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	<title>Influencermarketing Archive - Nerdwärts.de</title>
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	<title>Influencermarketing Archive - Nerdwärts.de</title>
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		<title>Studie zu Erfolgsfaktoren im Sport-Influencer-Marketing</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 May 2021 13:29:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weil wegen Corona das Sponsoring von Sportveranstaltungen als Marketingoption entfallen ist, haben viele Werbetreibende aus dem Sportumfeld in den vergangenen Monaten nach alternativen Strategien gesucht. Insbesondere das Influencer-Marketing rückte damit noch stärker in den Fokus. Aber wie findet man die passenden Influencer? Gibt es Kriterien, nach denen man diese auswählt? Damit beschäftigt sich eine aktuelle [&#8230;]</p>
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<p><strong>Weil wegen Corona das Sponsoring von Sportveranstaltungen als Marketingoption entfallen ist, haben viele Werbetreibende aus dem Sportumfeld in den vergangenen Monaten nach alternativen Strategien gesucht. Insbesondere das Influencer-Marketing rückte damit noch stärker in den Fokus. Aber wie findet man die passenden Influencer? Gibt es Kriterien, nach denen man diese auswählt? Damit beschäftigt sich eine aktuelle Studie der Hochschule Hof.</strong></p>



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<span id="more-1960"></span>



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<p>Das Ziel der Untersuchung war es, aus Unternehmenssicht die wichtigsten Faktoren für die Auswahl adäquater Sport-Influencer zu definieren. Dabei sollte &#8211; spezifisch für die Sportbranche &#8211; ein Blick auf die entscheidenden Variablen geworfen werden, indem versucht wurde, die relevanten Faktoren zu ermitteln, die über eine positive Wahrnehmung beim Kunden entscheiden und zu klären, wie diese mithilfe von Influencer Marketing zu Geltung gelangen können. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Untersuchung anhand der Sport-Influencer Lewis Hamilton und Mats Hummels</h2>



<p>Hierzu wurde eine quantitative Studie zum Effekt der Influencer-Kampagenen auf die Markenwahrnehmung durchgeführt. Konkret geschah dies anhand von zwei Beispielen – Lewis Hamilton und Mats Hummels. Dabei wurde untersucht, welche Kriterien die Sportler erfüllen mussten, um einen positiven und nachhaltigen Eindruck bei den Kunden zu erzeugen. Dabei erfolgte ein Fokus auf eine spezifizierte Zielgruppe im Alter von 20 bis 30. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Sport-Influencer &#8211; Sympathie entscheidet </h2>



<p>Die Analysen zeigten, dass eine positive Einstellung &#8211; die Sympathie, die dem Influencer entgegengebracht wird &#8211; der dominante Faktor der Kundenwahrnehmung ist und sich die Unternehmen darauf konzentrieren sollten, diese zu erhöhen, damit auch die Kaufneigung der Konsumenten zunimmt. Ferner ließ sich konstatieren, dass die werbenden Sportler vor allem Attribute wie Vertrauenswürdigkeit, Fachkompetenz, Fit zum Produkt, Fit zur Marke und Sympathie erfüllen sollten. Darauf aufbauend lassen sich dann gezielt Marketingmaßnahmen definieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading"> </h2>



<p>Die vollständige Studie <em><strong>Liebl, Johanna (2021): Erfolgsfaktoren von Influencer Marketing mit Sportlern für eine positive Kundenwahrnehmung &#8211; Eine empirische Analyse.</strong></em> findet sich <a href="https://opus4.kobv.de/opus4-hof/frontdoor/index/index/start/3/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Wagener/docId/115"><strong>hier</strong></a>. und erschien in der <strong><em>Hofer Schriftenreihe zur Digitalen Ökonomie (Band Nr. 8), Herausgeber: A<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Wagener_(%C3%96konom,_1972)">ndreas Wagener</a></em></strong></p>
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		<title>KI im Marketing: maschinelle Kreativität und virtuelle Influencer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2019 12:20:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Künstliche Intelligenz ist in aller Munde &#8211; nun schon seit Jahren. Inzwischen zeigen sich auch immer deutlicher die Potenziale dieser Technologien. Vor allem im Kontext des Marketings sind die Entwicklungen inzwischen deutlich sichtbar. Neue Entwicklungen wie der Einsatz von KI in der Mediaplanung und für ein immer exakteres Targeting, aber auch in der Kreation, bei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2019/11/ki-im-marketing/">KI im Marketing: maschinelle Kreativität und virtuelle Influencer</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Künstliche Intelligenz ist in aller Munde &#8211; nun schon seit Jahren. Inzwischen   zeigen sich auch immer deutlicher die Potenziale dieser Technologien. Vor allem im Kontext des Marketings sind die Entwicklungen inzwischen deutlich sichtbar. Neue Entwicklungen wie der Einsatz von KI in der Mediaplanung und für ein immer exakteres Targeting, aber auch in der Kreation, bei der inhaltlichen Erstellung von Werbemitteln, bis hin zu &#8222;virtuellen Influencern&#8220;, verändern das Marketing nachhaltig.</strong></p>



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<span id="more-1578"></span>



<p><a href="https://nerdwaerts.de/2019/06/maschinelles-lernen-und-ki-im-marketing-lernmethoden-und-ihre-einsatzmoeglichkeiten-im-marketing/">Maschinelles Lernen</a>, das &#8222;Training&#8220; von Datenmodellen und der Einsatz von Algorithmen prägen den Marketing-Alltag heute bereits nachhaltig &#8211; oft ohne, dass es für den eigentlichen Anwender sichtbar wird. Gerade haben wir uns an &#8222;Recommendation Engines&#8220; à la Amazons &#8222;Kunden die das gekauft haben, haben auch gekauft&#8230;&#8220; oder &#8222;lernende&#8220;, dynamische Preisverfahren, die Preise jeweils individuell und kontextuell bestimmen, gewöhnt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Künstliche Intelligenz: zunehmend Standard im Marketing</h2>



<p>Währenddessen schreitet die Entwicklung mit großen Sätzen voran. Immer granularer &#8211; sogar auf DNS-Ebene &#8211; lassen sich mit Hilfe von KI Angebote heute personalisieren. Gesichtserkennung wird eingesetzt, um nicht nur die Zielgruppenzugehörigkeit eines Adressaten in Echtzeit zu bestimmen, sondern auch seine Emotionen, seine Einstellung gegenüber Produkten zu identifizieren. Und ebenso in der Mediaplanung greift man heute auf immer automatisiertere Entscheidungsverfahren zurück. Die Ausspielung von Werbung erfolgt profilbasiert in Millisekunden auf Grundlage von Mobilfunk- und andere Daten, autonom entschieden und durchgeführt von einem intelligentes System.</p>



<h2 class="wp-block-heading">KI im Marketing &#8211; ein neues Zeitalter? </h2>



<p>Immer öfter erbringen intelligente Systeme jedoch auch kreative Leistungen. Sie erstellen künstliche Fotos von Dingen, die nie existiert haben, sie schaffen alternative virtuelle Realitäten mit Inhalten &#8211; textlich wie audiovisuell &#8211; die auch im Marketing Verwendung finden: Sich gegenseitig trainierende Deep Learning Netzwerke, sogenannte &#8222;GANs&#8220; (Generative Adversarial Networks), produzieren massenhaft fotorealistische Stockbilder, die in der werblichen Kommunikation Verwendung finden können. Auch Bewegtbild lässt sich inzwischen in realistischer Optik durch KI produzieren. Sogar &#8222;virtual beings&#8220;, &#8222;virtuelle Lebewesen&#8220;, werden geschaffen, die als virtuelle Influencer Mode, Musik und andere Lifestyle-Artikel vermarkten. </p>



<p>Mit Recht lässt sich wohl behaupten, dass wir damit in einem neuen Zeitalter im Marketing angelangt sind.</p>



<p></p>



<p></p>



<p><strong>Zum Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wagener zu KI im Marketing: &#8222;Ein neues Zeitalter im Marketing: Künstliche Intelligenz, maschinelle Kreativität, virtuelle Realitäten &amp; DNA-Targeting</strong>&#8222;:</p>



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<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
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		<title>Influencer-Marketing als Antwort auf die Fragmentierung der Zielgruppen: Zielgruppenfragmentierung und Mediaplanung im digitalen Zeitalter (7/7)</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2016/03/influencer-marketing-als-antwort-auf-die-fragmentierung-der-zielgruppen-zielgruppenfragmentierung-und-mediaplanung-im-digitalen-zeitalter-77/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2016 20:29:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der heutige Medienkonsum ist geprägt von einer Zersplitterung in kleinste Zielgruppenfragmente, sogenannte &#8222;Tribes&#8220; &#8211; mediale Stammesgesellschaften, deren Verbreitung vor allem auch durch soziale Medien begünstigt wird. Doch wie will man diese in solch abgelegenen Gefilden noch erreichen? Im siebten und letzten Teil der Reihe &#8222;Zielgruppenfragmentierung und Mediaplanung im digitalen Zeitalter&#8220; beschäftigen wir uns mit der Zersplitterung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2016/03/influencer-marketing-als-antwort-auf-die-fragmentierung-der-zielgruppen-zielgruppenfragmentierung-und-mediaplanung-im-digitalen-zeitalter-77/">Influencer-Marketing als Antwort auf die Fragmentierung der Zielgruppen: Zielgruppenfragmentierung und Mediaplanung im digitalen Zeitalter (7/7)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der heutige Medienkonsum ist geprägt von einer Zersplitterung in kleinste Zielgruppenfragmente, sogenannte &#8222;Tribes&#8220; &#8211; mediale Stammesgesellschaften, deren Verbreitung vor allem auch durch soziale Medien begünstigt wird. Doch wie will man diese in solch abgelegenen Gefilden noch erreichen?</strong><br />
<span id="more-470"></span><em>Im siebten und letzten Teil der Reihe &#8222;<a href="http://nerdwaerts.de/2015/11/zielgruppenfragmentierung-und-mediaplanung-im-digitalen-zeitalter-17/" target="_blank">Zielgruppenfragmentierung</a> und Mediaplanung im digitalen Zeitalter&#8220; beschäftigen wir uns mit der Zersplitterung der Zielgruppen in Stammesgesellschaften und der Möglichkeit diesem Phänomen mit den Instrumenten des &#8222;Influencer Marketing&#8220; zu begegnen.</em></p>
<h2>&#8222;Stämme&#8220; in der Informationsgesellschaft</h2>
<p>Die Soziologie vergleicht die Entwicklungen in der Informationsgesellschaft nicht selten mit der Bildung von „Stämmen“ oder „Clans“. Als Stämme werden soziale Gruppen verstanden, die sich nicht nur aus privaten oder familiären Gründen zusammenschließen, sondern vor allem auch, weil sie gemeinsame Ziele und Interessen verfolgen. Diese Stammesbildung wird tagtäglich sichtbar in der digitalen Welt, sie findet vor allem in Sozialen Netzwerken und digitalen Foren statt. Die Entwicklung von Social Media hat es ermöglicht, sehr schnell und einfach „peer groups“ zu errichten, die Stammesgesellschaften in vielen Punkten sehr ähnlich sind. Aufgrund des hohen Individualisierungsgrades in der heutigen Informationsgesellschaft hat sich im Internet eine Vielzahl solcher Stammesgesellschaften gebildet, die sich durch einen hohen Spezialisierungsgrad, aber auch durch einen Konsens innerhalb des Stammens hinsichtlich gemeinsamer Interessen, Werte und Ziele auszeichnen. Letztlich aber gilt: „A group needs only two things to be a tribe: a shared interest and a way to communicate.”</p>
<p>Stammesmitglieder erscheinen in dieser Welt als „Community Mitglieder“, „Freunde“, „Follower“ und „Abonnenten“ / „Likers“ – indem sie die gleichen Interessen und Werte teilen. Früher wurden Stämme durch geographische Begebenheiten begrenzt, heute eliminiert die digitale Vernetzung diese Beschränkungen. Die Stämme werden dadurch potenziell größer, aber auch die Vielfalt an Stämmen nimmt zu. Auch gibt es, anders als in herkömmlichen Stammesgesellschaften, in der „Sozialen Netzwerkgesellschaft“ keinen Hinderungsgrund gleichzeitig Mitglied mehrerer Stämme zu sein.</p>
<h2>Stämme und Werte</h2>
<p>Die Digitalisierung hat zwar zu einer Erleichterung bei der Koordinierung und Vernetzung von Kommunikation geführt, aber auch das ist angesichts der Dimensionenvielfalt der Fragmentierung nicht ausreichend, um diese Gruppen zu erreichen: Stämme unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander und vergleichbare Stämme sind nicht immer an vergleichbaren Orten anzutreffen. Auch mögen bestimmte „Grundwerte“ – gemeinsame Interessen, Auffassungen, Überzeugungen, Tonalitäten – stammesübergreifend existieren, das bedeutet aber noch lange nicht, dass die einzelnen „Stammesmitglieder“ nicht in anderen Umgebungen davon abweichende „Werte“ vertreten können. Auch Stammeszugehörigkeiten klaffen an den Dimensionen der Fragmentierung auseinander. Es ist daher kaum möglich, mit allen Stämmen gleichzeitig und gleichartig zu kommunizieren.</p>
<h2>&#8222;Häuptlinge&#8220; sind gefragt: Tribalismus und Influencer-Marketing</h2>
<p>Stattdessen bedarf es, um Aufmerksamkeit in Stammesgesellschaften zu erzielen, „Häuptlingen“, denen zugehört wird. Es geht dabei um die Identifizierung von Meinungsführern und Meinungsbildnern, den „Influencern“, die Teil dieser Stämme sind, aber aufgrund ihrer Reputation und ihrer Vernetzung, innerhalb und auch außerhalb des Stammes, eine Sonderstellung gegenüber den anderen Mitgliedern innehaben. Gelingt es Werbungtreibenden, diese Influencer für sich zu gewinnen, so erlangen sie damit Zugriff auf diese „entlegenen“ Zielgruppenstrukturen. Kommunikation erfolgt dabei indirekt, über die Influencer, die ihrerseits dann autonom die Distribution der Botschaften innerhalb des Stammes übernehmen. Durch die Integration der Influencer in das Stammesgefüge lässt sich dabei die Fragmentierung überwinden, da diese ja selbst die Stammesmerkmale aufweisen. Die Aufgabe der Werbungtreibenden besteht somit darin, diese Meinungsbildner und -führer zu ermitteln, sie für sich zu gewinnen und sie mit entsprechend adäquaten Instrumenten auszustatten.</p>
<h2>Identifizierung von Influencern</h2>
<p>Die Identifizierung von zum Leistungsportfolio passenden Stämmen und geeigneten Influencern kann mittels einschlägiger Social Monitoring Software erfolgen, wobei sich hier zunächst entsprechende Themen und Haltungen, etwa zu den Produkten eines Werbungtreibenden, über Opinion Mining / Sentiment Analysis ermitteln ließen. In einem zweiten Schritt würden die einflussreichen Personen identifiziert – anhand ihrer Zentralität, Betweenness sowie ihres Impacts –, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen. Anschließend müsste deren spezifische Netzwerkstellung innerhalb relevanter Stämme, also beispielsweise entsprechender Communities oder Untergruppen sowie auch innerhalb nur über Interessen und Werte verbundener „Gruppen“, bestimmt werden. Bei entsprechender Granulierung führt dies zu einer praktikablen Fokussierung auf die relevanten Kommunikationspartner. An die Stelle einer unüberschaubaren Zahl von Einzelpersonen würde eine handhabbare Größe von Influencern treten. Dadurch ließe sich dann eine „Defragmentierung“ der Zielgruppenkommunikation einleiten.</p>
<h2>Neujustierung der Instrumente erforderlich</h2>
<p>Erfolgreiche Kommunikationsplanung bedarf heute einer breiten Ausrichtung. Dies betrifft sowohl akademische Betrachtungen als auch die Sphäre der angewandten Kommunikation. Wenn herkömmliche Zielgruppenverständnisse nicht mehr greifen, vor allem, wenn sie aufgrund mangelnder Operationalisierbarkeit irrelevant erscheinen, sind Justierungen der verwendeten Instrumente vonnöten. Diese Konsequenz ist das Ergebnis einer Entwicklung, die aus dem Informationsüberfluss des digitalen Medienzeitalters, der daraus resultierenden Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Adressaten und einer schier unendliche Vielfalt an Kanälen herrührt und mit einer fragmentarischen Individualisierung des medialen Konsums einhergeht. Wo sich früher Rezipienten auf fest umrissene Medienkanäle aufteilten, versickern nun die Zugänge in einer absorbierenden kommunikativen Diaspora.</p>
<h2>Fazit zur Beitragsreihe</h2>
<p>Die Beitragsreihe die hier nun ihren Abschluss findet hat versucht, diese Fragmentierung entlang von <a href="http://nerdwaerts.de/2015/11/dimensionen-der-zielgruppenfragmentierung-zielgruppenfragmentierung-und-mediaplanung-47/" target="_blank">fünf Dimensionen zu beschreiben</a> &#8211; peer groups, content, channels, formats, behaviour – an denen moderne Instrumente der Kommunikationsplanung und -durchführung anzusetzen haben. Wichtig erscheint dabei, dass der ursprüngliche Mechanismus – „suche passendes Werbeumfeld für die anvisierte Zielgruppe“ – heute auf den Kopf gestellt wird. Auswahl und Nutzung von Medien verläuft nicht mehr linear, sondern &#8211; im klassischen Sinne des Wortes &#8211; disruptiv. Gleichwohl ermöglichen die technischen Gegebenheiten heute immer stärker eine Berücksichtigung dieser Situation. Als Beispiel mag das<a href="http://nerdwaerts.de/2016/01/targeting-big-data-programmatic-advertising-als-antwort-auf-die-fragmentierung-der-zielgruppen-zielgruppenfragmentierung-und-mediaplanung-im-digitalen-zeitalter-57/" target="_blank"> hier angeführte Targeting bzw. Real Time Bidding / Programmatic Advertising</a> gelten, andere Ansätze wie die Ausrichtung an individuellen Nutzerpräferenzen und Netzwerkbeziehungen, wie durch Facebook praktiziert, können ebenfalls in diesem Licht betrachtet werden. Keiner der vorgestellten Ansätze zur operativen Nutzung kann alle fünf Dimensionen bedienen. Vielmehr bedarf es einer Kombination und Austarierung verschiedenster Maßnahmen um kommunikativ in der veränderten Umwelt bestehen zu können.</p>
<p>Die Rückschlüsse aus diesem Phänomen sind jedoch nicht nur technischer Art. Auch das mediale Geschäftsmodell verändert sich grundlegend, wenn individuelle Nutzerinteressen und -verhaltensweisen sich nicht mehr über ein einzelnes Medium bündeln lassen. An die Stelle der herkömmlichen „Medieneigner“ als Gatekeeper treten schon jetzt „Influencer“, in ihrem Mikrosegment einflussreiche Meinungsmacher, die es aus Sicht der Werbungtreibenden zu identifizieren gilt. Daraus sollte auch ein gewandeltes Verständnis des „Redakteurs“ im Medienunternehmen resultieren. Es reicht schon seit längerem nicht mehr aus, bloß „Content“ zu kreieren oder zu kuratieren. Stattdessen rücken Kompetenzen wie Moderations- und Netzwerkfähigkeit in den Vordergrund. Extrovertiertes Selbstmarketing muss viel deutlicher an die Stelle stiller Schreibtischarbeit treten, will man innerhalb dieser Netzkultur bestehen.</p>
<p>Die Entwicklung wird damit nicht abgeschlossen sein, die Individualisierung der Nutzer und die Fragmen-tierung der Zielgruppen wird sich mit zusätzlichen Medienkanälen wie den Wearables oder auch Datenimplantaten noch deutlich ausweiten. Diese Zusammenhänge mit den herkömmlichen Mitteln aus dem letzten Jahrhundert zu erfassen, zu beschreiben und nutzbar zu machen erscheint kaum möglich. Für eine sinnvolle praktische Kommunikationsplanung und ihre akademische Rezeption brauchen wir Alternativen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Quellen:</h2>
<p>Godin, Seth (2008): Tribes. We need you to lead us. London (eBook)<br />
McLuhan, Marshall (2003): Understanding Media: the extensions of man. Corte Madera</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2016/03/influencer-marketing-als-antwort-auf-die-fragmentierung-der-zielgruppen-zielgruppenfragmentierung-und-mediaplanung-im-digitalen-zeitalter-77/">Influencer-Marketing als Antwort auf die Fragmentierung der Zielgruppen: Zielgruppenfragmentierung und Mediaplanung im digitalen Zeitalter (7/7)</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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