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	<title>deep fakes Archive - Nerdwärts.de</title>
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	<title>deep fakes Archive - Nerdwärts.de</title>
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	<item>
		<title>Virtual Beings und Virtuelle Influencer etablieren sich im Marketing</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2021 14:21:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Virtual Beings – virtuelle Lebewesen – die durch den Einsatz von KI und ausgefeilter Computergrafik entstehen, erobern das Netz. Sie interagieren überzeugend mit den menschlichen Nutzern und sind am Bildschirm optisch von diesen kaum zu unterscheiden. Gerade im Marketing, bei virtuellen Influencern, ist die Entwicklung besonders weit vorangeschritten. Die technisch rasant fortschreitende Entwicklung der Computergrafik [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2021/01/virtual-beings-und-virtuelle-influencer-etablieren-sich-im-marketing/">Virtual Beings und Virtuelle Influencer etablieren sich im Marketing</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
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<p><strong>Virtual Beings – virtuelle Lebewesen – die durch den Einsatz von KI und ausgefeilter Computergrafik entstehen, erobern das Netz. Sie interagieren überzeugend mit den menschlichen Nutzern und sind am Bildschirm optisch von diesen kaum zu unterscheiden. Gerade im Marketing, bei virtuellen Influencern, ist die Entwicklung besonders weit vorangeschritten.</strong></p>



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<span id="more-1641"></span>



<p>Die technisch rasant fortschreitende Entwicklung der Computergrafik in Kombination mit KI und Deep Learning ermöglicht immer realistischere Abbildungen der Realität in der digitalen und virtuellen Sphäre – und zwar auch abseits von „<a href="https://nerdwaerts.de/?s=Deepfakes&amp;submit=Search">Deepfakes</a>“ und künstlich erzeugten Fotos (von Dingen, die nicht existieren).</p>



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<p>Tatsächlich
sprechen wir inzwischen nicht mehr nur von virtuellen Realitäten, sondern auch
von virtuellen Lebewesen, sogenannten „Virtual Beings“, die dort existieren
können. Diese besitzen die Fähigkeit
zur Interaktion mit dem menschlichen Nutzer und sind in der Regel ausgestattet mit einem
“realistischen” Antlitz – all das basierend auf KI und hochentwickelter
3D-Grafik. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Virtual Beings als virtuelle Influencer</h2>



<p>Die Einsatzbereiche derartiger Virtual Beings sind vielfältig. Naheliegend ist ihre Einbindung in Computerspielen, als Spielpartner oder Avatar. Denkbar wäre auch eine „virtuelle Assistenz“, zur Unterstützung bei täglichen Arbeitsabläufen, oder in der Bildung, als virtueller Lehrer. Am weitesten vorangeschritten ist die Entwicklung jedoch im Social Media Umfeld, wo sich immer mehr “Virtuelle Influencer” etablieren. </p>



<p>Ein Beispiel hierfür ist das virtuelle „Supermodel“ Shudu: Shudu präsentiert sich auf <a href="https://www.instagram.com/shudu.gram/?hl=en">ihrem Instagram-Kanal</a> meist in Haute-Couture und ist auch ansonsten höchst professionell in Szene gesetzt. Mehr als 200.000 folgen den regelmäßigen Foto-Updates. Im <a href="https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/magazin/kunst-figur-shudu-gram-ist-das-perfekte-supermodel-doch-sie-existiert-nur-digital/">Gegenzug fließen Werbegelder</a> von den Mode- und Kosmetikfirmen an ihren Schöpfer, den britischen Fotografen und Multimedia Designer <a href="https://www.elle.com/uk/fashion/a28394357/man-behind-worlds-first-digital-supermodel/">Cameron James Wilson</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Shitstorms&#8220; wie &#8222;echte&#8220; Influencer</h2>



<p>Prominentester Vertreter dieser digitalen Spezies ist derzeit wohl Miquela Sousa, genannt„Lil’Miquela“. mehr als 1,8 Mio. Follower verzeichnet ihr <a href="https://www.instagram.com/lilmiquela/">Instagram-Profil</a>, sie verfügt über einen Youtube-Kanal auf dem sie in regelmäßigen Abständen ihre Songs, die teilweise mehrere Millionen Abrufe aufweisen, präsentiert. Und ansonsten tut sie das, was ein Influencer gemeinhin eben so tut: Sie trifft sich mit Freunden, macht Selfies, teilt ihre Spotify-Playlist – und verdient Geld mit Product Placement. Allein: Lil’Miquela existiert nur in der virtuellen Welt. Zwar führt sie auf ihren Kanälen Interviews mit echten, natürlichen Menschen, ihre Freunde auf den Fotos existieren – im Gegensatz zu ihr selbst &#8211; auch in der analogen Wirklichkeit. Vor einiger Zeit sorgte sie für einen kleineren Shitstorm in der LGBTQ-Community als sie medienwirksam zu Werbezwecken (die real existierende) Bella Hadid intensiv auf den Mund küsste, die, ebensowenig wie Lil’Miquela selbst, bis dato als besonders queer in Erscheinung getreten war. Beiden – wie auch Auftraggeber Calvin Klein – brachte dies den Vorwurf der „<a href="https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/may/21/bella-hadid-lil-miquela-terrifying-glimpse-calvin-klein">lezploitation</a>“  oder zumindest des allzu plumpen „<a href="https://www.adweek.com/creativity/bella-hadid-lil-miquela/">queerbaitings</a>“  ein.</p>



<p>Hinter Lil’Miquela steckt eine
Agentur, die deren ausschließliche digitale Existenz in den ersten beiden
Jahren im Verborgenen hielt. Auch wenn zu Beginn die grafische Umsetzung noch
nicht dem heutigen Stand der Technik entsprach, war vielen Fans lange nicht
bewusst, dass es sich bei ihr nicht um ein menschliches Wesen aus Fleisch und
Blut handelte. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Auch große Unternehmen wie KFC setzen auf virtuelle Influencer</h2>



<p>Auch die Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken setzt auf Virtual Beings. Deren kommunikatorische Leitfigur, der Gründer „Colonel Sanders“, erfuhr eine digitale Rundumerneuerung zum Geflügel-Hipster, inklusive Tatoos und Waschbrettbauch. Als virtueller Markenrepräsentant jettet er um den Globus, lässt sich photogeshopped bei den (analogen) <a href="https://www.instagram.com/p/B0JOmuToCRx/">Eröffnungen neuer Restaurants</a> ablichten und postet Selfies auf den eigenen Social Media Kanälen. Eine ganze Markenwelt entsteht somit um den virtuellen Unternehmensgründer herum. Ständig gefüttert mit neuen Aktivitäten und angefeuert durch die Interaktion mit seinen natürlichen Followern und Fans.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verfügen virtuelle Influencer über Authentizität?</h2>



<p>Natürlich stellt sich in diesem
Kontext immer wieder die Frage nach der Authentizität, die ja das rein
menschliche Influencer Marketing so besonders machen soll. Bislang scheint dies
hier nur eine begrenzte Rolle zu spielen. Obwohl den meisten die Künstlichkeit
der Protagonisten inzwischen klar sein dürfte, erfreuen sich die Profile der
virtuellen Influencer einer ungebrochenen Attraktivität und Aufmerksamkeit. 

Die Grenze zwischen virtueller und natürlicher Welt verwischt
damit zunehmend. Was echt und was künstlich ist, verliert offenbar immer mehr
an Bedeutung. vielleicht spiegelt sich darin auch der gesellschaftliche Rahmen
wider, in dem wir uns derzeit bewegen: Wo Fakenews und Filterblasen zumindest
als Gegenstand der öffentlichen Diskussion an Einfluss gewinnen, stellen
„Echtheit“ und Unverfälschtheit vielleicht nicht mehr notwendigerweise einen
Maßstab dar – auch nicht im Influencer Marketing.



</p>



<h2 class="wp-block-heading">  </h2>



<p><strong>Mehr zum Thema virtuelle Influencer hier:</strong></p>



<p><strong>Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Ein neues Zeitalter im Marketing: Künstliche Intelligenz, maschinelle Kreativität, virtuelle Realitäten &amp; DNA-Targeting</strong>&#8222;:   </p>



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<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h2 class="wp-block-heading">     </h2>
</div></div>



<p></p>



<p><em>
Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



<p>Mehr zu Themen wie Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz, Digital Commerce und Digitaler Ökonomie finden Sie auf unserer <a href="https://www.xing.com/news/pages/nerdwarts-de-316?sc_o=da980_e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsseite auf XING</a> sowie auf <a href="https://www.facebook.com/nerdwaerts/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Künstliche Intelligenz schafft alternative Realitäten</title>
		<link>https://nerdwaerts.de/2020/04/kuenstliche-intelligenz-schafft-alternative-realitaeten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Wagener]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 14:33:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Fähigkeiten von KI, zu Lernen und auch Neues zu schaffen, führen gemeinsam mit der immer schneller voranschreitenden Leistungsentwicklung im Bereich der Computergrafik zu einer Beflügelung von Virtual Reality und der Entstehung von „alternativen Realitäten“ – mit potenziell gravierenden Folgen nicht nur technischer, sondern auch gesellschaftlicher Art. Über die Fähigkeit Künstlicher Intelligenz, „kreativ“ zu sein, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nerdwaerts.de/2020/04/kuenstliche-intelligenz-schafft-alternative-realitaeten/">Künstliche Intelligenz schafft alternative Realitäten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nerdwaerts.de">Nerdwärts.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Fähigkeiten von KI, zu Lernen und auch Neues zu schaffen, führen gemeinsam mit der immer schneller voranschreitenden Leistungsentwicklung im Bereich der Computergrafik zu einer Beflügelung von Virtual Reality und der Entstehung von „alternativen Realitäten“ – mit potenziell gravierenden Folgen nicht nur technischer, sondern auch gesellschaftlicher Art.</strong></p>



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<span id="more-1693"></span>



<p>Über die Fähigkeit Künstlicher Intelligenz, „kreativ“ zu sein, etwa eigene „digitale Kunstwerke“ erstellen zu können, <a href="https://nerdwaerts.de/2020/02/kuenstliche-intelligenz-und-kuenstliche-kreativitaet/">wird schon länger diskutiert</a>. Während die ersten eigenständig erstellten Bilder eher auf Zufallsprozessen beruhten, gelang es später, gestalterische Abläufe zielgerichtet zu ermöglichen. Nicht nur künstlerische, abstrakte Bilder lassen sich damit erschaffen, auch fotorealistisches Material kann auf diese Weise erzeugt werden.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Von der künstlichen Kreativität zur künstlichen Realität</h2>



<p>Zum Einsatz kommen hier sogenannte „Generative Adversarial Networks“ (GAN), die sich im Prinzip als gegeneinander agierende Künstliche Neuronale Netzwerke beschreiben lassen. Der Begriff „adversarial“, zu Deutsch etwa „gegensätzlich“, bezieht sich auf die dabei zur Anwendung kommende „Gegenüberstellung“ zweier miteinander interagierender Netzwerke. Das eine, der „Generator“, erzeugt Elemente, die vom zweiten, dem „Diskriminator“, bewertet werden.&nbsp;Das Generatornetzwerk könnte beispielsweise Bilder erstellen, deren Gegenstand und Inhalt dann vom Diskriminatornetzwerk – einer Bilderkennungs-KI – zu identifizieren sind.</p>



<p>Im Zuge dieses Prozesses könnte die Bilderkennungs-KI, welche mittels „echten Fotos“ trainiert wurde, die Fehlertoleranz sukzessive reduzieren. Um seine Bilder also weiterhin identifizierbar zu machen, muss sich das Bild erzeugende Netzwerk – der Generator – im Gegenzug gewissermaßen immer stärker „anstrengen“. Die auf diese Weise entstehende Qualitätsspirale bewirkt, dass die fotorealistische Anmutung der erzeugten Bilder automatisch verbessert wird: <a href="https://arxiv.org/abs/1406.2661">Die beiden Netzwerke trainieren sich gegenseitig</a>. </p>



<p>In der Folge entstehen so „echt“ aussehende Fotos von Dingen, die nie existiert haben: </p>



<h2 class="wp-block-heading">                      </h2>



<p></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large"><a href="https://youtu.be/SSeDo6Lt85c?t=1885"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="578" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/Künstliche-Fotos-1024x578.jpg" alt="" class="wp-image-1743" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/Künstliche-Fotos-1024x578.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/Künstliche-Fotos-300x169.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/Künstliche-Fotos-768x434.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/Künstliche-Fotos.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>aus: &#8222;Künstliche Intelligenz im Marketing&#8220;, von Andreas Wagener, 16.10.2019</strong></figcaption></figure>
</div>


<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">                               </h2>



<h2 class="wp-block-heading">          </h2>



<p>Auch menschliche Gesichter lassen sich mit dieser Methode erstellen. Schon zu fast legendärem Ruhm brachte es innerhalb kürzester Zeit die Website <a href="http://www.whichfaceisreal.com/index.php">whichfaceisreal.com</a>. Dort werden dem Besucher Fotopaare von menschlichen Gesichtern gezeigt, eines davon zeigt einen „echten“ Menschen, das andere ist ein künstlich erzeugtes Bild. Der Betrachter muss nun versuchen zu erraten, welches von beiden tatsächlich einen natürlichen Ursprung hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">  </h2>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://www.whichfaceisreal.com/results.php?r=1&amp;p=1&amp;i1=fakeimages/image-2019-02-18_140134.jpeg&amp;i2=realimages/30088.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="611" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/whichfaceisreal-1024x611.jpg" alt="" class="wp-image-1738" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/whichfaceisreal-1024x611.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/whichfaceisreal-300x179.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/whichfaceisreal-768x458.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/whichfaceisreal.jpg 1166w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Which face is  real? <a href="http://www.whichfaceisreal.com/">www.whichfaceisreal.com</a> </strong><br></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">                                                       </h2>



<p></p>



<p>Zum Teil weisen die von der KI erzeugten Bilder noch recht offensichtliche Fehler auf – ein verschobener Haaransatz, verschwommene Bildhintergründe oder Körperteile erscheinen an Stellen, an die sie nicht gehören. Oft aber ist die Unterscheidung zwischen Künstlichkeit und „natürlicher Realität“ kaum noch möglich. Dem System gelingt es regelmäßig, den menschlichen Betrachter in die Irre zu führen. Die Qualität, die mit dieser Technik erreicht werden kann, ist so hoch, dass inzwischen sogar eine kommerzielle Bildagentur 100.000 KI-erzeugte menschliche Portraits als Stockfotos kostenfrei zum Download und zur Verwendung als Werbematerial <a href="http://icons8.com/articles/ai-generated-faces">feilgeboten hat</a>.&nbsp; Damit zeigt sich hier auch deutlich das vielbeschworene Disruptionspotenzial Künstlicher Intelligenz: mit einem Schlag könnten Models, Fotografen und auch Bildagenturen arbeitslos werden – und dies nicht erst in einer fernen und unbestimmten Zukunft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Künstliches Bewegtbild: Deepfakes</h2>



<p>Was mit (vermeintlichen) Schnappschüssen funktioniert, funktioniert auch mit Bewegtbild. Schon seit geraumer Zeit wird über sogenannte „Deep Fakes“ diskutiert, mit Hilfe von KI bearbeitete oder gänzlich erstellte Videos. Diesen können dazu verwendet werden, mittels gefälschtem, künstlich erzeugtem und unter Umständen kompromittierenden Bildmaterial eine mediale Öffentlichkeit zu schaffen, die nicht der Realität entspricht, sondern allein die Verfolgung von Manipulationszwecken zum Ziel hat. Denkbar ist hier ein breites Spektrum von Szenarien, vom „Einbau“ eines Prominenten in eine Sex-Szene in einem Pornofilm bis hin zu künstlich erzeugten Meinungsäußerungen eines Politikers, welche dessen angebliche moralische oder gesellschaftliche Verkommenheit belegen sollen.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h2 class="wp-block-heading">Putschversuch wegen Deepfake-Verdacht</h2>
</div></div>



<p>Es wird zunehmend schwerer, hierbei Realität und Fälschung auseinanderzuhalten, was sich auch in einer erhöhten grundsätzlichen Skepsis niederschlägt. Exemplarisch dürfte der <a href="https://www.motherjones.com/politics/2019/03/deepfake-gabon-ali-bongo">Fall des Präsidenten von Gabun, Ali Bongo</a>, sein, der nach einer medizinischen Behandlung, vermutlich eines Schlaganfalles, längere Zeit nicht mehr in der Öffentlichkeit auftrat. Gerüchte, er sei verstorben, machten bald die Runde. Infolgedessen sah sich die Staatsmacht veranlasst, ein Video des Staatsoberhauptes mit einer Ansprache an die Nation zu veröffentlichen, um auf diese Weise der Behauptung dessen Ablebens zu widersprechen. Dies führte jedoch genau zum Gegenteil der erwünschten Reaktion: Viele zweifelten die Echtheit des Materials an und verdächtigten die Regierung der gezielten Manipulation, der künstlichen Erstellung des Filmmaterials, um den Tod des Präsidenten zu kaschieren. Die Aufregung mündete schließlich sogar in einen Putschversuch, der jedoch niedergeschlagen werden konnte:</p>



<h2 class="wp-block-heading">   </h2>



<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://youtu.be/SSeDo6Lt85c?t=2531"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/AliBongo-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-1741" srcset="https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/AliBongo-1024x577.jpg 1024w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/AliBongo-300x169.jpg 300w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/AliBongo-768x433.jpg 768w, https://nerdwaerts.de/wp-content/uploads/2020/02/AliBongo.jpg 1279w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Aus: &#8222;Künstliche Intelligenz im Marketing&#8220;,von Andreas Wagener, 16.10.2019</strong><br></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">                                                     </h2>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Alternative Realitäten: Was ist künstlich, was ist echt?</h2>



<p>Das Beispiel zeigt, dass sich die Unterscheidung zwischen künstlicher und „echter“ Realität für uns immer mehr zur medialen Herausforderung entwickelt. Das, was wir heute sehen und wahrnehmen, muss nicht mehr zwingend der Wirklichkeit entsprechen. Wir können uns auch nicht mehr sicher sein, ob der Gegenüber am Bildschirm ein echter Mensch aus Fleisch und Blut oder bloß ein Produkt von Pixeln ist.</p>



<p>Virtuelle und natürliche Welt wachsen auf diese Weise Stück für Stück zusammen. Die Unterscheidung, was echt und was künstlich ist, verliert offenbar immer mehr an Bedeutung. Darin spiegelt sich vielleicht auch der gesellschaftliche Rahmen, in dem wir uns bewegen, ein Stück weit wider, wo Fakenews und Filterblasen an Einfluss gewinnen und „Echtheit“ und Unverfälschtheit nicht notwendigerweise einen Maßstab darstellen.</p>



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<p><strong>Der Artikel beruht auf dem Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/ueber-uns/">Andreas Wagener</a> <a href="https://nerdwaerts.de/neues-buch-kuenstliche-intelligenz-im-marketing/">Künstliche Intelligenz im Marketing – ein Crashkurs</a>, Haufe, Freiburg, 2019</strong></p>



<p><strong>Vortrag/Keynote von Prof. Dr. Andreas Wagener: &#8222;Ein neues Zeitalter im Marketing: Künstliche Intelligenz, maschinelle Kreativität, virtuelle Realitäten &amp; DNA-Targeting</strong>&#8222;:<br></p>


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Mehr Informationen zum Thema KI im Marketing finden Sie im Buch von <a href="https://nerdwaerts.de/keynotes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Wagener</a> <a href="https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliche-Intelligenz-Marketing-verbirgt-profitieren/dp/3648169572?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&#038;crid=3LEYA68C1IHK9&#038;dib=eyJ2IjoiMSJ9.F0DFVjJXx3RDUq5AFGWmW72IYdQUzCcPngROcCJNE8MrT5C61IF2XaAkWPd_le2b5NPhi5td5gIJMn6bRqSJciSKGXyMa6Rl2rf8dzSbVR6sTRH9Exy9GurFiPKH0yYGAZsFgvQG6NeyubdeZNaRWEVcjwmhJmc_nJl4oafIWLlMbBn9e6hu_Jy3DVmk4iAv3Lg4OEXfVaJm88L9Q4G9iDM7nArvced8A0fx9Qj9qe0.nP-dKqYU-gE_d5W1Xtmrr8y7DR5pgrkPbPFkThWYiuY&#038;dib_tag=se&#038;keywords=Wagener+KI+im+Marketing&#038;qid=1728994048&#038;sprefix=wagener+ki+im+marketing%2Caps%2C94&#038;sr=8-1&#038;linkCode=ll1&#038;tag=nerdwaerts-21&#038;linkId=e5074a981472dec11b04d62f77503207&#038;language=de_DE&#038;ref_=as_li_ss_tl">Künstliche Intelligenz im Marketing</a>, Haufe, Freiburg, 2023</em></p>



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