auch im staatlichen Gesundheitswesen über ganz andere Instrumente. Diese lassen jedoch nicht nur ein viel weitergehendes Tracing als bei uns zu, sondern ermöglichen eben auch eine weitaus schnellere und effizientere Datenverarbeitung. </p>



<p>Vor allem gilt es aber diese Systeme auch mit Daten zu füttern. <strong>Um Infektionsketten nachzuvollziehen, muss man zuerst einmal wissen, wer überhaupt infiziert ist. Kein anderes Land auf der Welt hat so früh, so effizient und so unglaublich oft getestet wie <a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/corona-suedkorea-111.html">Südkorea</a>. Nur dann lassen sich jedoch digitale Instrumente &#8211; die ja immer auf Datenverarbeitung beruhen &#8211; nutzen. Das wäre mit der entsprechenden Infrastruktur auch bei uns möglich gewesen &#8211; und zwar ohne den Datenschutz zu beschädigen. </strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Datenschutz oder Tod?</h2>



<p><a href="https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kampf-gegen-die-pandemie-politiker-stellen-strengen-datenschutz-der-corona-warn-app-infrage/26570478.html">Dass der Ruf nach weniger Datenschutz nicht zuletzt aus der Politik selbst kommt &#8211; namentlich vor allem CDU und CSU &#8211; und die Diskussion hier befeuert wird</a>, ist bezeichnend, verwischt man damit doch recht gut die Spuren zu den eigentlichen Wurzeln des Übels: die seit Jahren generell verschlafende Digitalisierung bei den Verwaltungsabläufen, in den Schulen, beim Netzausbau und jetzt bereits zum zweiten mal binnen weniger Monate bei der Covid19-Bekämpfung. Der Ruf zur Einschränkung des Datenschutzes, oft polemisch verbunden mit dem &#8211; nicht ansatzweise belegten &#8211; Einwand, dass damit auf irgendeine wundersame Weise Leben vor dem Virus gerettet werden könnten, offenbart neben einer äußerst partiellen Wahrnehmung auch ein sehr merkwürdiges Gesellschaftsverständnis, das kaum mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Argumentationsweise versteigt sich dann oft darin, auf die angeblich bessere Funktionsweise autoritärer, nicht-demokratischer Systeme (China!) zu verweisen und vor diesem Hintergrund die Notwendigkeit zur Beschneidung verfassungsgemäßer Freiheitsrechte hervorzuheben. <strong>Das ist aus demokratischer Perspektive nicht nur extremistisch, derartige Schlussfolgerungen ähneln auch beängstigend der Rhetorik der Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner</strong> (womit wir wieder beim Ausgangspunkt des ersten Absatzes dieses Textes wären).</p>



<p>Dies geht stets einher mit einer erstaunlichen Unkenntnis der staatlichen Funktionsweisen und Aufgaben, sowie  einem sehr unterentwickelten Verständnis von Technik im allgemeinen und digitalen Instrumente im besonderen. Das umgangssprachliche Krankheitsbild der &#8222;Covidiotie&#8220; haben offensichtlich nicht nur Pandemieleugner und Maskenverweigerer als hinreichende Klassifizierung für sich gepachtet. Wenn von diesen Protagonisten bereits die Vorzüge einer freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Gesellschaft angezweifelt werden, ist es natürlich mühsam, sie von den grundsätzlichen Vorteilen des Datenschutzes gegenüber einer permanenten Beobachtung mittels Kameras und der Auswertung von Bezahldaten zu überzeugen. Das würde an dieser Stelle auch den Rahmen sprengen &#8211; obwohl es reichlich gute Darstellungen dazu gibt. Eine nicht ganz unvoreingenommen ausgewählte Quelle findet sich zum Beispiel <a href="https://nerdwaerts.de/2019/01/wie-der-staat-mit-daten-umgeht/">hier</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weniger Datenschutz führt nicht zu mehr Nutzen </h2>



<p>Der Nutzen einer Absenkung der Datenschutzhürden für die bestehenden Funktionen der Corona-App dürfte sich hingegen als sehr beschränkt erweisen. Natürlich würden bei Zwangsmaßnahmen mehr Infizierte in der App als Risikofaktoren erscheinen &#8211;<strong> vorausgesetzt natürlich, sie wären zuvor auch entsprechend getestet worden.  Wenn diese Personen nach einer Testung plötzlich in der App angezeigt werden, würde das allerdings auch bedeuten, dass diese wissentlich gegen Quarantäneauflagen verstoßen hätten (und trotzdem ihr <strong>Smartphone außerhalb der eigenen vier Wände mit sich führen</strong></strong>)<strong>. Und dies müsste ja eigentlich auch bei einer gewöhnlichen lückenlosen Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter offenbar werden. </strong>Der Umstand, dass von derartigen Fällen bislang nur wenig zu hören war, und wenn, dann von einem <a href="https://www.merkur.de/bayern/coronavirus-nuernberg-mach1-bayern-party-club-infizierter-superspreader-quarantaene-gesundheitsamt-gaeste-zr-90029817.html">entsprechenden Medienecho begleitet</a>, mag daraufhinweisen, dass diese Zahl im Verhältnis zu den Gesamtinfektionen doch sehr, sehr überschaubar ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sinnvolle Funktionserweiterungen der Corona-App</h2>



<p>Unbestritten bleibt, dass man die Corona-App mit weiteren sinnvollen Funktionen ausstatten könnte. So gibt es mittlerweile auch <a href="https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/app-erkennt-corona-infizierte-am-husten-geraeusch/">Anwendungen</a>, die über den Einsatz von Verfahren des maschinellen Lernens am Husten eines Nutzes erkennen sollen, ob dieser mit Covid19 infiziert ist. Auch andere Features wie individuelle Tracking-Tagebücher, eine Archivfunktion oder spezifische Informationsangebote wären es sicher wert, darüber nachzudenken. Und würden die Infektionsmeldungen auch umgehend und umfassend an zentraler Stelle digital direkt eingepflegt, aufbereitet und nachverfolgt, würde sogar deren Erfassung über die App als Ergänzung Sinn machen. </p>



<p>Aber um Vernunft und Abwägung scheint es in dieser Diskussion ja auch eher nicht zu gehen. Hätten wir einen eindeutig identifzierbaren Schuldigen für die ganze Misere, wäre vieles leichter.</p>



<h2 class="wp-block-heading"> </h2>



<p><strong>Warum Datenschutz wichtig sein könnte: Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener &#8211; Wie der Staat mit Daten umgeht</strong></p>



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</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading"> </h2>



<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



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		<title>Wie der Staat mit Daten umgeht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2019 09:27:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere &#8222;Datenängste&#8220;, die Furcht online zuviel preiszugeben, projizieren wir oft auf Facebook, Google &#38; Co. Dabei gerät in den Hintergrund, welche &#8211; nicht selten auch zweifelhafte &#8211; Rolle dabei der Staat spielt, und zwar nicht nur in China mit seinem &#8222;Social Credit System&#8220;, sondern durchaus zunehmend auch hier bei uns, in Deutschland. Meist werden Zugeständnisse [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2019/01/wie-der-staat-mit-daten-umgeht/">Wie der Staat mit Daten umgeht</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere &#8222;Datenängste&#8220;, die Furcht online zuviel preiszugeben, projizieren wir oft auf Facebook, Google &amp; Co. Dabei gerät in den Hintergrund, welche &#8211; nicht selten auch zweifelhafte &#8211; Rolle dabei der Staat spielt, und zwar nicht nur in China mit seinem &#8222;Social Credit System&#8220;, sondern durchaus zunehmend auch hier bei uns, in Deutschland. Meist werden Zugeständnisse zu mehr staatlicher Kontrolle und behördlichem Eingriff mit der Notwendigkeit der Strafverfolgung und Verbrechensprävention begründet. Aber wiegt der Wunsch nach Sicherheit tatsächlich Einschränkungen der bürgerlichen Selbstbestimmung auf? Oder gefährdet der Datenhunger der Politik nicht in Wahrheit die Demokratie?</strong><br />
<span id="more-1475"></span><br />
Immer noch nicht totzukriegen ist das Mantra von den Daten als dem &#8222;neuen Gold&#8220; oder dem &#8222;Öl des 21. Jahrhunderts&#8220;. Meist auf ökonomische Zusammenhänge bezogen, stellt sich die Frage, ob dies nicht genauso auch für unsere persönlichen Daten gelten muss. Und ohne Zweifel kann man diesem Ausspruch dann die Frage entgegen, <a href="https://nerdwaerts.de/2016/01/wenn-daten-das-neue-oel-sind-warum-verhalten-wir-uns-dann-nicht-auch-so/" target="_blank" rel="noopener">warum wir uns dann eigentlich nicht auch so verhalten?</a>.</p>
<p>Gerade der besondere Wert, der heute Daten zukommt, und die Möglichkeiten, die heute durch die Digitalisierung und dadurch hervorgebrachte Technologien und Ansätze wie <a href="https://nerdwaerts.de/2016/11/industrie-4-0-datenoekonomie-und-kuenstliche-intelligenz-wie-daten-und-algorithmen-wirtschaft-und-gesellschaft-veraendern/" target="_blank" rel="noopener">Künstliche Intelligenz</a>, Data Mining und Predictive Analytics geschaffen werden, um tiefgreifende Erkenntnisse und Muster abzuleiten, sind &#8211; bei allen positiven Errungenschaften, die damit ebenfalls einhergehen &#8211; potenziell geeignet, das bürgerliche Selbstbestimmungsrecht in seinem Kern erheblich einzuschränken.</p>
<p>In <strong>Teil 1</strong> eines zweiteiligen Vortrags an der Hochschule Hof im Rahmen der jährlichen Vortragsreihe zur &#8222;Digitalisierung, Industrie 4.0 &amp; das Internet der Dinge&#8220; spricht<strong> Prof. Dr. Andreas Wagener</strong> über die Relevanz von Daten aus gesellschaftlicher und bürgerlicher Perspektive. Im folgenden <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WKseRCrqme0" target="_blank" rel="noopener">2. Teil spricht Prof. Dr. jur. Wachovius</a> über die rechtliche Betrachtungsweise der Problematik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vortrag am 05.12.2018 von Prof. Dr. Andreas Wagener im Rahmen der Vortragsreihe &#8222;Digitalisierung, Industrie 4.0 &amp; das Internet der Dinge&#8220; der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Hof: </strong></p>
<p><strong>&#8222;Wir der Staat mit Daten umgeht &#8211; was ist gesellschaftlich akzeptabel?&#8220;</strong><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/b56c0cf8c12b46e4a6bac30667af3051" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/HCrHE-fSLx0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a>.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2019/01/wie-der-staat-mit-daten-umgeht/">Wie der Staat mit Daten umgeht</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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		<title>Amazon als Hüter des Datenschutzes?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2017 09:07:21 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wahrnehmung digitaler Phänomene ist insbesondere in Deutschland manchmal merkwürdig: In punkto Datenschutz vertrauen die Deutschen Amazon mehr als Wikipedia&#8230; Manche Dinge muss man nicht verstehen. Bei einer Befragung aus dem Oktober 2017, welchen Internetakteuren am meisten Vertrauen entgegengebracht wird, schnitt gerade beim Thema Datenschutz einer der größten Datenkraken überhaupt besonders gut ab: Amazon. Amazon [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wahrnehmung digitaler Phänomene ist insbesondere in Deutschland manchmal merkwürdig: In punkto Datenschutz vertrauen die Deutschen Amazon mehr als Wikipedia&#8230;</strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/9a5ad0acd91a45d8b41bb8a189d44240" alt="" width="1" height="1" /><br />
<span id="more-1258"></span><br />
Manche Dinge muss man nicht verstehen. Bei einer Befragung aus dem Oktober 2017, welchen Internetakteuren am meisten Vertrauen entgegengebracht wird, schnitt gerade beim Thema Datenschutz einer der größten Datenkraken überhaupt besonders gut ab: Amazon.</p>
<h2>Amazon vertrauensvoll beim Datenschutz?</h2>
<p>Demnach billigen 51% dem eCommerce-Riesen zu, besonders vertrauensvoll auf diesem Gebiet zu sein. Google (32%), Facebook (19%) und Youtube (18%) wurden damit deutlich auf die Plätze verwiesen. Aber auch die als &#8222;Gemeingut agierende&#8220; Online-Enzyklopädie Wikipedia, die ja nun eigentlich nicht gerade als Tracking-Monster bekannt ist, erreichte mit 48% ein schlechteres Ergebnis.</p>
<h2>Wenig Vertrauen in Facebook</h2>
<p>Immerhin billigten 64% der Deutschen dem durch eine gemeinnützige Stiftung getragenen Online-Nachschlagewerk zu, &#8222;verantwortlich zu handeln&#8220;, wodurch man sich von der kommerziellen Konkurrenz deutlich absetzte. Während in dieser Kategorie der Konzern aus Seattle noch mit 46% auf einen im Vergleich akzeptablem Werte kam, musste sich Facebook mit wenig Vertrauen signalisierenden 21% begnügen.</p>
<h2>Die Internetriesen im Vergleich</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/9a5ad0acd91a45d8b41bb8a189d44240" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><div id="attachment_1263" style="width: 1108px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2017/12/Vertrauen-in-Amazon-und-Co.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1263" class="size-full wp-image-1263" src="http://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2017/12/Vertrauen-in-Amazon-und-Co.jpg" alt="Vertrauen in Amazon &amp; Co" width="1098" height="743" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2017/12/Vertrauen-in-Amazon-und-Co.jpg 1098w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2017/12/Vertrauen-in-Amazon-und-Co-300x203.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2017/12/Vertrauen-in-Amazon-und-Co-768x520.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2017/12/Vertrauen-in-Amazon-und-Co-1024x693.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 1098px) 100vw, 1098px" /></a><p id="caption-attachment-1263" class="wp-caption-text">Vertrauen in Amazon &amp; Co</p></div></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.gpra.de/gpra-vertrauensindex-vertrauen-in-online-versandhaeuser/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GPRA</a> / <a href="https://de.statista.com/infografik/12145/vertrauen-zu-internet-unternehmen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Statista</a></p>
<h2>Amazon als Hüter des Datenschutzes?</h2>
<p>Erstaunlich bleibt das Ergebnis jedoch vor allem beim Datenschutz, dürfte doch Amazon den anderen Playern wie Google, Youtube und Facebook im Verhalten bei der Datenerhebung und -verwertung nur wenig nachstehen. Während Google weiß, was wir suchen und Facebook was wir mögen, ist Amazon bestens informiert darüber, was wir kaufen. Ähnlich wie die anderen beiden Internet-Unternehmen sammelt Amazon alles was an Daten auf der eigenen Plattform wie auch außerhalb zur ergattern ist und erstellt damit detaillierte Nutzerprofile, die erschreckend präzise Voraussagungen über das zukünftige Nutzerverhalten ermöglichen.</p>
<h2>Digitale Bildung Fehlanzeige</h2>
<p>Aber in einem Land, in dem Digitalisierung immer noch eher <a href="http://nerdwaerts.de/2016/04/800/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bekämpft </a>als gefördert und eine massive Grundrechtseinschränkung wie die Vorratsdatenspeicherung ohne großen Widerstand einfach so durchgewinkt wurde, muss man sich wohl nicht zu sehr wundern. Offensichtlich haben wir ein ziemliches Defizit in der Digitalen Bildung&#8230;</p>
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		<title>Vortragsreihe &#8222;Digitale Wirtschaft, Industrie 4.0 und das ‚Internet der Dinge‘&#8220;</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2016/10/vortragsreihe-digitale-wirtschaft-industrie-4-0-und-das-internet-der-dinge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2016 13:22:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr geht die Vortragsreihe der Fakultät Wirtschaft an der Hochschule Hof in die zweite Runde. Die hochschulöffentliche &#8211; also für alle Interessierten offene und kostenfreie &#8211; Veranstaltung widmet sich dem Thema der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft und richtet sich explizit auch an Unternehmen und deren Mitarbeiter. Das Trendthema [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2016/10/vortragsreihe-digitale-wirtschaft-industrie-4-0-und-das-internet-der-dinge/">Vortragsreihe &#8222;Digitale Wirtschaft, Industrie 4.0 und das ‚Internet der Dinge‘&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr geht die Vortragsreihe der Fakultät Wirtschaft an der Hochschule Hof in die zweite Runde. Die hochschulöffentliche &#8211; also für alle Interessierten offene und kostenfreie &#8211; Veranstaltung widmet sich dem Thema der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft und richtet sich explizit auch an Unternehmen und deren Mitarbeiter. Das Trendthema „Industrie 4.0“, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Big Data-Anwendungen sowie die Anpassung einzelner Wirtschaftssektoren an die Entwicklung der Digitalisierung sind in diesem Jahr prägende Inhalte. </strong><br />
<strong> <img loading="lazy" decoding="async" class="floodwatch-notad floodwatch-screen-done" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/6677ed5e261a49478fa801bcd9892304" alt="" width="1" height="1" data-fw-local-ad-id="edf48197005d5429e3a6c6f687afe58713c27419" /></strong><br />
<span id="more-1047"></span></p>
<p><div id="attachment_1051" style="width: 262px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2016/10/ringvorlesung-2016.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1051" class="wp-image-1051 floodwatch-notad floodwatch-screen-done" src="http://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2016/10/ringvorlesung-2016.jpg" alt="Wagener Hochschule Hof Vortragsreihe Digitalisierung 2016" width="252" height="338" data-fw-local-ad-id="2bc314dcbfcc4215d753c3d892f3c0d06440ca2d" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2016/10/ringvorlesung-2016.jpg 758w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2016/10/ringvorlesung-2016-224x300.jpg 224w" sizes="auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px" /></a><p id="caption-attachment-1051" class="wp-caption-text">Hochschule Hof Vortragsreihe &#8222;Digitale Ökonomie, Industrie 4.0 &amp; das Internet der Dinge&#8220;, 2016</p></div></p>
<p>Wie im Vorjahr ist es das Ziel der Veranstaltungsreihe, für das Thema der Digitalisierung zu sensibilisieren und einen Beitrag zur Etablierung einer gesellschaftlichen Diskussion zu leisten. Betrachtet man die hierzulande immer noch sehr häufig zu Tage tretende Abwehrhaltung, die sich oft in einer gewissen Indifferenz gegenüber den wirtschaftlichen, aber auch politisch und gesellschaftlichen Auswirkungen, Chancen und Risiken zeigt, so scheint dies dringend angeraten. Viel zu oft werden lediglich die potenziellen Gefahren einer zunehmenden Digitalisierung beschrieben. Die Potenziale hingegen werden nicht selten immer noch, auch in Unternehmen, ignoriert oder zumindest nicht erkannt.</p>
<p>Die Veranstaltungen finden im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2016 an der <a href="https://www.hof-university.de/" target="_blank">Hochschule Hof</a> statt (REHAU Audimax, B023). Die Vorträge werden aufgezeichnet und können, ebenso wie weitere Unterlagen, sofern zur Verfügung gestellt, nach Veröffentlichung an dieser Stelle aufgerufen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Programm:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>26.10.2016 Industrie 4.0, Datenökonomie und Künstliche Intelligenz: Wie Daten und Algorithmen Wirtschaft und Gesellschaft verändern</strong></p>
<p>Prof. Dr. Andreas Wagener, Hochschule Hof</p>
<p><strong>Beschreibung:</strong><em><br />
</em>Der Einsatz Künstlicher Intelligenz bestimmt bereits heute schon unseren Alltag, oft ohne dass wir dies bemerken. Dieser Trend dürfte in der nahen Zukunft noch deutlich zunehmen. Daten und Algorithmen &#8211; und damit Computer, Maschinen und Roboter &#8211; werden die Bedingungen des unternehmerischen Erfolges wie auch das gesellschaftliche Miteinander maßgeblich bestimmen. Welche Chancen und welche Risiken leiten sich daraus ab? Und wie stellen wir die Weichen dafür richtig?</p>
<p>Zur Aufzeichnung des Vortrages:<br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/_kfXmqJevFs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>02.11.2016 Wie Deep Learning Smartphone und Smart Home wirklich smart macht</strong></p>
<p>Prof. Dr. René Peinl, Hochschule Hof</p>
<p><strong>Beschreibung:</strong><br />
Das Smartphone hat den klassischen PC als digitales Arbeitsgerät vielfach abgelöst, weil es immer dabei und schnell einsatzbereit ist. In der täglichen Anwendung zeigt sich aber schnell, dass der Begriff „smart“ noch lange nicht wörtlich zu nehmen ist. Die Nachfolger von Siri, Cortana und Co werden das aber ändern, indem sie mittels Deep Learning Algorithmen ihr einprogrammiertes „Wissen“ selbständig erweitern und dadurch den Anwender bei immer mehr Aufgaben direkt unterstützen können, anstatt auf Webseiten mit möglichen Hilfestellungen verweisen zu müssen. Dadurch können Fotos selbständig kategorisiert, Dialoge zwischen Mensch und Maschine geführt und Anwesenheit zuhause mit guter Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden. Mit diesen Basisfähigkeiten lassen sich durch Kombination eine Vielzahl hilfreicher Anwendungen entwickeln, die im Smart Home beim Energiesparen helfen und gleichzeitig den Komfort verbessern, den Rasen mähen und wässern oder Rezepte vorschlagen, die den individuellen Geschmack, den Inhalt des Kühlschranks und den Nährstoffbedarf für die körperliche Fitness berücksichtigen. Wer wissen will was geht und wie es funktioniert, kommt zu diesem Vortrag.</p>
<p>Die Präsentationsfolien zum Vortrag gibt es <a href="http://de.slideshare.net/rene_peinl/digitalisierung-des-privatlebens-wie-deep-learning-smartphone-und-smart-home-wirklich-smart-macht" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Zur Aufzeichnung des Vortrages:<br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/sWDq_Dg2Grw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>09.11. Digitalisierung für den Mittelstand: Trends in Produktion und Logistik 2017</strong></p>
<p>Prof. Dr. Chris Schmiech, Hochschule Hof</p>
<p><strong>Beschreibung:</strong><em><br />
</em>Die Begriffe „Industrie 4.0“ und „Digitalisierung“ und deren grundlegende Chancen und Herausforderungen sind nun in den Köpfen des Managements mittelständischer Unternehmen weitgehend präsent. Weniger konkret sind jedoch noch die Pläne einer möglichen Herangehensweise bzw. Implementierung. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund einer dynamischen technologischen Entwicklung. Welche technologischen Entwicklungen bringen das nächste Jahr? Welche Trends zeichnen sich ab? Was sind mögliche Bausteine einer „digitalen Agenda“?</p>
<p>Zur Aufzeichnung des Vortrages:<br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/G-t_KLFXcys" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>23.11. Nutze Deine Daten! Jetzt! </strong></p>
<p>Dr. Georg Jung, iisys und Matthias Nagel, Simba n³</p>
<p><em><strong>Beschreibung:</strong></em><br />
Einige Unternehmen haben es besonders gut verstanden, aus Daten der kompletten Wertschöpfungskette maximalen unternehmerischen Nutzen zu ziehen. So liefern E-Commerce-Unternehmen die Blaupausen dafür, wie das durch Internet und soziale Medien geänderte Kundenverhalten in neuen digitalen Geschäftsmodellen berücksichtigt werden kann. Anhand verschiedener Praxiseispiele wird gezeigt, dass dies auch im produzierenden Mittelstand anwendbar ist und wie damit Unternehmen zusätzlich zu einer umfassenden Nutzung der im Unternehmen vorhandenen Informationen auch Daten aus Internet und sozialen Medien gewinnbringend einbeziehen können. So konnte ein Netzbetreiber durch Data Science die digitale Transformation seines Kernprozesses „Potentialmanagement“ lösen und damit gleichzeitig auch die Beschaffungsprozesse optimieren. Ein weiteres Beispiel ist eine automatisierte Informationsbeschaffung zum Artikel-Bedarf von Automobilherstellern (Welche Artikel? Wann? An welchem Ort? und Wie?) und der Weiterverarbeitung durch einen Zulieferer, wodurch aufwändige manuelle Prozesse abgelöst werden konnten. Solche digitalen Unternehmen sind damit Ideengeber für den Mittelstand und „klassische“ Industriebetriebe.</p>
<p>Die Präsentationsfolien zum Vortrag gibt es <a href="http://www.slideshare.net/GeorgJung1/nutze-deine-daten-jetzt" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Zur Aufzeichnung des Vortrages:</p>
<p>Teil 1:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/6FzRBYgRikQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Teil 2:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/i5KKfSQ5AWM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>30.11. Open Hardware &#8211; Eine treibende Kraft hinter dem Internet der Dinge</strong></p>
<p>Prof. Michael Zöllner, Hochschule Hof</p>
<p><strong><em>Beschreibung:</em></strong><br />
Aktuelle Innovationen im Internet der Dinge (IoT), beim 3D Druck und in der Virtual Reality &#8211; den sogenannten Emerging Technologies – entwickeln sich oft aus klugen Ideen von kreativen Köpfen der Open Hardware Community. Diese Projekte werden derzeit gern von IT Konzernen wie Facebook, Microsoft und Google für hohe Summen aufgekauft und in das eigene Produktportfolio integriert. Andere bleiben jedoch erfolgreich unabhängig und der Community treu. Dieser Vortrag stellt eine Reihe von wegweisenden Open Hardware Projekten vor, zeigt deren Entwicklung und Finanzierung (z.B. Crowdfunding) auf und erklärt deren Bedeutung für die Digitalisierung, die Industrie 4.0 und die Gesellschaft. In einem praktischen Teil wird das Publikum einige dieser neuen Technologien selbst ausprobieren und damit experimentieren können.</p>
<p>Zur Aufzeichnung des Vortrages:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/OSnSfj8LyP4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>07.12. Sozialwirtschaft 4.0, Wie geht eine wenig IT-konforme Branche mit der Digitalisierung um? Besondere Herausforderungen und Chancen</strong></p>
<p>Prof. Dr. Dietmar Wolff, Hochschule Hof</p>
<p><em><strong>Beschreibung:</strong></em><br />
Die Sozialwirtschaft gilt hinsichtlich der Durchdringung mit IT eher als konservativ, der Dienst am Menschen wird immer wieder in den Vordergrund gestellt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was die Umwälzungen der Digitalisierung in anderen Branchen und die Erkenntnisse daraus für die Sozialwirtschaft bedeuten? Es wird ein Definitionsversuch für Sozialwirtschaft 4.0 bzw. die Digitale Transformation in der Sozialwirtschaft unternommen, die Chancen und Gefahren dabei für diese Branche betrachtet und daraus Handlungsempfehlungen für Einrichtungen und Verbände der Sozialwirtschaft, Politik und Verwaltung sowie die Softwareanbieter von Branchenlösungen abgeleitet.</p>
<p>Zur Aufzeichnung des Vortrages:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/5AGChU4uvD4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Informationen zur letztjährigen Veranstaltung, inklusive der Präsentation und Aufzeichnungen finden Sie <a href="http://nerdwaerts.de/2015/11/industrie40/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank">Facebook</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2016/10/vortragsreihe-digitale-wirtschaft-industrie-4-0-und-das-internet-der-dinge/">Vortragsreihe &#8222;Digitale Wirtschaft, Industrie 4.0 und das ‚Internet der Dinge‘&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Predictive Profiling: Mieter und ihre Integrität anhand des Social Media Verhaltens einschätzen</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2016/06/wie-man-mieter-anhand-ihres-social-media-verhaltens-einschaetzen-kann/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2016 04:55:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
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		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
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		<category><![CDATA[Scoring]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Score]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein britisches Startup hat eine Software entwickelt, mit der Vermieter Bonität und &#8222;Eignung&#8220; potenzieller Mieter durch die Analyse der Social Media Aktivitäten erkennen können sollen. Vermietern steht neuerdings ein Instrument zur Verfügung, um sich bei der Entscheidung, wem man sein Wohneigentum zur Nutzung überlässt, nicht nur auf das Bauchgefühl oder herkömmliche Überprüfungsmechanismen, wie Kreditauskünfte oder [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2016/06/wie-man-mieter-anhand-ihres-social-media-verhaltens-einschaetzen-kann/">Predictive Profiling: Mieter und ihre Integrität anhand des Social Media Verhaltens einschätzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/8382e2b412cf4ecaaf199b753b78bc17" alt="" width="1" height="1" />Ein britisches Startup hat eine Software entwickelt, mit der Vermieter Bonität und &#8222;Eignung&#8220; potenzieller Mieter durch die Analyse der Social Media Aktivitäten erkennen können sollen.</strong><br />
<span id="more-907"></span></p>
<p>Vermietern steht neuerdings ein Instrument zur Verfügung, um sich bei der Entscheidung, wem man sein Wohneigentum zur Nutzung überlässt, nicht nur auf das Bauchgefühl oder herkömmliche Überprüfungsmechanismen, wie Kreditauskünfte oder ähnliches, zu verlassen. Das britische Startup <a href="https://www.tenantassured.com/#intro" target="_blank">Tenant Assured </a> bietet an, potenzielle Mieter auf Grundlage ihres Verhaltens und ihrer Stellung innerhalb von Sozialen Medien zu untersuchen und zu &#8222;bewerten&#8220;.</p>
<h2>Analyse von Social Media Profilen</h2>
<p>Dazu werden Tweets, Kommentare und Facebook-Likes analysiert, und es wird überprüft, welche Produkte gekauft wurden, an welchen Orten man sich aufgehalten hat und auch mit wem man auf Facebook und anderen Netzwerken befreundet ist. Gezielt soll dabei auch nach spezifischen Keywords gefahndet werden, die das &#8222;Untersuchungsobjekt&#8220; auf Facebook, Twitter oder Instagram verwendet hat, beispielsweise etwa Begriffe wie &#8222;arm&#8220;, &#8222;kein Geld&#8220; oder &#8222;pleite&#8220;.</p>
<h2>Predictive Profiling mittels eines &#8222;Personality Scores&#8220;</h2>
<p>Diese &#8222;weichen&#8220; Daten werden mit den herkömmlichen &#8222;harten&#8220; Daten verknüpft, um auf diese Weise einen &#8222;Personality Score&#8220; festzulegen, der Auskunft über die &#8222;Eignung&#8220; eines potenziellen Mieters geben soll. Ziel ist es dabei ferner, auch persönliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft und Konfliktverhalten in Erfahrung zu bringen. Anders als bei traditionellen Überprüfungen, die sich stets auf die Vergangenheit beziehen, verspricht Tenant Assured somit auch Aussagen über das zukünftige Gebaren, gewissermaßen also ein &#8222;Predictive Profiling&#8220;, der potenziellen Mieter.</p>
<h2>Geschäftsmodell wird sehr kritisch aufgenommen</h2>
<p>Im Netz stieß das Geschäftsmodell &#8211; gelinde gesagt &#8211; nicht gerade auf Begeisterung. Zwar muss der jeweilige Mieter, um eine tiefer gehende Untersuchung zuzulassen, aktiv einem Scanning zustimmen. Die Gefahr besteht jedoch &#8211; gerade in sehr starken Vermietermärkten, wie in den Metropolen &#8211; dass diese &#8222;Freiwilligkeit&#8220; durch die Vermieter sehr schnell in eine &#8222;Pflicht&#8220; umgedeutet wird, also in Zukunft die Bereitschaft zur Öffnung der Social Media Accounts für die Software vorausgesetzt wird.</p>
<p>Das Werbevideo von Tenant Assured:<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/8382e2b412cf4ecaaf199b753b78bc17" alt="" width="1" height="1" /><br />
<iframe loading="lazy" src="https://player.vimeo.com/video/153602936" width="640" height="360" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><a href="https://vimeo.com/153602936">Tenant Assured</a> from <a href="https://vimeo.com/weareariseuk">Arise Web Design, Dev &amp; SEO</a> on <a href="https://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2016/06/wie-man-mieter-anhand-ihres-social-media-verhaltens-einschaetzen-kann/">Predictive Profiling: Mieter und ihre Integrität anhand des Social Media Verhaltens einschätzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die reflexhafte und sinnfreie Forderung nach Vorratsdatenspeicherung nach den Anschlägen von Paris</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2015/11/reflexhafte-und-sinnfreie-forderung-nach-vorratsdatenspeicherung-nach-den-anschlaegen-von-paris/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2015 12:20:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[jesuisparis]]></category>
		<category><![CDATA[paris]]></category>
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		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war zu erwarten, und es hat nicht lange gedauert. Das Blut in Paris ist kaum getrocknet und schon werden die Anschläge von Paris von  den notorischen &#8222;Vorratsdatenspeicherungsfetischisten&#8220; instrumentalisiert. Den ersten Preis als Schnellster in dieser Disziplin hat sich diesmal Jörg Radek, der stellvertretende Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft GDP gesichert. Gegenüber rp-online.de forderte er, das &#8222;eng gefasste Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung&#8220; zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2015/11/reflexhafte-und-sinnfreie-forderung-nach-vorratsdatenspeicherung-nach-den-anschlaegen-von-paris/">Die reflexhafte und sinnfreie Forderung nach Vorratsdatenspeicherung nach den Anschlägen von Paris</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war zu erwarten, und es hat nicht lange gedauert. Das Blut in Paris ist kaum getrocknet und schon werden die Anschläge <a href="http://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/prayforparis.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="  wp-image-279 alignleft" src="http://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/prayforparis-300x300.jpg" alt="prayforparis" width="180" height="180" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/prayforparis-300x300.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/prayforparis-150x150.jpg 150w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/prayforparis-230x230.jpg 230w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/prayforparis.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px" /></a>von Paris von  den notorischen &#8222;Vorratsdatenspeicherungsfetischisten&#8220; instrumentalisiert. Den ersten Preis als Schnellster in dieser Disziplin hat sich diesmal <a href="http://www.gdp.de/id/Radek" target="_blank">Jörg Radek, der stellvertretende Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft GDP</a> gesichert. Gegenüber rp-online.de forderte er, das <a href="http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/paris-gewerkschaft-der-polizei-fordert-bessere-vorratsdatenspeicherungs-moeglichkeiten-aid-1.5559847" target="_blank">&#8222;eng gefasste Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung&#8220; zu überdenken</a>. Es sei &#8222;deprimierend, wie regelmäßig die unsinnige Debatte über den sogenannten Überwachungsstaat wieder auflebt, sobald das Entsetzen über den Terror dem Alltag gewichen ist&#8220;. Man kann es sicherlich schon bedenklich finden, wenn ein Vertreter der Polizei von einem &#8222;sogenannten&#8220; Überwachungsstaat in diesem Zusammenhang spricht und die dagegen vorgebrachten Bedenken als &#8222;unsinnig&#8220; abtut. Denn genau das fordert er ja de facto damit.<br />
<span id="more-277"></span><br />
Perfide ist das Ganze auch deshalb, weil Frankreich gemeinsam mit Großbritannien wohl die weitgehendsten Überwachungsmaßnahmen in der EU eingeführt hat. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung#Frankreich" target="_blank">Schon seit 2006 dürfen Daten bis zu einem Jahr gespeichert bleiben.</a> Verhindern konnte dies die Terrorangriffe aber eben leider nicht. Die nun durch Bundestag und Bundesrat verabschiedete deutsche Regelung ist hiervon noch ein gutes Stück entfernt.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/886901e04f584f8b9a43ecfa7091e85e" alt="" width="1" height="1" /><br />
Wenn unsere Reaktion auf die Anschläge von Paris nun darin besteht, bürgerliche Freiheitsrechte weiter zu beschränken, dann haben die Terroristen des IS ihr Ziel erreicht.</p>
<p>Auf der anderen Seite zeigen solche Äußerungen aber auch: Unsere bürgerlichen Freiheiten werden nicht nur durch die Terroristen des IS bedroht.</p>
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