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	<title>Dynamic Pricing Archive - Nerdwärts.de</title>
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		<title>Dynamic Pricing mit Künstlicher Intelligenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 13:13:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dynamic Pricing, die situative Anpassung von Preisen, ist ein schon länger bewährtes Mittel um unterschiedliche Preisbereitschaften abzugreifen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten auf diesem Gebiet. Der Prozess der Preisfindung hat sich seit dem Aufkommen des Internets deutlich verändert. Schon immer bestand die Herausforderung darin, Informationen über das Verhalten der Konsumenten korrekt erheben [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2019/11/dynamic-pricing-mit-kuenstlicher-intelligenz/">Dynamic Pricing mit Künstlicher Intelligenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Dynamic Pricing, die situative Anpassung von Preisen, ist ein schon länger bewährtes Mittel um unterschiedliche Preisbereitschaften abzugreifen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten auf diesem Gebiet. </strong></p>



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<span id="more-1622"></span>



<p>Der Prozess der Preisfindung hat sich seit dem Aufkommen des
Internets deutlich verändert. Schon immer bestand die Herausforderung darin,
Informationen über das Verhalten der Konsumenten korrekt erheben und
verarbeiten zu können, um die Preisbereitschaften der Kundschaft „optimal“ aus
Unternehmenssicht zu identifizieren. Die Datenmenge, die hierzu durch die
fortschreitende Digitalisierung bereitsteht, lässt sich schon seit geraumer für
„dynamisierte“ Preisfestsetzungsverfahren nutzen. Dieses „Dynamic Pricing“
finden wir heute nicht nur im E-Commerce, wo entlang der vorliegenden
Nutzerdaten individuell Angebote unterbreitet und unterschiedliche Preise
aufgerufen werden. Auch im stationären Handel existieren zunehmend „digitale“
Preisauszeichnungen, die je nach Nachfrage oder Lagerbestand automatisch
justiert werden können, auch sind durchaus Entwicklungen denkbar, die dabei
auch vorliegende Informationen über potenzielle Käufer bei der Kalkulation
miteinbeziehen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Dynamic Pricing mit Künstlicher Intelligenz</h2>



<p>Durch den Einsatz von <a href="https://nerdwaerts.de/?s=K%C3%BCnstliche+Intelligenz&amp;submit=Search">Künstliche
Intelligenz</a> (<a href="https://nerdwaerts.de/?s=KI&amp;submit=Search">KI</a>), gewinnen diese
Ansätze weiter an Bedeutung. Verfahren des <a href="https://www.marketing-boerse.de/fachartikel/details/1927-ki-methoden-und-anwendungsgebiete-im-marketing/158327">maschinellen
Lernens</a> helfen dabei, eine Vielzahl von „Signalen“ und „Dateninputs“ zu
verarbeiten. Autonome intelligente Systeme sind nun zunehmend in der Lage, sich
in „Echtzeit“ permanent ändernden Rahmenbedingungen anzupassen und situativ und
individuell den „besten“ Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung
festzulegen. Das erfasst grundsätzlich alle digital getriebenen Transaktionen –
im eCommerce genauso wie bei der Automatisierten Werbemittelausspielung im
Rahmen des „Programmatic“ bzw. „Real Time Advertising“. </p>



<p>Aus einer großen Menge an Datenpunkten lassen sich Muster im
Nachfrageverhalten und bei den entsprechenden Preisbereitschaften
identifizieren. Aus der Kombination von historischen wie auch Echtzeitdaten
wird versucht zu errechnen, wie ein Kunde auf eine bestimmte Preisanpassung voraussichtlich
reagiert. Ziel ist dabei, die jeweils situative „Preis-Absatz-Funktion“, die
beschreibt, welcher Absatz zu einem bestimmten Preis generiert werden kann, zu
simulieren und hinsichtlich des Umsatzes oder auch mit Blick auf den jeweiligen
Deckungsbeitrag zu optimieren. Kombiniert wird dies oft mit einer allgemeinen
Absatzprognose, die sich an die Erwartungen für den Gesamtmarkt anlehnt und die
Disposition und Lagerhaltung beeinflusst. Auch diese Informationen fließen
möglicherweise bei der Preisbildung mit ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Maschinelles Lernen &amp; Preismodelle</h2>



<p>Im Prinzip erstellt man hierzu zunächst ein Modell, das mit
den bestehenden „fixen“ und historischen Daten – Ausgangspreis, Datum,
bisheriger Absatz, etc. – gefüttert und trainiert wird. Auch bereits
identifizierte Muster und Zusammenhänge können dabei herangezogen werden.
Anschließend beginnt das „adaptive“ Lernen in der Praxisumgebung. Die
getätigten Transaktionen und die daraus gewonnen „Preiserkenntnisse“ werden zur
Anpassung des Preismodells durch das System herangezogen, dabei kommen
„Preisversuche“, zunächst nach dem Prinzip „Trial and Error“, später
entsprechend optimiert, zum Einsatz. Dies liefert dann die Grundlage für eine
möglichst exakte „Vorhersage“ der idealen Preise in einer bestimmten
Transaktionssituation. </p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Surge Pricing&#8220; bei Uber</h2>



<p>Der US-amerikanische Taxi-Dienst Uber bedient sich einer
Kombination aus Dynamic Pricing und Personalisierung. Das Unternehmen bietet
ein als „Surge Pricing“ bezeichnetes Verfahren an, das je nach
Auftragsaufkommen die Preise für eine Transportfahrt automatisch anpasst. In
der Vergangenheit wurden dabei neben der Nachfrage in einer Region auch
Merkmale wie Treibstoffkosten und Fahrtdauer berücksichtigt. Seit einiger Zeit
greift ja man jedoch dabei auch auf „soziologische“ und behavioristische
Faktoren zurück, die spezifische Verhaltenszusammenhänge beschreiben, welche
über maschinelle Mustererkennung identifiziert wurden. So stellte man etwa
fest, dass unabhängig von der Dauer und der Entfernung eine erhöhte
Preisbereitschaft existierte, wenn eine Fahrt von einer einkommensstärkeren
Gegend in eine andere, ebenso vermögende anstand. Uber wertet dazu eine Menge
verschiedenster Daten aus. Dazu zählt unter anderem auch der Batteriestand des
Smartphones, mit dem eine Fahrt gebucht werden soll. Diese Informationen stehen
zur Verfügung, weil die App sich bei der Installation den Zugriff darauf
genehmigen lässt, vorgeblich, um später rechtzeitig in den Energiesparmodus schalten
zu können. Hierbei ließ sich ein Muster ermitteln, das Zusammenhänge zwischen
einem niedrigen Akkustand und einer erhöhten Preisbereitschaft nahelegt. Was
zunächst nicht offensichtlich erschien, erwies sich nach Identifizierung durch
einen Cluster-Algorithmus als nachvollziehbar: Offenbar war die Angst der
Nutzer so groß, in bestimmten Situationen mangels Kontaktmöglichkeit ohne ein
adäquates Transportmittel dazustehen, dass man dann Preise akzeptierte, die
ohne diesen Druck niemals zustande gekommen wären. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Dynamic Pricing für jedermann</h2>



<p>Inzwischen werden solche Lösungen auch zunehmend
standardisiert. Durch maschinelles Lernen gesteuertes Dynamic Pricing lässt
sich über Anbieter entsprechender Software inzwischen auch in gewöhnlichen
Online-Shops integrieren und an die individuellen Anforderungen der Betreiber
anpassen.&nbsp;&nbsp; </p>



<p>Der Einsatz von KI in der Preisbildung ist jedoch nicht
allein auf die digitale Online- und Mobile-Welt beschränkt, auch außerhalb des
WWW, in vermeintlich klassischen „offline“-Umgebungen finden die Technologien
immer häufiger Verwendung. Auch klassische Supermärkte verfügen über „digitale
Preisschilder“, die sich „dynamisch“ bespielen lassen. Dabei kann eine Vielzahl
von Daten verwendet werden, um situations- oder profilgenaue Kaufbereitschaften
abzudecken. Ansätze in China zeigen, wie weit diese Entwicklung reichen könnte.
Der Handelsriese „AliBaba“ setzt dazu Kameras mit Gesichtserkennungssoftware in
Kombination mit Produkt-Trackings über RFID-Chips ein.&nbsp; Auch andernorts werden per Kamera die
Verhaltensweisen der Ladenbesucher analysiert: welche Produkte nehmen diese in
die Hand und welche legen sie wieder zurück, welche Körperhaltung nehmen sie
dabei ein, etc. Perspektivisch sollen diese Informationen über
Gesichtserkennung auch mit der Einkaufhistorie der Kunden verknüpft
werden.&nbsp; Der Rückgriff auf künstliche
neuronale Netze verspricht dann potenziell eine Echtzeitanpassung der
unterschiedlichen Preise, kundenindividuell und auf den jeweiligen Wettbewerb
angepasst.&nbsp;&nbsp; </p>



<p>Der Artikel
beruht auf dem Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/ueber-uns/">Andreas
Wagener</a> <a href="https://nerdwaerts.de/neues-buch-kuenstliche-intelligenz-im-marketing/">Künstliche
Intelligenz im Marketing – ein Crashkurs</a>, Haufe, Freiburg, 2019</p>



<p><strong>Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Ein neues Zeitalter im Marketing: Künstliche Intelligenz, maschinelle Kreativität, virtuelle Realitäten &amp; DNA-Targeting</strong>&#8222;: 

</p>



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<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



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<p></p>
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