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	<title>Algorithm Economy Archive - Nerdwärts.de</title>
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		<title>Transparenz und Verantwortung: Das Legitimationsproblem algorithmischer Entscheidungen in der Politik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 10:09:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im Zuge von Algorithmic Governance wird zunehmend auf den Einsatz von Algorithmen und KI für Entscheidungen und deren Ausführung in der praktischen Politik zurückgegriffen. Aber wie lassen sich diese Eingriffe demokratisch legitimieren und unter gesellschaftlichen Aspekten rechtfertigen? In den beiden vorangegangenen Beiträgen haben wir uns mit der Beschaffenheit von algorithmischen Entscheidungen und dem Problem des [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2022/03/transparenz-und-verantwortung-das-legitimationsproblem-algorithmischer-entscheidungen-in-der-politik/">Transparenz und Verantwortung: Das Legitimationsproblem algorithmischer Entscheidungen in der Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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<p><strong><strong><strong><strong><strong>Im Zuge von Algorithmic Governance wird zunehmend auf den Einsatz von Algorithmen und KI für Entscheidungen und deren Ausführung in der praktischen Politik zurückgegriffen. Aber wie lassen sich diese Eingriffe demokratisch legitimieren und unter gesellschaftlichen Aspekten rechtfertigen?</strong></strong></strong></strong></strong></p>



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<span id="more-2036"></span>



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<p>In den beiden vorangegangenen Beiträgen haben wir uns mit der <a href="https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/">Beschaffenheit von algorithmischen Entscheidungen und dem Problem des Einsatzes von KI in der Politik</a> (<a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AI Governance</a>) <a href="https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">(Teil 1)</a> sowie mit den <a href="https://nerdwaerts.de/2022/02/kategorien-und-erscheinungsformen-von-algorithmic-governance" target="_blank" rel="noreferrer noopener">entsprechenden Einsatzfeldern (Teil 2)</a> beschäftigt. Nachdem der Rückgriff auf diese Verfahren bereits faktisch erfolgt, gilt es dringend die Rechtmäßigkeit und Legitimität dieses Einsatzes zu hinterfragen.</p>



<p>Für die Akzeptanz algorithmischer Entscheidungen ist deren Nachvollziehbarkeit von großer Bedeutung. Je mehr Daten aus unterschiedlichen Datenquellen zur Verfügung stehen, umso komplexer geraten jedoch zwangsläufig die zugrundeliegenden Berechnungen. In der Praxis sind die Entscheidungspfade von <a href="https://nerdwaerts.de/2019/06/maschinelles-lernen-und-ki-im-marketing-lernmethoden-und-ihre-einsatzmoeglichkeiten-im-marketing/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KI </a>heute oft nur durch ein aufwändiges „reverse engineering“ zu entschlüsseln. Transparenz ist allerdings wichtig, damit verständlich ist, warum eine Entscheidung auf diese Art und Weise getroffen wurde – und sich davon Betroffene gegebenenfalls mit den Mitteln des demokratischen Rechtsstaats dagegen zur Wehr setzen können. <a href="https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20200206IPR72015/kunstliche-intelligenz-parlament-will-faire-und-sichere-nutzung-fur-verbraucher" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schon seit geraumer Zeit wird daher eine Art Bürgerrecht auf die Offenlegung algorithmischer Entscheidungen diskutiert.</a> Die Komplexität moderner, vielschichtiger „Deep Learning“-Systeme und die ihnen immanente Eigenständigkeit bei der Weiterentwicklung der Entscheidungssystematiken erschweren diese Rekonstruktion jedoch erheblich. Diesem Aspekt widmet sich das noch neue Forschungsfeld der „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Explainable_Artificial_Intelligence" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Explainable AI</a>“, welches zum Ziel hat, <a href="https://openaccess.city.ac.uk/id/eprint/23405/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Handreichungen für die Erklärung von KI-Entscheidungen im Alltag zu liefern</a> – zum Beispiel warum ein Versicherungsantrag abgelehnt oder die Kreditwürdigkeit eines Schuldners herabgestuft wurde – und auch um mögliche Diskriminierungen in diesem Kontext aufzudecken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="algorithmic-governance-und-algorithmic-bias">Algorithmic Governance und Algorithmic Bias</h2>



<p>Neben rational nachvollziehbaren Entscheidungswegen stehen hierbei auch technische Auswüchse und Fehlentwicklungen, wie der sogenannte „Algorithmic Bias“ im Fokus. Immer wieder kommt es zu einem vermeintlichen Versagen von algorithmischen Systemen, die plötzlich scheinbar irrationale, auch ethisch frag- oder verurteilungswürdige Ergebnisse produzieren. Die Ursache hierfür liegt allerdings meist nicht in der Systemstruktur, sondern im Lernprozess und ist in der Regel auf eine unausgewogene Zuführung von Trainingsdaten zurückzuführen.</p>



<p>Zu einer entsprechend zweifelhaften Berühmtheit brachte es ein von Google verwendeter Bilderkennungsalgorithmus, der Fotos autonom benannte und sortierte.&nbsp; Eine Aufnahme, die zwei Afroamerikaner zeigte, wurde mit der Bezeichnung „Gorillas“ etikettiert und verarbeitet. <a href="https://www.wsj.com/articles/BL-DGB-42522" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Aufschrei vor allem in den USA war entsprechend groß</a>. Als Ursache wurde eine unbeabsichtigte einseitige Auswahl und Verwendung von Trainingsbildmaterial identifiziert. Offenbar hatte man vorwiegend Fotos von hellhäutigen Personen für das Training der Kategorie Mensch verwendet, die Zuordnung eines Bildes eines dunkelhäutigen Menschen durch den Algorithmus erfolgte dann zwangsläufig unter großer Unsicherheit: Je nachdem welches Merkmal der Algorithmus als signifikant für die Zuordnung zu einer Kategorie identifizierte – auch Gorillas haben schwarze Haut – <a href="https://qz.com/1064035/google-goog-explains-how-artificial-intelligence-becomes-biased-against-women-and-minorities/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wurde die Sortierung entsprechend ausgeführt</a>. Dass sich auch Facebook etliche Jahre später, im Jahr 2021, mit einer vergleichbaren Problematik konfrontiert sah – der Newsfeed-Algorithmus fragte Nutzer, <a href="https://www.nytimes.com/2021/09/03/technology/facebook-ai-race-primates.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die sich ein Video mit dem Titel „Weißer Mann ruft Polizei wegen schwarzen Männern am Hafen“ angesehen hatten, ob sie nun „weitere Videos über Primaten“ sehen wollten</a> – zeigt, wie schwierig es offensichtlich ist, hier eine zufriedenstellende technische Lösung zu finden. Gerade im staatlichen Kontext wäre es aber selbstverständlich höchst problematisch, wenn Menschen nicht mehr als solche identifiziert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="predictive-policing-als-algorithmic-governance">Predictive Policing als Algorithmic Governance</h2>



<p>Im Bereich der staatlichen Governance sorgt in diesem Zusammenhang regelmäßig das sogenannte „Predictive Policing“ für Aufsehen, das vor allem in den USA, aber auch zunehmend in Europa zum Einsatz kommt. Mit dem Ziel, die Polizeiarbeit auf diese Weise effizienter zu steuern, soll die Wahrscheinlichkeit „zukünftiger“ Straftaten oder des Eintritts anderer polizeilicher Einsatzszenarien, aus einer Vielzahl von verfügbaren Datenquellen berechnet werden. <a href="https://openscholarship.wustl.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=6306&amp;context=law_lawreview" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Durch die entsprechend daraus abgeleitete erhöhte Präsenz in ermittelten Problembezirken soll es gelingen, die Kriminalitätsraten erheblich zu senken</a>. Kritiker bemängeln allerdings die damit ihrer Ansicht nach zwangsläufig einhergehende Diskriminierung, werden hier doch alle Bewohner eines Stadtteils automatisiert unter Generalverdacht gestellt, sofern die hinterlegten Algorithmen ihre Nachbarn „statistisch“ als vergleichsweise kriminell einstufen. Auch sind in den USA überwiegend afroamerikanische Gegenden von den zusätzlichen Polizeikontrollen betroffen, was dem System den Vorwurf der Ungleichbehandlung und des „Racial Profiling“&nbsp;einbrachte. Die Funktionsweise der algorithmischen Entscheidungsfindung definiert somit in diesem Fall den Umgang des Staates mit seinen Angehörigen, teilt diese automatisiert in mehr- und minderprivilegierte Gruppen und wirkt mit diesem „Bias“ unweigerlich auf den Bereich der Bürgerrechte ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="algorithmic-governance-und-transparenz">Algorithmic Governance und Transparenz</h2>



<p>Die Gewährleistung von Transparenz verkörpert gerade in „Sachfragen“ seit jeher eine wichtige erste Bedingung zum Schutz vor Verzerrungen und Manipulationen. Gerade da, wo eine direkte politische Aufsicht durch entsprechende Institutionen nicht möglich oder nicht zweckmäßig erscheint, ist im demokratischen Staat eine Überwachung durch das öffentliche Publikum unabdingbar. Aber nur, wenn staatliches Handeln hier tatsächlich sichtbar und „durchschaubar“ wird, kann die Öffentlichkeit dieser Kontrollfunktion auch gerecht werden.</p>



<p>Neben der Nachvollziehbarkeit ist auch die Zuweisung von Verantwortlichkeiten von Governance-Entscheidungen und die dazugehörige Rechenschaftspflicht, also die „Accountability“, für die Funktionsweise des demokratischen Staates unerlässlich. Sofern die Abwicklung politischer Prozesse von den menschlichen Repräsentanten eines Staates gewissermaßen auf eine technische Lösung „outgesourced“ wird, so ist deren Arbeitsweise einerseits aufgrund von Effizienzerfordernissen, andererseits aber auch hinsichtlich der Vereinbarkeit der generierten Ergebnisse mit den staatlichen Zielen regelmäßig zu überprüfen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="verantwortung-und-algorithmic-governance">Verantwortung und Algorithmic Governance</h2>



<p>Die Zurechenbarkeit politischer Handlungen ist in der Demokratie essentiell. Sie kann in diesem Kontext jedoch nur gewährleistet werden, wenn der Einsatz von Algorithmen ausdrücklich als Hilfsmittel der demokratisch legitimierten menschlichen Vertreter betrachtet wird – jedenfalls so lange es nicht möglich ist, den Algorithmus aufgrund von Unzufriedenheit mit den erbrachten Leistungen direkt selbst zu sanktionieren – also abzuwählen. Wenn diese – langfristig durchaus technisch denkbare &#8211; Option nicht besteht, bedeutet das, dass die Leistung eingesetzter Algorithmen zwingend mit den gewählten Repräsentanten des Staates, die diesen Einsatz verantworten, verknüpfbar sein muss. Dies bedeutet wiederum, dass nicht nur demokratische Kontrollinstanzen, sondern vor allem auch diejenigen, die den Einsatz von Algorithmen im Bereich der Governance verantworten, nachvollziehen und verstehen müssen, wie und warum diese auf ihre spezifische Weise funktionieren (oder eben nicht). Das kommt besonders dann zum Tragen, wenn die algorithmische Entscheidung einen hohen Automatisierungsgrad aufweist – in aller Regel bereits ab der <a href="https://nerdwaerts.de/2022/02/kategorien-und-erscheinungsformen-von-algorithmic-governance" target="_blank" rel="noreferrer noopener">beschriebenen Kategorie A2, in jedem Fall bei A3</a>, im Falle „echter“ <a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AI-Governance</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="explainable-ai-und-responsible-ai">Explainable AI und Responsible AI</h2>



<p>Der in jüngster Zeit verstärkt verwendete Begriff der „<a href="https://www.gartner.com/en/documents/3988006/hype-cycle-for-artificial-intelligence-2020" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Responsible AI</a>“ erweitert den oben genannten Terminus der „Explainable AI“. Er steht für den Übergang von Absichtserklärungen und formulierten Grundprinzipien hin zu einer Operationalisierung der Verantwortlichkeiten und Rechenschaftspflichten, auch, aber nicht ausschließlich, im Bereich der <a href="https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Algorithmic Governance</a>. Gleichwohl sind diese Bestrebungen in der Umsetzung derzeit noch als recht rudimentär einzuordnen – <a href="https://www.gartner.com/en/documents/3988006/hype-cycle-for-artificial-intelligence-2020" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zumindest was komplexere, KI-basierte Algorithmen betrifft</a>. Das bedeutet, dass sich zwar alle Ansätze zur demokratischen Legitimation von <a href="https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Algorithmic Governance</a> selbstverständlich am Umgang mit den beschriebenen Herausforderungen im Bereich der Transparenz und Accountability messen lassen müssen, gleichzeitig aber auch, dass dies vermutlich nur schwer mittels herkömmlicher Modelle und Vorgehensweisen gelingen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="grenzen-von-algorithmich-governance-und-ihrer-demokratischen-legitimation">Grenzen von Algorithmich Governance und ihrer demokratischen Legitimation</h2>



<p>Man könnte die Auffassung vertreten, dass angesichts der Bedeutung, die Algorithmen heute in unserem Alltag einnehmen, vielleicht bereits das Ende des Anthropozäns eingeläutet worden ist und wir damit nun am Anfang eines „posthumanen“ Zeitalters stehen. Das gilt vor allem dann, wenn man auf die Entwicklungen im Bereich der <a href="https://nerdwaerts.de/2019/06/maschinelles-lernen-und-ki-im-marketing-lernmethoden-und-ihre-einsatzmoeglichkeiten-im-marketing/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KI</a> und den entsprechenden Autonomiegrad solcher hoch entwickelten Systeme blickt. Entsprechend werden schließlich auch unter dem Aspekt der „Singularität“ die gesellschaftlichen und ökonomischen Auswirkungen <a href="https://philpapers.org/rec/BOSS" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diskutiert</a>, sollten Algorithmen und intelligente Systeme eines – nicht allzu fernen – Tages die menschliche Leistungs- und Adaptionsfähigkeit übertroffen haben.</p>



<p>De Facto sind Algorithmen heute schon nicht mehr rein technisch-rationale Konstrukte. Sie repräsentieren auch immer den Einfluss derjenigen, die an ihrer Entstehung beteiligt sind, sowohl politisch als auch technisch. Insofern können sie als eine Art „Amalgam“ aus Mensch und Code verstanden werden. In dieser Auffassung spiegelt sich das Grundprinzip der Denkschule des „Neuen Materialismus“ wider. Demnach erschiene es zunehmend unangebracht, zwischen Menschen und Nichtmenschen, Leben und nicht lebendiger Materie und auch zwischen Akteuren und Strukturen zu unterscheiden. Vielmehr vermischen sich Menschen und Computeralgorithmen zu „sozio-materiellen Assemblagen“ (Kim 2020), wodurch neue Handlungsfähigkeiten und daraus resultierende Wirkungsweisen entstehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="von-algorithmic-governance-zur-governance-of-things">Von Algorithmic Governance zur Governance of Things</h2>



<p>In Anlehnung an das vielzitierte „Internet der Dinge“ („<a href="https://nerdwaerts.de/?s=Internet+of+Things&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internet of Things</a>“) könnte auf diese Weise dann eine „Governance of Things“ entstehen. Die menschlichen Systementwickler diktierten dabei nicht die Funktionsweise des Algorithmus, die Governance entstünde aus dem Zusammenwirken von Algorithmus und Systementwicklern, explizit etwa beim menschlich induzierten Training mit <a href="https://nerdwaerts.de/2019/06/maschinelles-lernen-und-ki-im-marketing-lernmethoden-und-ihre-einsatzmoeglichkeiten-im-marketing/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KI</a>-Daten und der daraus resultierenden autonomen Lernentwicklung des Systems. Dieser Vorgang beinhaltet laufende Interaktionen und Iterationsschleifen zwischen beiden „Parteien“ und führt damit zu einer Verselbständigung dieser „Amalgambildung“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="spannungsfelder-von-algorithmic-governance">Spannungsfelder von Algorithmic Governance</h2>



<p>Die Frage ist jedoch, ob diese Betrachtungsweise der Legitimation algorithmischer politischer Entscheidungen dienen kann. Wie wir gesehen haben, bewegt sich <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Algorithmic+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Algorithmic Governance</a> in einem Spannungsfeld zwischen mehreren verschiedenen Polen, was es immens erschwert, hierauf eine eindeutige Antwort zu geben:</p>



<p>Einerseits kann sie für politische Ergebniseffizienz sorgen, indem die das menschliche Vermögen übersteigenden Rechenleistungen zielgerichtet eingesetzt werden. Andererseits besteht die Gefahr, dass damit im Einzelfall bürgerliche Rechte eingeschränkt werden oder dies Diskriminierung zur Folge hat, wenn Effizienz das ausschlaggebende Element von Politik wird.</p>



<p>Einerseits sorgt der Rückgriff auf Algorithmen für eine Versachlichung politischer Entscheidungen. Andererseits kann genau dies auch zu einer Entmenschlichung führen, wenn Einzelschicksale zu Gunsten „des großen Ganzens“ in automatisierten Entscheidungssituationen keine Berücksichtigung finden können.</p>



<p>Einerseits ist Transparenz der Entscheidungsprozesse ein wichtiges Legitimationserfordernis. Andererseits beinhaltet dies auch eine weitgehende Transparenz des Individuums, denn anders können spezifische Entscheidungen durch Algorithmen nicht effizient getroffen werden, wodurch aber das Bürgerrecht der informationellen Selbstbestimmung tangiert wird.</p>



<p>Diese Spannungsfelder berühren den Kern vieler hochrelevanter gesellschaftspolitischer Themen. Es erscheint schwer vorstellbar, diese bislang in allen Demokratien der Welt immer wieder aufs Neue auszuhandelnden Fragen einem letztlich doch seelenlosen System anzuvertrauen oder ihm hier zumindest ein qualitatives „Mitspracherecht“ einzuräumen &#8211; jedenfalls solange ein posthumanes Zeitalter noch nicht eingetreten ist. Und würde nicht gerade der regelmäßige Einsatz von intelligenten Algorithmen in der Politik dessen möglichen Eintritt beschleunigen?&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="algorithmic-governance-vs-ai-governance">Algorithmic Governance vs. AI Governance</h2>



<p>Der Unterschied zwischen „<a href="https://nerdwaerts.de/?s=Algorithmic+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Governance by Algorithms</a>“ und „<a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Governance by AI</a>“ ist im eigenständigen Lernen und dem Autonomiegrad algorithmischer Entscheidungen zu sehen. Solange Algorithmen ein bloßes Hilfsmittel der Regierungsarbeit darstellen, die Kontrolle bei den menschlichen Entscheidern verbleibt – <a href="https://nerdwaerts.de/2022/02/kategorien-und-erscheinungsformen-von-algorithmic-governance" target="_blank" rel="noreferrer noopener">so wie im vorigen Artikel in dieser Reihe in der Kategorie A1 beschrieben</a> – können diese einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur praktischen Politik leisten, indem sie Entscheidungen tatsächlich effizienter, sachlicher und transparenter machen. Mindestens aber, wenn von „echter“ <a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AI Governance</a> die Rede ist, aber eigentlich schon bei der <a href="https://nerdwaerts.de/2022/02/kategorien-und-erscheinungsformen-von-algorithmic-governance" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zweiten, nicht gänzlich autonomen Kategorie (A2)</a>, werden schnell die Grenzen legitimer Einsatzszenarien überschritten. Eine Legitimation nach demokratietheoretischen (humanistischen) Gesichtspunkten ist dann eigentlich nicht denkbar. Für den demokratischen Staat kann das dann aber in letzter Konsequenz nur bedeuten, dass <a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AI Governance</a> in sämtlichen Bereichen der staatlichen Sphäre ausgeschlossen werden sollte – mit allen Konsequenzen, die dies auch für bereits erprobte Anwendungen hat.</p>



<p>Solange wir davon ausgehen, dass Politik und gesellschaftliche Prozesse auch in Zeiten zunehmender Komplexität zuallererst Gegenstand zwischenmenschlicher Verhandlungen sind, sollten wir uns der Demokratie willen dieser Verantwortung höchstpersönlich und nicht verschanzt hinter einer Mauer aus Einsen und Nullen stellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p><em>Der Artikel erschien in überarbeiteter und deutlich erweiterter Form in der SWS-Rundschau, Andreas Wagener: Demokratische Legitimation von AI Governance, Sozialwissenschaftliche Rundschau, Heft 4/2021, 61. Jahrgang, S. 369 &#8211; 390</em></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p><strong>Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Wie der Staat mit Daten umgeht.</strong> <strong>Was ist gesellschaftlich akzeptabel?&#8220;:   </strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



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<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
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		<title>Kategorien und Erscheinungsformen von Algorithmic Governance</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 06:41:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Rückgriff auf Algorithmen und datenbasierte Entscheidungsmuster sowie zunehmend auch auf KI im Rahmen der „Algorithmic Governance“ verändert die praktische Politik grundlegend. Dabei unterscheiden sich die Einsatzfelder hinsichtlich ihres Autonomiegrades. Das Spektrum reicht von klassischen Analyseleistungen bis hin zu völlig autonomen politischen Entscheidungen durch KI. Im ersten Teil der Reihe haben wir das Prinzip der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2022/02/kategorien-und-erscheinungsformen-von-algorithmic-governance/">Kategorien und Erscheinungsformen von Algorithmic Governance</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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<p><strong><strong><strong><strong>Der Rückgriff auf Algorithmen und datenbasierte Entscheidungsmuster sowie zunehmend auch auf KI im Rahmen der „Algorithmic Governance“ verändert die praktische Politik grundlegend. Dabei unterscheiden sich die Einsatzfelder hinsichtlich ihres Autonomiegrades. Das Spektrum reicht von klassischen Analyseleistungen bis hin zu völlig autonomen politischen Entscheidungen durch KI.</strong></strong></strong></strong> </p>



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<span id="more-2029"></span>



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<p>Im <a href="https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/">ersten Teil</a> der Reihe haben wir das Prinzip der <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Algorithmic+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Algorithmic Governance</a> bzw. von <a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search">AI Governance</a> erläutert. Potenziell ist der Rückgriff auf <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Algorithmic+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Algorithmic Governance</a> in allen Politikbereichen denkbar, und auch de facto steigt die Zahl der Anwendungen Policyfeld-übergreifend seit Jahren kontinuierlich an – innerhalb und außerhalb Europas. Typische Einsatzgebiete sind insbesondere die Arbeitsmarktpolitik, Verkehrs- und Infrastrukturpolitik, Gesundheitspolitik, Innere Sicherheit und Verteidigung.</p>



<p>Neben der inhaltlichen Ausrichtung lassen sich die Erscheinungsformen von <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Algorithmic+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Algorithmic Governance</a> auch nach dem Grad ihrer Eigenständigkeit unterscheiden, der sich auch aus dem Maß ihrer „Anwendungsintelligenz“ ableitet. Diese steigt gleichfalls mit dem Grad der Automatisierung und der damit einhergehenden zunehmenden Unabhängigkeit von menschlichen Eingriffen. Demnach kann die Verwendung von Algorithmen im Bereich der staatlichen Governance in drei grundlegende Aufgabengebiete mit steigendem Autonomie- und Datenintelligenzgrad eingeteilt werden, die auch als aufeinander aufbauende, zeitlich versetzte Phasen zu betrachten sind.</p>



<p>Diese, hier als „<a href="https://nerdwaerts.de/2020/08/die-3a-des-ki-marketings/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">3As</a>“ bezeichneten Dimensionen, umfassen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>A1 – Analyse</strong></li>



<li><strong>A2 – Automation</strong></li>



<li><strong>A3 – Autonomes Agieren</strong></li>
</ul>



<p>Der Aspekt der <strong>Analyse</strong> bezieht sich zunächst auf sämtliche Aufgaben der Datenerfassung, und Dateninterpretation. Derartige Systeme werden in erster Linie entscheidungsvorbereitend eingesetzt, d.h. sie dienen dazu, die notwendige Datenbasis zu aggregieren, welche die Grundlage einer menschlichen Entscheidung bilden. Maschinell automatisiert kann also die Datensammlung und -auswertung sein, nicht aber die Entscheidungsfindung und -ausführung.&nbsp; Hierbei handelt es sich meist um klassische Wissens- und Datenmanagementsysteme.</p>



<p>Die Dimension der <strong>Automation</strong> baut auf der Vorarbeit der als A1 beschriebenen Systeme auf, bezieht aber auch die mechanisierte Ausführung spezifischer Aufgaben, die auf der zuvor erhobenen Datenbasis fußen, mit ein. Dies erfolgt weitgehend losgelöst von menschlichem Eingreifen, zwar grundsätzlich eigenständig, aber womöglich entlang vorab definierter Regeln, also nicht gänzlich autonom von externem menschlichen Einfluss. Meist werden Handlungsfolgen definiert, die aus dem Eintreten von bestimmten Ereignissen resultieren. Allerdings sind diese Handlungsfolgen nicht zwingend als unumstößlicher Automatismus zu sehen, der Mensch verbleibt in seiner Rolle als finale Entscheidungsinstanz. In der Praxis wird dies meist so gehandhabt, dass der Verantwortliche zwar gegen die konsekutiv-rationale Empfehlung des Systems handeln kann, dieses Abweichen aber dann dokumentiert und begründet werden muss. Ganz entscheidend ist dabei, wie hier die Interaktion zwischen System und Mensch ausgestaltet wird, also ob dem menschlichen Entscheider das System weiterhin als Hilfsmittel untergeordnet bleibt oder ob für ihn lediglich die Rolle des Vetogebers in einem ansonsten völlig autonom gestalteten Prozess als „Ultima Ratio“ vorgesehen ist. In der Regel verläuft somit hier die – aus diesem Grunde nicht immer ganz eindeutige – Grenze zwischen herkömmlicher „<a href="https://nerdwaerts.de/?s=Algorithmic+Governance&amp;submit=Search">Algorithmic Governance</a>“ und „<a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search">AI Governance</a>“.</p>



<p>Die Analyse und die Automation der Verarbeitungsprozesse bilden die Voraussetzung für die eigenständige Handlungsfähigkeit eines Systems, auch ohne eine „Rückkoppelung“ mit festgesetzten „Aktionsmaximen“. Eigenständiges Anstoßen autonomer Prozesse, ohne menschliches Zutun, echtes <strong>autonomes Agieren</strong>, stellt die Endstufe intelligenter, eigenständiger algorithmischer Systeme dar – gewissermaßen also <a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search">AI Governance</a> in Reinform. Ein mögliches menschliches Vetorecht, wie oben beschrieben, hat nurmehr den Charakter einer Qualitätskontrolle, verändert aber nicht den Charakter des Systems als im Kern eigenständige und unabhängige Intelligenz. Auch wenn derartige Anwendungen heute noch hypothetischer Natur zu sein scheinen, zeigt der technische Fortschritte auf dem Gebiet der angewandten KI deutlich, dass es sich hierbei nicht um bloße Zukunftsvision handelt, sondern, dass der Einsatz dieser Systeme schon bald sehr konkret werden könnte.</p>



<p>Um die Gliederung in die „<a href="https://nerdwaerts.de/2020/08/die-3a-des-ki-marketings/">3A</a>“ zu verdeutlichen, sollen im Folgenden jeweils entsprechende Beispiele beschrieben werden:</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="algorithmic-governance-a1-analyse">Algorithmic Governance: A1 – Analyse</h2>



<p>Das Sozialprognosen-System <a href="http://cejfe.gencat.cat/web/.content/home/recerca/cataleg/crono/2015/taxa_reincidencia_2014/tasa_reincidencia_2014_cast.pdf">„Riscanvi“ wird von katalanischen Gefängnissen genutzt</a>, um Bewährungsentscheidungen vorzubereiten. Insassen werden in regelmäßigen Abständen, mindestens alle 6 Monate, befragt. Aus den erfassten Erkenntnissen berechnet das Programm eine Risikoprognose, die regelmäßig evaluiert wird und gegebenenfalls zur Justierung der Systematik führt. Riscanvi bezieht dabei Informationen zu verschiedenen Risikofeldern ein, zum Beispiel Konflikte mit anderen Insassen, Rückfälle zur Gewalttätigkeit, Selbstverletzungen und Verstöße gegen die Bedingungen von Hafturlauben, aber auch Daten zur sozialen Situation wie fehlende familiäre Unterstützung oder die persönliche finanzielle Lage der Häftlinge. Methoden maschinellen Lernens kommen dabei nicht zum Einsatz, Eingriffe in die Logik des Systems erfolgen allein händisch auf Basis der Evaluationsergebnisse. Laut offiziellen Angaben besteht für die Nutzer des Systems keine Verpflichtung, den Vorschlägen zu folgen. Sie gelten als Orientierungshilfe, aber nicht als Maßgabe. Eine Begründung, warum man gegen die Empfehlung des Systems entscheidet, ist nicht notwendig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="algorithmic-governance-a2-automation">Algorithmic Governance: A2 – Automation</h2>



<p>Ein Beispiel für die zweite Kategorie der Algorithmen im Bereich der Governance stellt das automatisierte Steuerprüfungssystem <a href="https://www.nextinpact.com/article/29849/108463-contre-fraude-fiscale-toute-population-francaise-sous-lil-datamining-cvfr">CFVR</a> der französischen Finanzbehörden dar. Auf Basis von Daten aus früheren Kontrollen wird versucht, aktuelle Verhaltensmuster von steuerpflichtigen Unternehmen und Privatpersonen zu analysieren und auffällige Verhaltensweisen, die auf illegale Aktivitäten und Versuche von Steuerhinterziehungen hinweisen, zu identifizieren. Verknüpft wird dies mit anderen staatlichen und privaten Datenquellen, <a href="https://news.bloombergtax.com/daily-tax-report-international/how-french-tax-authorities-search-online-social-networks-to-detect-fraud">wie Kontodaten, Informationen von Katasterämtern und ausländischen Unternehmensverzeichnissen, aber auch Daten aus den Sozialen Medien</a>. Dabei kommen auch Netzwerkanalysen, die das Beziehungsgeflecht zu anderen Personen und Institutionen beleuchten zum Einsatz, etwa um Komplizenschaften aufzudecken. Damit entsteht ein Gesamtbild, dass sich dem Steuerfahnder im Rahmen der herkömmlichen Arbeit nur schwer erschlossen hätte. Der Algorithmus aggregiert und verdichtet die vorliegenden Informationen, um daraus konkrete Handlungsaufträge abzuleiten. Ziel ist es, jede zweite Steuerkontrolle durch den Algorithmus auszulösen. Die Steuerfahnder erhalten dazu jeweils für ihren Aufgabenbereich eine Liste der zu kontrollierenden privaten und juristischen Personen, es obliegt aber letztlich ihrer jeweiligen Entscheidung, ob diese Kontrolle tatsächlich auch durchgeführt wird. Ein eigenständiger Automatismus, der autonom die berechnete Steuerschuld eintreiben würde, existiert nicht und ist auch nicht angedacht.<a href="https://algorithmwatch.org/en/france-tax-automated-dgfip/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Gleichwohl gibt es Bestrebungen, hier eine stärkere Verpflichtung zur Betätigung für die Behörden seitens des Finanzministeriums durchzusetzen</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="algorithmic-governance-a3-autonomes-agieren">Algorithmic Governance: A3 – Autonomes Agieren</h2>



<p>Auch wenn die Dimension des „Autonomen Agierens“ zunächst noch sehr zukunftsbezogen erscheint, lassen sich angesichts einiger existierender Anwendungen in der Praxis bereits verschiedene Einsatzszenarien skizzieren, wie die folgenden Beispiele zeigen:</p>



<p>China verfügt bereits über ein weitverzweigtes Kameranetz im öffentlichen Raum. Dieses wird nicht nur zu Überwachungszwecken und für Ziele der inneren Sicherheit genutzt, sondern dient auch der Legitimation und der Abwicklung von Transaktions- und Zahlungsprozessen, so ist es etwa an vielen Stellen möglich, mittels entsprechender Apps per Gesichtserkennung und personalisiert hinterlegter Kontoinformationen zu zahlen. Im Zuge der Bestrebungen, ein staatliches „<a href="https://nerdwaerts.de/2019/01/wie-der-staat-mit-daten-umgeht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Social Credit System</a>“ zur wertkonformen Verhaltensbeeinflussung zu errichten, entstand auch die Idee, die öffentlichen Videosysteme dazu zu nutzen, individuelle Verfehlungen im Straßenverkehr durch eine Art „sozialen Pranger“ zu ahnden. Personen, die eine rote Fußgängerampel missachteten, wurden im Moment des Regelverstoßes, in „Echtzeit“, auf eine Videowand in der Nähe projiziert – zunächst als bloße Erziehungsmaßnahme und abschreckendes Beispiel. Diskutiert wurde jedoch in der Folge, ob man mittels der bereits verwendeten „pay per face“-Technologie und durch die entsprechende Verknüpfung der jeweiligen Datenbanken dieses Verfahren nicht dazu nutzen könne, direkt und automatisiert Bußgelder gegen die überführten Verkehrssünder zu verhängen und sofort von diesen einzuziehen. Ein menschliches Eingreifen wäre dazu dann nicht mehr notwendig, das System übernähme den kompletten Bereich der Tatbestandsermittlung, <a href="https://www.cnet.com/news/jaywalking-in-china-surveillance-system-will-sms-you-a-fine/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der Festlegung des Strafmaßes und der Ausführung der Strafe bzw. die zugrundeliegende finanzielle Abwicklung</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="algorithmic-governance-autonomes-agieren-im-kampfeinsatz">Algorithmic Governance: Autonomes Agieren im Kampfeinsatz</h2>



<p>In anderen Bereichen der staatlichen Sphäre mit ungleich größerer Tragweite sind solche Automatismen bereits seit längerem in der Praxis etabliert. Dies gilt insbesondere für den militärischen Bereich und die autonome Kriegsführung: Für Aufsehen sorgte zuletzt ein UN-Bericht, der beschrieb, wie eine militärische Drohne in Libyen im Jahr 2020, ohne ausdrückliche menschliche Veranlassung, <a href="https://undocs.org/S/2021/229">ein feindliches militärisches Ziel mit ihrem Waffensystem attackierte und eigenständig „Jagd machte“ auf die gegnerischen Verbände</a>. Die selbststeuernde Drohne agierte unabhängig und ohne Datenverbindung zum menschlichen Militärpersonal. Damit entfiel hier selbst die ansonsten bei autonomen Militärschlägen mit potenziell tödlicher Wirkung vorgesehene menschliche Freigabe. Das System agierte auf Basis seiner <a href="https://nerdwaerts.de/?s=KI&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KI</a> völlig <a href="https://www.newscientist.com./article/2278852-drones-may-have-attacked-humans-fully-autonomously-for-the-first-time/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">losgelöst</a>. Damit würde dieser Vorfall ein nahezu reines Beispiel für Autonomes Agieren von Algorithmen im staatlichen Auftrag beschreiben. Auch wenn hierfür der Begriff der Governance womöglich eine etwas weitgehende Spreizung erfährt, markiert dies den potenziellen Handlungsrahmen und die Einsatzmöglichkeiten zukünftiger <a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI+Governance&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AI Governance</a> recht eindrucksvoll.</p>



<p>Im nächsten Beitrag, der Fortsetzung dieser Reihe zur <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Algorithmic+Governance&amp;submit=Search">Algorithmic Governance</a>, widmen wir uns der Legititmationsproblematik algorithmischer und <a href="https://nerdwaerts.de/?s=KI&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KI</a>-basierter Entscheidungen in der Politik.</p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p><em>Der Artikel erschien in überarbeiteter und deutlich erweiterter Form in der SWS-Rundschau, Andreas Wagener: Demokratische Legitimation von AI Governance, Sozialwissenschaftliche Rundschau, Heft 4/2021, 61. Jahrgang, S. 369 &#8211; 390</em></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p><strong>Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Wie der Staat mit Daten umgeht.</strong> <strong>Was ist gesellschaftlich akzeptabel?&#8220;:   </strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<iframe loading="lazy" width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/HCrHE-fSLx0" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe>



<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
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		<title>Standort Deutschland, Industrie 4.0 und die Digitalisierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2015 21:40:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie 4.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Vom Exportweltmeister zum digitalen Entwicklungsland?&#8220; Die Begrifflichkeit &#8222;Industrie 4.0&#8220; ist, wohl ursprünglich auf der Hannover Messe 2011 eingeführt, eigentlich ein reiner Marketingbegriff, eine Worthülse, die nur in Deutschland verwendet wird. In der Bevölkerung immer noch kaum bekannt, führt auch ein detailliertes Nachfragen oft zu sehr unterschiedlichen Definitionen. Meist bezieht sie sich nur auf die Digitalisierung der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8222;Vom Exportweltmeister zum digitalen Entwicklungsland?&#8220;</h2>
<p><strong> Die Begrifflichkeit &#8222;Industrie 4.0&#8220; ist, wohl ursprünglich auf der Hannover Messe 2011 eingeführt, eigentlich ein reiner Marketingbegriff, eine Worthülse, die nur in Deutschland verwendet wird. In der Bevölkerung immer noch kaum bekannt, führt auch ein detailliertes Nachfragen oft zu sehr unterschiedlichen Definitionen. Meist bezieht sie sich nur auf die Digitalisierung der Produktion als Weiterentwicklung der Automatisierung und auf die &#8222;Kommunikation&#8220; von Maschinen und Steuerungssystemen. Dass gerade mit den anfallenden Daten auch neue völlig neue Geschäftsmodelle kreiert werden können, wird zu Lasten einer Überbetonung der Prozessoptimierung oft übersehen. Außerhalb Deutschlands ist der Begriff weitgehend unbekannt. Stattdessen spricht man hier von &#8222;(Industrial) Internet Of Things&#8220;. Nur dieses weitergefasste Verständnis ermöglicht den Zugriff auf die Geschäftsmodelle der Sharing- und Plattformökonomie und die damit verbundenen Netzeffekte. </strong> <img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/6677ed5e261a49478fa801bcd9892304" alt="" width="1" height="1" /><br />
<span id="more-226"></span><br />
<strong>Die Einführungsveranstaltung zur <a href="http://nerdwaerts.de/?p=222" target="_blank">Ringvorlesung &#8222;Digitalisierung, Industrie 4.0 &amp; das Internet der Dinge&#8220;</a> der Fakultät Wirtschaft an der Hochschule Hof:</strong></p>
<p><strong>&#8222;Standort Deutschland, Industrie 4.0 und die Digitalisierung: Vom Exportweltmeister zum digitalen Entwicklungsland?&#8220;</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/6677ed5e261a49478fa801bcd9892304" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong>Prof. Dr. Andreas Wagener, Professur für Digitales Marketing und </strong></p>
<p><strong>Prof. Dr. Chris Schmiech, Professur für internationales Beschaffungs- und Produktionsmanagement</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>am 21.10.2015 in Hof</p>
<p>Zur Vorlesung auf Youtube:<br />
<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/VNJqYQtv7hA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><a href="https://youtu.be/VNJqYQtv7hA" target="_blank">Standort Deutschland, Industrie 4.0 und die Digitalisierung: Vom Exportweltmeister zum digitalen Entwicklungsland?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Link zur <a href="http://de.slideshare.net/WagenerAndreas/standort-deutschland-industrie-40-und-die-digitalisierung-vom-exportweltmeister-zum-digitalen-entwicklungsland-andreas-wagener-chris-schmiech">Präsentation: Andreas Wagener / Chris Schmiech: Standort Deutschland, „Industrie 4.0“ und die Digitalisierung: Vom Exportweltmeister zum digitalen Entwicklungsland?</a></p>
<p><a href="http://de.slideshare.net/WagenerAndreas/standort-deutschland-industrie-40-und-die-digitalisierung-vom-exportweltmeister-zum-digitalen-entwicklungsland-andreas-wagener-chris-schmiech" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-246" src="http://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/Indsutrie-4-EInführung-Wagener-Schmiech-300x224.jpg" alt="|hardcopy|2015/11/14 19:21:11 AWagener DOL-WAGENER" width="300" height="224" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/Indsutrie-4-EInführung-Wagener-Schmiech-300x224.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/Indsutrie-4-EInführung-Wagener-Schmiech-1024x765.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/11/Indsutrie-4-EInführung-Wagener-Schmiech.jpg 1371w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die weiteren Veranstaltungen der Ringvorlesung finden sie hier: <a href="http://nerdwaerts.de/2015/11/industrie40/" target="_blank">Ringvorlesung: &#8222;Digitalisierung, Industrie 4.0 &amp; das Internet der Dinge&#8220;</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2015/11/standort-deutschland-industrie-4-0-und-die-digitalisierung/">Standort Deutschland, Industrie 4.0 und die Digitalisierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
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