<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Digitale Kompetenzen Archive - Nerdwärts.de</title>
	<atom:link href="https://nerdwaerts.de/tag/digitale-kompetenzen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://nerdwaerts.de/tag/digitale-kompetenzen/</link>
	<description>Digitaler Wandel &#38; Digitale Bildung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 Oct 2024 12:28:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2015/01/cropped-ASCII-Kompass_AW-32x32.gif</url>
	<title>Digitale Kompetenzen Archive - Nerdwärts.de</title>
	<link>https://nerdwaerts.de/tag/digitale-kompetenzen/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Algorithmic Governance &#8211; KI und Algorithmen in der Politik</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/</link>
					<comments>https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2022 13:37:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daten- & Algorithmusökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[AI Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmic Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Code is law]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://nerdwaerts.de/?p=1640</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unter dem Begriff der Algorithmic Governance wird verstärkt der Einsatz von Algorithmen als Ergänzung oder auch als vollständiger Ersatz menschlicher politischer Entscheidungen diskutiert. Kommen dabei Methoden des maschinellen Lernens und KI zum Einsatz verändert dies die Rahmenbedingungen des Regierens in der Demokratie grundlegend. Der Begriff der Governance bezeichnet in den Politik- und Gesellschaftswissenschaften gewöhnlich die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/">Algorithmic Governance &#8211; KI und Algorithmen in der Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong><strong>Unter dem Begriff der Algorithmic Governance wird verstärkt der Einsatz von Algorithmen als Ergänzung oder auch als vollständiger Ersatz menschlicher politischer Entscheidungen diskutiert. Kommen dabei Methoden des maschinellen Lernens und KI zum Einsatz verändert dies die Rahmenbedingungen des Regierens in der Demokratie grundlegend.</strong></strong></p>



<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/11cd627394904af9ac63a245a7fa95e1" width="1" height="1" alt="">



<span id="more-1640"></span>



<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/11cd627394904af9ac63a245a7fa95e1" width="1" height="1" alt="">



<p>Der Begriff der Governance bezeichnet in den Politik- und Gesellschaftswissenschaften gewöhnlich die staatliche Aufgabe der Führung und Steuerung der Amts- bzw. Regierungsgeschäfte und dient dabei der Beschreibung der dazu notwendigen Prozesse und Strukturen. Von Algorithmic Governance ist dann meist die Rede, wenn in diesem Kontext diskutiert wird, ob menschliche politische Entscheidungen durch datenbasierte Technologie ergänzt oder vollständig ersetzt werden könnten oder sollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="code-is-law-wenn-dann-prinzip-und-algorithmic-governance">Code is Law &#8211; Wenn-Dann-Prinzip und Algorithmic Governance</h2>



<p>In Anlehnung an <a href="https://www.harvardmagazine.com/2000/01/code-is-law-html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Laurence Lessigs Diktum „Code is Law“</a> &nbsp;ließe sich diese Vorgehensweise als die Automatisierung der Ausführung vorab definierter (staatlicher) Regeln beschreiben. Die Anwendung des hier zugrundeliegenden, der Computerprogrammierung entlehnten „Wenn-Dann“-Prinzips („if this … then that…“, „IFTTT“) basiert auf der Annahme, dass sich zuvor definierte – und legitimierte – Entscheidungsmuster auf spätere Situationen anwenden lassen. Die nachfolgende Exekution anstehender Entscheidungen kann dann idealerweise autonom erfolgen, ohne dass es eines weiteren menschlichen Eingreifens zwingend bedürfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="chancen-und-herausforderungen-von-algorithmic-governance">Chancen und Herausforderungen von Algorithmic Governance</h2>



<p>Die Vorteile eines solchen Systems werden zuerst in der Effizienzsteigerung gesehen, die hierbei für die staatliche Entscheidungsfindung und -ausführung durch die Automatisierungszuwächse zu erwarten wären. Ähnliche oder identische Entscheidungsfragen müssten nicht immer wieder neu verhandelt, sondern könnten durch die einmalige Festlegung auch für die Zukunft verbindlich geregelt werden. Des Weiteren ließen sich Verwaltungsentscheidungen versachlichen, da das einmal gefundene Regelsystem für alle Betroffenen gleichermaßen zur Anwendung käme, ungeachtet möglicher persönlicher Präferenzen der Entscheider „vor Ort“. Damit ginge dieser Argumentation folgend ein Zuwachs an Fairness und Gleichberechtigung einher.</p>



<p>Demgegenüber ist jedoch eine potenzielle „Entmenschlichung“ politischer Entscheidungen durch eine weitergehende Automatisierung anzumerken. Gerade dann, wenn diese nicht mehr unter Berücksichtigung individueller Situationen getroffen werden, sind Verzerrungen und soziale Härten zu erwarten. Auch stellen sich Fragen nach den Verantwortlichkeiten im Einzelfall – und zwar sowohl politisch als auch rechtlich.</p>



<p>Die Herausforderung für Algorithmic Governance besteht demnach vor allem darin, das richtige Maß und einen Ausgleich zwischen diesen beiden Polen zu finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="von-algorithmic-governance-zu-ai-governance">Von Algorithmic Governance zu AI Governance</h2>



<p>Sofern in der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit nicht nur fest programmierte Algorithmen, sondern auch intelligente, selbst lernende Systeme zum Einsatz kommen, verändert dies die Spielregeln für den Einsatz algorithmischer Verfahren und ebenso deren Bewertungsmaßstäbe grundsätzlich. Entsprechend hat sich hier inzwischen der Begriff der AI Governance (<a href="https://nerdwaerts.de/?s=AI&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">AI</a> für <a href="https://nerdwaerts.de/?s=Artificial+Intelligence&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artificial Intelligence</a>) als abgrenzende Bezeichnung etabliert.</p>



<p>Ganz entscheidend ist dabei: Der Einsatz von intelligenten, autonomen, selbst lernenden Systemen steht im Widerspruch zum IFTTT-Automatismus des „Code is Law“. Während herkömmliche Algorithmic Governance allein auf einem festen, menschlich definierten Regelsystem beruht, führt die Kombination mit KI potenziell zu einer Verselbständigung der Entscheidungsmuster. Begründet liegt dies in den Methoden des maschinellen Lernens, die ja gerade auf Autonomie in der Funktionsfähigkeit eines Systems zielen. Insbesondere wenn eine Anwendung eigenständig Kausalitäten identifizieren soll (wie beim <a href="https://nerdwaerts.de/2019/06/maschinelles-lernen-und-ki-im-marketing-lernmethoden-und-ihre-einsatzmoeglichkeiten-im-marketing/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unsupervised Learning</a>) oder eine eigene Strategieentwicklung gefordert ist (wie beim Reinforcement Learning), verwischen die Grenzen zwischen ursprünglicher menschlicher Intention und abgeleiteter Systemlogik schnell. In der Praxis kommen heute zudem immer öfter Kombinationen aus verschiedenen Verfahren zum Einsatz, was die Problematik weiter verschärft. Es ist oft schwierig, den Pfad der Entscheidungsfindung, den ein lernendes System eigenständig eingeschlagen hat, zu rekonstruieren. Damit ist aber gerade eben keine starre Festlegung von abgewogenen Entscheidungsalternativen für spezifische Situationen möglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ai-governance-ki-und-algorithmic-governance">AI Governance: KI und Algorithmic Governance</h2>



<p>Während Maßnahmen auf Grundlage herkömmlicher Algorithmic Governance ihre Rechtmäßigkeit aus diesem zuvor abgestimmten, „festverdrahteten“ Regelsystem beziehen, justieren sich <a href="https://nerdwaerts.de/?s=K%C3%BCnstliche+Intelligenz&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KI-Systeme</a> auf Grundlage ihres Lernfortschrittes permanent eigenständig neu. Dies mag legitim erscheinen, sofern zumindest die Ziele, anhand derer dies geschieht, Ausfluss eines am Staatszweck orientierten (demokratischen) Verfahrens sind. Gleichwohl ist für die Erreichung politischer Ziele in der Demokratie auch die Art und Weise ihres Zustandekommens relevant. Zieldefinitionen, anhand derer ein lernendes System sich ausrichtet, können schließlich stets nur quantitativer Natur sein. Die Auswirkungen einer solchen politischen Zieloptimierung weisen jedoch immer auch eine qualitative Dimension auf, deren Tragweite ein Algorithmus nie erfassen kann. Beispielsweise ist es sicherlich möglich, einem System eine bestimmte „optimale“ Budgetallokation als Ziel vorzugeben, die Frage, ob diese dann im Ergebnis im Einklang mit einem wie auch immer definierten Gemeinwohl steht, ist eine ganz andere und kann weder in der Praxis technisch noch in der Theorie legitim durch eine <a href="https://nerdwaerts.de/?s=K%C3%BCnstliche+Intelligenz&amp;submit=Search" target="_blank" rel="noreferrer noopener">KI </a>beantwortet werden, sondern verbleibt zwangsläufig Gegenstand der menschlichen Domäne.</p>



<p>Die faktischen Erscheinungsformen von Algorithmic Governance sollen in einem folgenden Beitrag behandelt werden, bevor sich dann ein weiterer Artikel mit der Legitimation algorithmischer Entscheidungen – insbesondere auch unter Rückgriff auf <a href="https://nerdwaerts.de/2019/06/maschinelles-lernen-und-ki-im-marketing-lernmethoden-und-ihre-einsatzmoeglichkeiten-im-marketing/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verfahren des maschinellen Lernens</a> und <a href="https://nerdwaerts.de/?s=KI&amp;submit=Search">KI </a>befasst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p><em>Der Artikel erschien in überarbeiteter und deutlich erweiterter Form in der SWS-Rundschau, Andreas Wagener: Demokratische Legitimation von AI Governance, Sozialwissenschaftliche Rundschau, Heft 4/2021, 61. Jahrgang, S. 369 &#8211; 390</em></p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<p><strong>Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Wie der Staat mit Daten umgeht.</strong> <strong>Was ist gesellschaftlich akzeptabel?&#8220;:   </strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/HCrHE-fSLx0" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen=""></iframe>



<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/">Algorithmic Governance &#8211; KI und Algorithmen in der Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nerdwaerts.de/2022/01/algorithmic-governance-ki-und-algorithmen-in-der-politik/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schule in Bayern: Digitale Bildung unerwünscht?</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2015/01/bayern-digitale-bildung-verboten/</link>
					<comments>https://nerdwaerts.de/2015/01/bayern-digitale-bildung-verboten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2015 10:06:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Schulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Schulsystem]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://nerdwaerts.de/?p=102</guid>

					<description><![CDATA[<p>Digitale Vernunft vs. bayrisches Schulsystem – die Geschichte einer Odyssee Immer wieder war zu Letzt über die schlechte digitale Ausstattung an unseren Schulen zu lesen (z.B. hier und hier). Auch wenn ich absolut die Besorgnis teile, dass unseren Kindern viel zu wenig digitale Bildung vermittelt wird, bin ich jedoch skeptisch, was die an diesen Stellen oft [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2015/01/bayern-digitale-bildung-verboten/">Schule in Bayern: Digitale Bildung unerwünscht?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Digitale Vernunft vs. bayrisches Schulsystem – die Geschichte einer Odyssee</h2>
<p><strong> Immer wieder war zu Letzt über die schlechte digitale Ausstattung an unseren Schulen zu lesen (z.B. <a title="www.nerdwärts.de" href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/computer-in-schulen-jeder-zweite-lehrer-ohne-geschuetzte-e-mail-a-1002482.html" target="_blank">hier</a> und <a title="www.nerdwärts.de2" href="https://spielraum.xing.com/2014/09/xing-klartext-holt-die-gadgets-in-die-schule/?pid=b7237_cnwsl" target="_blank">hier</a>). Auch wenn ich absolut die Besorgnis teile, dass unseren Kindern viel zu wenig digitale Bildung vermittelt wird, bin ich jedoch skeptisch, was die an diesen Stellen oft skizzierten Lösungsansätze des Problems betrifft: Bevor wir Millionen in die Ausstattung unserer Schulen in digitale Lehrmittel investieren, die ohnehin in kürzester Zeit überholt sind, sollten wir zunächst einmal das „Mindsetting“ und ganz allgemein die digitale Kompetenz an unseren Lehrinstitutionen überprüfen. Denn da scheint viel Nachholbedarf zu bestehen. <img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/ebfa1bdbc4144a59af5d0cd8252962c5" alt="" width="1" height="1" /></strong></p>
<p><strong style="line-height: 1.5;">Was ich damit meine, möchte ich an dem folgenden Beispiel aus dem wahren Leben skizzieren:</strong><br />
<span id="more-102"></span></p>
<p><img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/ebfa1bdbc4144a59af5d0cd8252962c5" alt="" width="1" height="1" /><br />
Ich bin Vater einer 14jährigen Tochter, 9. Klasse Gymnasium in Bayern. Seit Wochen bemühen wir uns, mit verschiedenen Lehrern der Schule in Kontakt zu treten. Nichts gravierendes, sondern einfach um ein paar Fragen zu klären. Dazu werden wir auf deren Sprechstunden verwiesen. Eine direkte Kontaktaufnahme mit den Lehrkräften per Mail oder Telefon ist schon Mal – angeblich aus Datenschutzgründen – nicht möglich. Stattdessen muss zwingend ein Termin über das Sekretariat vereinbart werden. Die Sprechstundenzeiten sind allerdings nicht frei, sondern nur gegen Eingabe eines Passwortes zugänglich. Der Grund hierfür? – Bleibt schleierhaft. Auch hier wird der Datenschutz angeführt und, dass &#8222;das Ministerium&#8220; es so will. Welche geheimen Daten ein Gymnasiallehrer mit der Veröffentlichung seiner Dienst-E-Mail oder seiner Sprechstundenzeiten preisgibt, konnte ich bisher auch nach intensiver Recherche nicht in Erfahrung bringen.</p>
<h2>Schulen in Bayern: Digitalisierung unerwünscht?</h2>
<p>Offensichtlich herrscht an den bayrischen Schulen eine gegenüber den Vorzügen der Digitalisierung grundsätzlich ablehnende Haltung. Wie unkompliziert wäre es doch für alle Beteiligten, einfach einen Termin per kurzer Mail zu vereinbaren. Aber nein, so etwas scheint in der bayrischen Schullandschaft nicht vorgesehen zu sein. Stattdessen werden diffuse Ängste vor der Digitalisierung bis zum Exzess gepflegt:</p>
<p>Eigentlich hätte das Passwort für die Website (allein, dass so etwas überhaupt für notwendig befunden wird, ist schon so unsinnig, dass ich es kaum zu schreiben vermag) an alle Kinder in der Klasse verteilt werden sollen. Davon hatte aber am Elternabend keiner etwas mitbekommen. Daraufhin rief meine Frau, bis vor kurzem stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende der Schule und den Verwaltungsmitarbeitern dort bestens &#8211; nicht nur namentlich &#8211; bekannt, im Sekretariat an. Dort teilte man ihr mit, dass das Passwort nicht am Telefon übermittelt werden könne. (Sie hätte ja ein potenzieller Attentäter auf das bayrische Schulwesen sein können, man weiß ja nie.) Eine Übersendung per Mail kommt an der Schule grundsätzlich nicht in Frage, weil die Missbrauchsgefahr – gegenüber dem absolut sicheren, klassischen Papier nicht zu kalkulieren sei.</p>
<h2>Print ist sicher, digital kann man nicht trauen?</h2>
<p>Jeder in meinem Alter (ich bin 42), der als Heranwachsender in seiner Schulzeit schon mal die Unterschrift unter der Entschuldigung für den Sportunterricht gefälscht hat, kann da nur müde und desillusioniert den Kopf schütteln. Klar: Die Mail der Eltern ist anzuzweifeln, die unterschriebene Entschuldigung auf Papier muss sicher sein. Es ist ja ein ungeschriebenes Gesetz, dass mit der Ausbildung zum Lehrer auch stets eine tiefgreifende Expertise in der Graphologie erworben wird, und offensichtlich ist die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten so ausgeprägt, dass im Rektorat der Schule auch sämtliche Unterschriften der Eltern vorliegen…</p>
<p>Aber ich schweife ab: also das Sekretariat wollte aus Datenschutzgründen das Passwort weder per Mail noch telefonisch herausrücken. Lösungsvorschlag: „Ihre Tochter soll das Passwort im Sekretariat abholen!“. Gesagt, getan. Als diese dort vorsprach, verweigerte man ihr jedoch jede Auskunft und schickte sie unverrichteter Dinge wieder nach Hause: „Das geht nur über Deine Eltern.“</p>
<p>Ist ja auch klar, wo kämen wir denn da hin, wenn jeder einfach so eine öffentliche Website einsehen dürfte. Und eine 14jährige Schülerin könnte ja sonst was mit diesem Passwort anstellen – das will man sich ja gar nicht alles ausmalen…</p>
<p>Die Termine der Sprechstunden der Lehrer an der Schule meiner Tochter kennen wir jedenfalls bis heute nicht.</p>
<p>Warum wir im internationalen Vergleich so weit bei dem doch so unermesslich wichtigen Thema der Digitalisierung hinterher hinken, verstehe ich hingegen jeden Tag besser.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2015/01/bayern-digitale-bildung-verboten/">Schule in Bayern: Digitale Bildung unerwünscht?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nerdwaerts.de/2015/01/bayern-digitale-bildung-verboten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
